Polarlichter in Nordeuropa

Die größte Begeisterung lösen Polarlichter bei den teilnehmenden Reiseinteressierten aus. 47 Prozent stimmen für die durch Sonnenteilchen hervorgebrachten Leuchterscheinungen am Himmel. Die größte Chance Polarlichter in Europa zu sehen, besteht vor allem zwischen September und März auf Island oder im Norden Skandinaviens. Der Aufenthalt sollte allerdings zeitlich nicht zu knapp bemessen sein, denn es handelt sich keineswegs um ein alltägliches Schauspiel

Niagarafälle in USA und Kanada

Die Niagarafälle an der Grenze zwischen dem US-amerikanischen Bundesstaat New York und dem kanadischen Ontario belegen Platz zwei der beliebtesten Naturschauspiele. Es sind die größten Wasserfälle Nordamerikas. Die oberhalb der Fälle gelegene Insel Goat teilt die Wassermassen in die ausschließlich amerikanischen American Falls und den Horseshoe Fall. Letzterer durchläuft die Grenze zu Kanada. Der Besucheransturm kann enorm sein, weswegen Urlauber besser einen Werktag für ihren Ausflug wählen. Und auch wenn die Fälle im Frühjahr aufgrund der Schneeschmelze das meiste Wasser mit sich führen, kann ein Besuch im Winter äußerst spannend sein. Denn nach einer längeren Kälteperiode türmen sich unterhalb der Fälle beeindruckende Eisberge

Uluru/Ayers Rock in Australien

Das Wahrzeichen Australiens bietet vor allem bei Sonnenuntergang einen spektakulären Anblick: der Ayers Rock. Der rote Inselberg erhebt sich etwa 350 Meter aus der zentralaustralischen Wüste und wird in der Sprache der Aborigines Uluru genannt. Mit 28 Prozent schafft er es auf den dritten Platz unserer Top-Liste.

Der Akrose-Sandstein schimmert je nach Sonnenstand in verschiedenen Rottönen. Der etwa 550 Millionen Jahre alte Uluru ist ein wichtiges Heiligtum für die hier lebenden Anangu-Aborigines. Deswegen steht der Tourismus hier auch immer wieder in der Kritik. Jährlich besuchen mehr als eine halbe Million Touristen den zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannten Uluru-Kata Tjuta Nationalpark, in welchem der Ayers Rock zu finden ist

Die "Big Five" in Afrika

Die Geschichte, die hinter der Namensgebung der "Big Five" steht, ist keine schöne. Denn die "Großen Fünf" erhielten ihre Bezeichnung von Großwildjägern. Sie umfasst die in Afrika lebenden Tiere Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Da sich die Jagd auf sie besonders schwierig gestaltet, wurden sie als große Herausforderung gesehen und entsprechend benannt. Inzwischen wird die touristische Trophäenjagd der jährlich etwa 18.500 Hobbyjäger weltweit äußerst kritisch gesehen. Die meisten Touristen erfreuen sich viel mehr daran, die lebenden Tiere in freier Wildbahn zu beobachten. Das zeigt auch die Umfrage, hier erreichen die Big Five 28 Prozent der begehrtesten Naturphänomene bei den teilnehmenden Reiseinteressierten

Indian Summer in Neuengland

Ein Viertel der Umfrageteilnehmer stimmte für den Herbst in seiner schönsten Form: den Indian Summer. Denn von Ende September bis in den Oktober hinein zeigt sich die Landschaft an der Nordküste der USA besonders farbenprächtig. Die Neuengland-Staaten Maine, Vermont, New Hampshire, Connecticut, Massachusetts und Rhode Island sind zu dieser Zeit in ein wahres Kaleidoskop aus Gelb- und Rottönen getaucht – und das bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad. Gibt es bessere Bedingungen für einen Roadtrip mit Zwischenstopps zum Radfahren oder Wandern?

