Jordanien: Natürlich in Bewegung

Viele denken bei Jordanien an endlose Wüsten und karge Ausgrabungsstätten, aber auch für Aktivurlauber hat das Land einiges zu bieten: Trekkingpfade mit grandiosen Aussichten, Klettersteige und Reservate für Öko-Touristen

Trekking im Wadi Mujib

Das Flüsschen Mujib hat sich vom Hochland hinunter zum Toten Meer einen immer tiefer werdenden Canyon gegraben. Der größte Teil seines Laufs wurde zum Mujib-Naturreservat erklärt – das tiefste der Erde. Es erstreckt sich vom 900 Meter hohen oberen Rand des Großen Grabenbruchs (dieser reicht vom Jordantal bis Ostafrika) bis zum Toten Meer etwa 410 Meter unter dem Meeresspiegel. Besonders die Schlucht des "Grand Canyon" Jordaniens, wie er auch manchmal genannt wird, kann man bestens per Trekking erobern. Eine der vielen abenteuerlichen Touren, die dort möglich sind geht direkt durch das Flussbett und bietet daher im Sommer eine willkommene Abkühlung.

Mehr über das Tote Meer lesen Sie hier.

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Wadi Mujib

Wandern im Naturreservat Dana

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Grandiose Landschaft im Naturreservat Dana

Das relativ wasserreiche Wadi Dana fällt steil von 1500 Meter auf 150 Meter unter das Meeresniveau ab und durchläuft dabei drei Vegetationszonen. Die zum Teil schwer zugängliche Felslandschaft bewahrte die Fauna und Flora vor Raubbau; über 600 Wildpflanzen- sowie 250 Tierarten sind immer noch heimisch. Ganz unten, im Wadi Feinan, wurde von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert Kupfer abgebaut. Noch heute kann man uralte Minen besichtigen und mit den Beduinen Feinans in Kontakt kommen. Endlose, teils anspruchsvolle Wanderungen bezaubern mit weiten Sichten und üppiger Natur. Die Unterkünfte am tiefsten Punkt wie auch oben im Dorf Dana sind nach umweltfreundlichen Kriterien gebaut und mit den Wanderwegen verbunden. Unterwegs lassen sich mit etwas Glück Vögel und Vierbeiner wie Antilopen entdecken.

Kameltouren und Zeltübernachtungen im Wadi Rum

Am Eingang eines unvergleichlich faszinierenden Wüstentals steht ein rotbraunes Felsmassiv, dessen runde Flanken ihm den Namen "Sieben Säulen der Weisheit" einbrachten. Die Giganten aus steilen, nahezu senkrecht abfallenden und geradewegs im Sand verschwindenden Felsen begleiten den Besucher bis weit in die Wüste hinein, sie machen das eigentliche Wadi Rum aus. In dem 7000 Quadratkilometer großen Gebiet findet sich auch Jordaniens höchster Berg, der Jebel Um ed-Dami mit 1854 Metern. Wer die Wüste selbst erkunden will, bucht am Visitor Center eine geführte Wüstenwanderung, eine Kameltour oder einen Trip mit dem Geländerwagen. Die Beduinen betreiben traditionelle Zeltlager in der Wüste, in denen sie ihre zahlenden Gäste bekochen. Man sitzt bei Beduinen-Musik bis tief in die Nacht unterm blinkernden Sternenzelt und schläft der Romantik wegen meist vor dem Zelt unter freiem Himmel. Tipp: Denken Sie an warme Kleidung, sobald die Sonne untergeht, sinken die Temperaturen rapide und es wird empfindlich kühl.

Lesen Sie hier mehr über das "Goldene Dreieck" .

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Wadi Rum

Wander- und Kameltrecks Wadi Rum

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Kameltreks

Im Wadi Rum können Gäste Touren aller Art in die nahe Wüsten-Bergwelt unternehmen. Wer Lust auf mehr hat oder sie hier bekommt, kann Wanderungen oder Kameltrips bis nach Petra machen, sie dauern in aller Regel zwischen zehn und 14 Tagen. In dieser Zeit lernt man viel über Landschaft und Leute; nicht zuletzt, weil die Anbieter der Trips profunde Kenntnisse der Natur mitbringen und auch sorgsam mit ihr umgehen. Buchbar im Visitor Center im Wadi Rum.

Baden in Aqaba

Ganz im Süden, an Jordaniens einzigem Zugang zum Roten Meer, liegt Aqaba, die Hafen- und die Badestadt des Landes. Den nur etwa 25 km langen Küstenstreifen bis zur Grenze Saudi-Arabiens teilen sich Luxushotels, Sonnenanbeter, zwei Häfen und schließlich, über die längste Strecke, Taucher, Schnorchler und Badegäste. Hier, unter der Wasseroberfläche, liegen die größten Attraktionen der quirligen Stadt: äußerst fischreiche Tauchgründe mit gut erhaltenen Korallenriffs und einem Wrack. Viele Taucher schwärmen von der Unberührtheit und Artenvielfalt, die sich vor allem deswegen erhielt, weil die Küstenlinie frühzeitig unter Naturschutz gestellt wurde.

Lesen Sie hier mehr über das "Goldene Dreieck".

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Aqaba

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