Norwegen

Einsame Seen, eindrucksvolle Bergpanoramen und endlose Wälder: Ruhesuchende und Naturfreunde lieben Norwegen. Das spiegelt sich in der Umfrage des Reiseportals Travelzoo, hier landet das skandinavische Land mit 36 Prozent souverän auf Platz eins. Ein Highlight erwartet die Besucher des Landes in der Region rund um die Stadt Tromsö. Hier liegt in klaren Winternächten die Chance Polarlichter zu sehen bei fast 80 Prozent. Außerdem sehenswert ist der seit 2005 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählende Geirangerfjord, nordöstlich von Bergen. Mit seiner charakteristischen Form, verlassenen Berghöfen und Wasserfällen zählt er zu den schönsten in ganz Norwegen. Wer kein Problem mit Höhe hat, sollte sich die Aussicht vom sogenannten Pulpit Rock nicht entgehen lassen. Die Felsformation ragt 604 Meter über den Lysefjord und ist nur zu Fuß zu erreichen

Kanada

Kanada und Schweden teilen sich den zweiten Platz in den Umfragewerten. Fangen wir mit Kanada an. Das Land ist bekannt für endlose Weiten, unberührte Wildnis und kristallblaue Seen - wie zum Beispiel der von Gletschern gespeiste Moraine Lake im Banff-Nationalpark. Allein der Banff ist 6.600 km² groß und erstreckt sich über die kanadischen Rocky Mountains. Insgesamt beherbergt Kanada 44 Nationalparke. Darüber hinaus sind kanadische Großstädte wie Toronto, Calgary und Vancouver beliebte Ziele – und die liegen meist nicht weit entfernt vom nächsten Naturschauspiel. Die beste Reisezeit für Kanada beginnt Mitte Juni und reicht bis Ende August. Im September lockt der Indian Summer in Ostkanada mit Farbenpracht und milden Temperaturen. Skifahren können Urlauber von Januar bis März

Schweden

Ebenfalls auf dem zweiten Platz landet Schweden. Das skandinavische Land besteht zu einem Großteil aus einsamen Wäldern und unzähligen Seen. Nicht zu vergessen sind die Schärengärten. Allein vor der Hauptstadt Stockholm liegen 30.000 kleine und große Inseln auf einer Fläche von 150 Kilometern. Kurzum der richtige Ort für Ruhesuchende sowie Outdoor-Fans. Die haben die Qual der Wahl, ob sie sich an der Küste, an einem der abertausenden Seen oder doch mitten im Wald am wohlsten fühlen. Segler finden in Schweden schnell Anschluss, denn das Reisen per Boot ist nahezu Volkssport. Besonders in den Sommermonaten genießen die Schweden entlang der Westküste das gute Wetter, die langen Nächte und das Treiben in den charakteristischen Häfen wie Smögen. Wer neben der ganzen Einsamkeit ein bisschen Zivilisation sucht, dem seien die Städte Malmö, Stockholm und Göteborg ans Herz gelegt

Schottland

Der Gedanke an Schottland ist unmittelbar mit den Highlands verbunden und die sichern dem britischen Land Platz vier. Um die raue Natur der

zu erkunden, bieten sich vor allem ausgedehnte Wanderungen an. Wer nur einen Tagesausflug unternehmen möchte, findet zahlreiche Angebote vom geschichtsträchtigen Edinburgh aus. Der schottischen Hauptstadt gelingt der oft schwere Spagat zwischen Tradition und Moderne in Perfektion. Berühmte Sehenswürdigkeiten sind das „Edinburgh Castle“, der „Royal Botanic Garden“ oder auch der „Palace of Holyroodhouse“ – hier residiert die Queen bei ihren Schottland-Aufenthalten. Wunderschön ist die Isle of Skye im Westen Schottlands. Hier können sich Urlauber auf raue Gebirgsketten, wie die spektakulären Cuillin Hills und auf verträumte Lochs, Buchten sowie Strände freuen

Irland

Grün, grüner, Irland! Besucher des Inselstaates werden mit keltischen Burgen sowie viel Natur für das teils sehr launische Wetter entlohnt. Die Rechnung scheint aufzugehen, zumindest landet Irland bei der Gunst der Umfrageteilnehmer auf Platz fünf. Die Cliffs of Moher sind wohl das bekannteste Postkartenmotiv Irlands. Bis zu 200 Meter ragen die Steilklippen an der Südwestküste aus dem Atlantik empor. Sie bieten nicht nur selbst einen schönen Anblick – bei gutem Wetter kann man von ihnen außerdem bis zu den Aran Inseln gucken. Ebenso sehenswert ist Irlands höchster Gebirgszug, der MacGillycuddy’s Reeks. Bester Ausgangspunkt dafür ist die hübsche Stadt

Killarney. Von hier aus ist zudem nicht weit in den Killarney Nationalpark. Die Gletscherseen Lough Leane, Muckross Lake und Upper Lake, uralte Eichenwälder, Berge und Wasserfälle: Das über 100 Quadratkilometer große Naturparadies bietet Aktiven viele Wander- und Radwege