Islands Geysire

Island ist ein Land aus Feuer und Eis – denn unter der kalten Oberfläche brodelt es gewaltig. Dies beweisen die legendären Geysire des Landes. 22 Prozent der Befragten geben ihre Stimme für dieses spektakuläre Naturschauspiel. Von unterirdischen Magma-Kammern über den Siedepunkt erhitzt, schießt das Grundwasser explosionsartig als Fontäne aus dem Boden. Insgesamt lassen sich auf Island 26 aktive Geysire zählen. Dabei erreicht die Eruption des bekannten "Strokkur" sogar Höhen von 25 bis 35 Metern und erfolgt im Zehnminutentakt

Der Tafelberg in Kapstadt

Das Wahrzeichen Kapstadts in Südafrika begeistert 20 Prozent der Reiseinteressierten: der Tafelberg. Dieser ist auf dem südwestlichen Zipfel Afrikas gelegen und bietet eine unverwechselbare Kulisse. Auch die Vegetation des 6.000 Hektar umfassenden Naturschutzgebietes beeindruckt. Denn der 1951 zum Natur- und Historischen Denkmal ernannte Tafelberg bietet rund 1.500 Pflanzenarten einen Lebensraum. Für Besucher der Region ist er ein beliebtes Ausflugsziel. So kann das Massiv über zahlreiche Wanderwege bestiegen werden – oder man nimmt ganz einfach die Seilbahn. Oben angekommen ist der Blick über Kapstadt atemraubend

Great Blue Hole in Belize

Das karibische Naturschauspiel "Great Blue Hole" gehört zum Lighthouse Reef von Belize. Es misst fast 300 Meter im Durchmesser und zieht erfahrene Taucher aus aller Welt in seinen Bann. Kein Wunder, schließlich sieht das "große blaue Loch" aus wie der Eingang zu einer geheimnisvollen Unterwasserwelt. Sein einmaliges Farbspiel verdankt es seiner Tiefe von 125 Metern. Denn das umliegende Gewässer ist deutlich flacher und damit heller. Und auch sein Innenleben ist beeindruckend. Denn es verfügt über ein unterirdisches Höhlensystem mit bis zu acht Meter langen Stalaktiten. In der Umfrage belegt das Great Blue Hole mit 17 Prozent Platz acht

Grand Prismatic Spring in Yellowstone-Nationalpark

Was für ein Anblick: Die farbenfrohe Thermalquelle "Grand Prismatic Spring" im Yellowstone-Nationalpark schafft es mit 15 Prozent auf den neunten Platz der schönsten Naturschauspiele weltweit. Sie ist die drittgrößte Quelle dieser Art auf der Erde und wirkt wie von einem anderen Planeten. Besonders mystisch erscheint sie durch die Nebelschwaden, die über ihrem Wasser schweben. Doch was verursacht die besondere Färbung der Quelle? Im Biofilm ihres mineralienreichen Randbereichs leben einzellige Mikroorganismen. Diese sind an die jeweilige Wassertemperatur angepasst und je nach ihrem Gehalt an den natürlichen Farbstoffen Chlorophyll und Carotinoiden grün oder rot gefärbt. In der Mitte der Quelle ist das Wasser frei von Mikroorganismen und besonders tief, was ihre blaue Färbung erklärt

The Wave in Arizona

Die Sandsteinwelle "The Wave" nahe der Arizona-Utah-Grenze schließt die Top-Ten der schönsten Naturphänomene mit 12 Prozent der Stimmen. Die wellenförmige Steinlandschaft ist bis zu 200 Millionen Jahre alt. Ihr Gestein hat sich durch Erosionen im Laufe der Zeit immer mehr abgetragen, sodass verschiedene Schichten sichtbar wurden. Das Interesse an dem außergewöhnlichen Schauspiel ist so groß, dass es jeden Tag nur 20 Personen erlaubt ist, die Welle zu erkunden. Um die Natur zu schützen, entscheidet das Los, wer dabei sein darf. Außerdem können sich Interessierte im Internet bewerben

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