Städtereise: Berlin

Die Hauptstadt macht ihrem Ruf als Hochburg der Kreativen alle Ehre: Restaurants werden zu spektakulären Designwelten, Kunst und Musik gehen spannende Verbindungen ein

Wohnen

Im denkmalgeschützten Bau des Ellington Hotels (1) residierte bis 1933 ein legendäres Ballhaus, in den Siebzigern tanzten Bowie und Zappa hier, da hieß er "Dschungel". Heute präsentieren sich die Räume modern mit Flachbildschirmen und weißen Möbeln; an den Glamour von einst erinnern noch Messing und Stuckverzierungen im Foyer (Nürnberger Str. 50–55, Tel. 030-68 31 50, www.ellington-hotel.com).

Ganz in Weiß gehalten sind auch die eleganten Apartments des Lux 11 (2) , in denen sich die Gäste wie zu Hause fühlen sollen. Wer nicht selbst kochen möchte, kann im Erdgeschoss äußerst stilvoll speisen (siehe Tipp 4). GEO SAISON hat das Haus zu Europas drittbestem Design-Hotel gekürt, siehe Heft 2/07 (Rosa-Luxemburg-Str. 11, Tel. 030-936 28 00, www.lux11.com).

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Essen und Trinken

Asiatische Restaurants mutieren in Berlin zunehmend zu spektakulär eingerichteten Clubräumen. Im Koi (3) speisen die Gäste auf rasant geschwungenen roten Polstermöbeln; die Gerichte können sie mit einem Tischgrill auch selbst zubereiten (Chausseestr. 11, Tel. 030-23 45 58 56, www.koiberlin.de).

Höchste Ansprüche erfüllt das shiro i shiro (4) im Hotel "Lux 11": Die Küche ist einfallsreich, das blau-weiße Interieur extravagant, der Promifaktor hoch – Sharon Stone und Mick Jagger waren auch schon hier. Das hat seinen Preis (Rosa-Luxemburg-Str. 11, Tel. 030-97 00 47 90, www.shiroishiro.com).

Jeder Tisch im Restaurant Kadima (5) ist einer jüdischen Persönlichkeit gewidmet; regelmäßig finden Vorträge, Konzerte und Lesungen statt. Israelische und russische Küche (Oranienburger Str. 28, Tel. 030-27 59 42 51, www.kadima-restaurant.com).

Einkaufen

Spötter sagen, The Corner Berlin (6) sei eine anbiedernde Kopie des Pariser Kultkaufhauses Colette. Die Fans der Boutique erfreuen sich an der Eleganz der Räume, in denen u. a. exklusive Kleidung, Kosmetik, Schmuck und Bücher verkauft werden (Französische Str. 40, Tel. 030-20 67 09 40, www.thecornerberlin.de).

Das Sortiment an Accessoires im Über Store (7) wechselt alle drei Monate und widmet sich jeweils einem Thema. Dieses Jahr stehen noch "Verführung" und "Fernweh" auf dem Programm (Auguststr. 26 a, Tel. 030-66 77 90 95, www.ueber-store.de).

Ansehen

In der internationalen Kunstszene gewinnt Berlin an Bedeutung: Die New Yorker Galerie Goff + Rosenthal (8) hat nun eine Zweigstelle eröffnet. Schwerpunkt: junge zeitgenössische Kunst aus den USA und aus Europa (Brunnenstr. 3, Tel. 030-43 73 50 83, www.goffandrosenthal.com.).

Ausgehen

Zu den derzeit spannendsten Kulturstätten in Berlin zählt das Radialsystem V (9) , ein frei finanziertes Tanz- und Musikhaus am Spreeufer. In dem ehemaligen Pumpwerk wurden zwei Veranstaltungshallen und drei Proberäume eingerichtet. Vielfalt bestimmt das Programm: Alte Musik und zeitgenössischer Tanz, Klassik-Konzert und Neue Medien – alles ist möglich (Holzmarktstr. 33, Tel. 030-288 78 85 88, www.radialsystem.de).

Das Partyvolk atmet auf – es gibt wieder das Cookies (10) . Die fünfte Auflage des legendären Clubs residiert jetzt im ehemaligen französischen Kulturinstitut. Die Stimmung ist gut wie eh und je – da kümmert es keinen, dass die Stammgäste der ersten Stunde mittlerweile graue Haare haben. Kenner behaupten: Hier tanzen die schönsten Frauen der Stadt (Friedrichstr. 158–164, www.cookies-berlin.de. Di und Do ab 21 Uhr).

Ein Cocktail wäre Ihnen lieber? Dann verbringen Sie den Abend doch in der Bar des Solar (11) im 17. Stock. Die bodentiefen Fenster bieten den sicherlich aufregendsten Ausblick über die Stadt (Stresemannstr. 76, mobil 0163-765 27 00, www.solarberlin.com. Tägl. ab 18 Uhr).

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