Seljalandsfoss, Island

Wie ein offener Mund erscheint die Öffnung der Höhle hinter dem Sejalandsvoss

im Süden islands – so als würde sie selbst jeden Augenblick aufs Neue über die eindrucksvolle Landschaft staunen, die ihr da zu Füßen liegt. Mittig stürzt sich der Wasserfall in ein natürlich geformtes Becken, dahinter erstrecken sich tiefgrüne Weideflächen und das Himmelslicht tut sein Übriges. Besucher können die Höhle hinter dem Sejalandsvoss ohne Schwierigkeiten erkunden. Da sich dieses Idyll aber bereits rumgesprochen hat, sollte man unbedingt die Mittags- und Nachmittagsstunden vermeiden, dann drängen sich hier Touristentrauben. Ambitionierte Fotografen kommen nach Einbruch der Dunkelheit und warten darauf, dass die Polarlichter den Himmel über Sejalandsvoss zum Leuchten bringen

Cliffs of Moher, Irland

Die wilden Steilklippen Cliffs of Moher an der Südwestküste Irlands erstrecken sich auf etwa acht Kilometern zwischen der Ortschaft Doolin und dem Hag’s Head. Der Klippenweg ist nichts für schwindelfreie Gemüter, verläuftt er doch bis zu 214 Meter über dem Atlantik – ganz ohne Fangzaun.. Stellenweise ist der steile Anblick so gewaltig, dass die Klippen es sogar bis in einen Harry-Potter-Film geschafft haben. Vergessen Sie Ihr Fernglas nicht! Mit etwas Glück fliegt ein buntschnäbeliger Papageitaucher durchs Bild. Die exotisch anmutenden Tiere haben rund um die Cliffs of Moher ihre Nistplätze. Wer den Touristenbussen entgehen möchte, kommt in den frühen Morgenstunden oder zum Sonnenuntergang her

Lion's Head, Südafrika

Klar, ein Besuch auf dem Tafelberg gehört für jeden Kapstadt-Reisenden dazu, aber einen Vormittag sollte man sich für einen weiteren Hügel freihalten: Lion’s Head. Der spitz zulaufende Berg erreicht eine Höhe von 670 Metern und bietet eine wunderschöne Aussicht auf Kapstadt, das Meer und den Tafelberg. Rund 1 ½ Stunden dauert der Aufstieg. Ein schmaler Pfad umrundet Lion’s Head und auf den letzten Metern geht es über Steigeisen und Felsvorsprünge auf das aussichtsreiche Plateau. Was jetzt abenteuerlich klingt, ist durchaus auch für Nichtkletterer machbar

Metéora-Felsen, Griechenland

Felsen, Klöster und Berge so weit das Auge reicht: Die Metéora-Klöster östlich des griechischen Pindos-Gebirges im Norden Griechenlands sind eine Sehenswürdigkeit mit Weitblick der besonderen Art. Mehrere Klosteranlagen drängen sich auf hohen, spitzförmigen Sandsteinfelsen. Teilweise scheint es, als würden sie über dem Abgrund schweben. Insgesamt zählt die Anlage 24 Häuser, die meisten sind allerdings nicht mehr bewohnt und ein Besuch zu gefährlich. Besonders schwindelerregend ist ein Besuch des Rousánou. Das kleine Frauenkloster bildet praktisch die Spitze des Felsens und ist nur über einen schmalen Aufgang erreichbar. Das UNESCO-Weltkulturerbe zieht neben Tagesbesuchern auch viele Kletterer in die zerklüftete Felslandschaft - mehr als 700 Kletterrouten versprechen mystische Aussichten in die weiten Ebenen Thessaliens

Horseshoe Bend, USA

Nur wenige Meilen südlich des Lake Powell und der Ortschaft Page mäandriert der Colorado River in Form eines Pferdehufes durch die steinige Wüstenlandschaft Arizonas. Wer den Highway 89 von Page in Richtung Süden fährt, nimmt die Schotterpiste kurz hinter Meilen-Markierung 545 und erreicht nach kurzer Zeit einen Parkplatz. Ab hier geht es nur noch zu Fuß weiter. Run einen Kilometer schlängelt sich ein Trampelpfad durch die sandige Landschaft bis zu einer Abbruchkante. Von hier hat man einen spektakulären Blick auf das grün-blaue Wasser und den rot schimmernden Canyon. Trotz der tollen Aussicht sollte man die eigene Sicherheit nicht vergessen. Hier gibt es keine Zäune und es weht ein stetiger Wind