Island

Die Vulkaninsel Island besticht mit Fjorden, bizarren Lavalandschaften und Geysiren. Insgesamt lassen sich auf Island 26 aktive Geysire zählen. Dabei erreicht die Eruption des bekannten „Strokkur“ sogar Höhen von 25 bis 35 Metern. Doch auch die Wasserfälle Islands sind ein faszinierendes Naturschauspiel. So wie der bekannte Kirkjufellsfoss am wohl meistfotografierten Berg der Insel – dem Kirkjufell. Zwar hat Island gewaltigere Wasserfälle zu bieten, wie beispielsweise den Dettifoss im Norden. Doch die malerische Landschaft mit dem Kirkjufell im Hintergrund macht den Kirkjufellsfoss zur beliebteren Fotokulisse. Wenn im Winter dann noch die Polarlichter den Himmel erleuchten, gehen Island-Reisende in die Knie

England

England ist sehr vielseitig und wird von den Umfrageteilnehmern auf den siebten Platz der schönsten nordischen Reiseziele gewählt. So sind Städte wie London oder Manchester gefragte Metropole für ausgedehnte Citytrips, während Naturschauspiele wie die White Cliffs of Dover, die raue Küstenlinie der Isle of Wight oder die Felsformation Jurassic Coast im Süden Naturfans begeistern. Die für ihre Burgen bekannte und historisch relevante Region Northumberland ist ein beliebtes Ziel für Wanderer. Das mediterran anmutende Cornwall im äußersten Südwesten überzeugt auch England-Skeptiker. Hier säumen zahlreiche Strände und hübsche Fischerdörfer wie Mousehole oder St.Ives die Küstenlinie. Ein Highlight ist der South West Coast Path, der auf insgesamt 476 Kilometern Cornwall umrundet. Doch auch kürzere Abschnitte sind machbar und nicht weniger spannend. So ist zum Beispiel die 3,5 Kilometer lange Klippenwanderung von Lizard Point zur Bucht Kynance Cove empfehlenswert

Dänemark

Das dänische Königreich verfügt über eine Küstenstrecke von mehr als 7.300 Kilometern und rund 400 Inseln, darunter Bronholm, Samsö oder Seeland in der Ostsee. Kein Wunder also, dass Dänemark mit einer Vielzahl an einsamen Stränden punkten kann. Fans langer Buchten und wilder Natur zieht es insbesondere nach Westjütland. Doch auch die süddänische Nordsee wartet mit kilometerlangen Stränden und sanften Dünen auf. Besucher der Region können diese am besten mit dem Fahrrad erkunden. Hierfür wurden zahlreiche schöne Panorama-Routen angelegt, deren Strecke bis zu 50 Kilometer betragen kann. In Nordjütland treffen hingegen Nord- und Ostsee aufeinander. Hier können Urlauber mit besonders vielen Sonnenstunden, blühenden Heidelandschaften, Wäldern und Steilküsten rechnen

Alaska

Der größte Bundesstaat der USA gilt für Viele als die letzte große Wildnis der Erde. Nicht ohne Grund stehen zwei Drittel Alaskas unter Naturschutz. Es gibt nicht weniger als 17 Nationalparke. Die ungezähmte Landschaft

bietet rund 400 Vogelarten einen Lebensraum – aber auch

Bären, Wölfe, Büffel und Elche. Besucher des Bundesstaates schwärmen von faszinierende Gebirgsketten, Seen, Gletschern und wilden Flüssen. Wer die gesamte Bannbreite Alaskas auf einer Tour erleben möchte, begibt sich auf eine Bootstour auf dem 70 Kilometer südlich von Juneau gelegenen Tracy Arm Fjord. Er hat eine Länge von mehr als 50 Kilometern und verfügt über bis zu 1.000 Meter hohe Felswände, Gletscher und Wasserfälle

Baltikum

Die an die Ostsee grenzenden baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen landen auf Platz zehn. Kulturinteressierte besuchen das mittelalterliche Tallin in Estland, dessen Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Ein landschaftliches Highlight ist die romantische Seenlandschaft Litauens mit unzähligen kleinen Inseln und dichten Wäldern. Doch auch die Nationalparke Lahemaa und Gauja begeistern. Der an der Nordküste Estlands gelegene Lahemaa heißt übersetzt „Land der Buchten“ und macht seinem Namen alle Ehre. Hier befinden sich zahlreiche Strände, Hochmoore und Flüsse. Er ist außerdem eines der wichtigsten Waldschutzgebiete Europas und bietet Bären, Elchen und Wildschweinen einen Lebensraum. Der Gauja Nationalpark befindet sich in Lettland und ist nach dem längsten Fluss des Landes benannt. Vor allem sein Verlauf im bis zu 90 Meter tiefen Urstromtal bietet seinen Betrachtern eine malerische Kulisse

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