Bastei, Deutschland

Ein Weitblick für Romantiker: Die bekannte Felsformation Bastei gehört zu den Highlights der Sächsischen Schweiz. Von hier aus haben Wanderer einen 360-Grad-Panoramablick auf die zerklüftete Landschaft des Elbsandsteingebirges. Schon Caspar David Friedrich fand hier Inspiration für seine Bilder und auch Goethes Sohn August ließ sich von dem Aussichtspunkt berühren: "Hier wo man von den schroffsten Felsen wänden gerade in die Elbe sieht, wo in der kleinen Entfernung der Lilien-, König- und Pfaffen-Stein mahlerisch gruppirt liegen und überhaupt dem Auge ein ganzes darstellt welches mit Worten nie beschrieben werden kann", schrieb er in sein Reisetagebuch.

Trolltunga, Norwegen

1100 Meter über dem Meeresspiegel ragt die Felszunge Trolltunga in die eindrucksvolle Gebirgs- und Seenlandschaft des westlichen Norwegens. Doch diese Aussicht muss man sich erst verdienen. Rund 11 Kilometer sind es von der Ortschaft Skjeggedal bis Trolltunga und das gleiche nochmal zurück. 10 bis 12 Stunden sollten für den Ausflug durch das norwegische Hochgebirge eingeplant werden. Die Aussicht belohnt die Strapazen allemal. Neben dem Felsvorsprung Preikestolen am Lysefjord ist die "Trollzunge" der beliebteste Naturaussichtspunkt Norwegens. Von hier hat man bei gutem Wetter eine weite Sicht über die Berge und den Stausee Ringedalsvatnet

Devil’s Pool, Sambia

Planschen am Abgrund: Nichts für schwache Nerven ist der Devil’s Pool in Sambia direkt an der Kante der afrikanischen Viktoriafälle. Nur wenige Meter neben der Badestelle, die durch eine natürliche Felswand für eine nervenaufreibende Erfrischung sorgt, stürzen sich die Wassermassen bis zu 110 Meter in die Tiefe. Wer den Adrenalinkitzel erleben möchte, sollte dies nicht ohne erfahrene Guides tun: Ein falscher Sprung in den natürlichen Pool und die Naturgewalt reißt einen mit sich. Die beste und sicherste Zeit für einen Besuch am Devil’s Pool ist zwischen September und Dezember, da führt der Sambesi wenig Wasser

Cabo Girão, Madeira

Mit 580 Metern über dem Meer ist Cabo Girão im Süden der portugiesischen Insel Madeira die zweithöchste Steilklippe der Welt. Zwar bedeutet der Name so viel wie „Kap der Umkehr“, doch wer sich einmal auf die freischwebende, gläserne Aussichtsplattform getraut hat, möchte bleiben. Terrassenfelder, das Meer und die Inselhauptstadt Funchal lassen sich von hier aus überblicken. Allerdings genießt man auch diese Aussicht selten allein, denn täglich strömen bis zu 1800 Menschen zu dem sogenannten Skywalk

Milford Sound, Neuseeland

Wer auf die andere Seite der Welt reist, sollte sein Weitwinkelobjektiv nicht vergessen. Das gilt besonders für den Fjord Milford Sound auf der Südinsel Neuseelands. 15 Kilometer schlängelt sich der Wasserweg durch Felswände und gemäßigten Regenwald. Milford Sound zählt zum Fiordland-Nationalpark und zum UNESCO-Weltnaturerbe. Wer bereits auf der Fahrt staunen möchte, nimmt ab Te Anau die Milford Road. Die meisten Touren werden allerdings ab dem fünf Autostunden entfernt liegenden Queenstown angeboten. Am Ufer angekommen, wird man mit einer Aussicht belohnt, die Schriftsteller Rudyard Kipling einmal als das achte Weltwunder bezeichnet haben soll - umgeben von den neuseeländischen Alpen und Wasserfällen, genießt man einen uneingeschränkten Blick auf den Fjord. Mit ein bisschen Glück lassen sich hier Delfine, Robben und Pinguine beobachten

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