Verhaltenstipps für Jordanien

Fremde Länder, fremde Sitten - heißt ein Sprichwort. Damit Sie das Verhalten der Menschen in Jordanien richtig zu deuten wissen und selbst in kein Fettnäpfchen treten: einige Dos and Don'ts

Keine Shorts - keine Minis

So gemütlich sie auch für die meisten Westler sind, in Jordanien haben sie nichts zu suchen: die Männershorts. In Jordanien legen die Menschen großen Wert auf gepflegte Kleidung und das Tragen von kurzen Hosen ist in den Augen jordanischer Männer lächerlich.

Frauen sollten sich wie überall in der arabischen Welt nicht allzu freizügig kleiden. Obwohl liberal und tolerant, handelt es sich um ein islamisches Land. Auf Träger-Shirts, Miniröcke und tief dekolletierte Oberteile sollte man deshalb verzichten. In Petra, Aqaba und in internationalen Hotels allgemein ist man mit westlichen Sitten besser vertraut, weshalb hier sowie in den modernen Stadtvierteln von Amman (Shmisani, Abdoun) ein weitgehend westlicher Kleidungsstil üblich ist.

Austausch von Zärtlichkeiten

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Einheimische Paare wird man wie überall in der arabischen Welt auch auf Jordaniens Straßen nicht erkennen. Sie halten nicht wie bei uns Händchen oder geben sich Küsse in der Öffentlichkeit. Das sollte man auch als höflicher Tourist vermeiden und sich mit dem Austauschen von Zärtlichkeiten zurückhalten.

Reisen während des Ramadans

Der Ramadan, der Fastenmonat, ist für Muslime eine besondere Zeit. Sie fasten vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang – tagsüber wird weder gegessen, noch getrunken oder geraucht. Wer sich während dieser Wochen in Jordanien aufhält, muss selbstverständlich nicht ebenfalls fasten, sollte aber in der Öffentlichkeit das allgemeine Essensverbot respektieren. Man ist tolerant: Trinken und Rauchen in den touristischen Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten sind kein Problem. In Hotels und touristischen Restaurants werden Ihnen Speisen und Getränke wie gewohnt serviert.

Schuhe aus in Moscheen

Nicht alle Moscheen im Land sind für ausländische Besucher geöffnet. Bevor man also eine Moschee betreten möchte, sollte man sich unbedingt erkundigen, ob es überhaupt erlaubt ist. Falls ja, zieht man die Schuhe vor dem Eingang aus. Männer tragen lange Hosen, Frauen bedecken Arme, Schultern, Beine und tragen Kopftuch. In großen, touristischen Moscheen werden die Tücher meist am Eingang ausgeliehen.

Feilschen

Wer auf einem der traditionellen Märkte in Jordanien einkaufen geht, sollte Zeit mitbringen. Nicht nur, weil das Angebot in aller Regel sehr vielfältig ist, sondern auch, weil hier um Preise gefeilscht wird – geradezu erwartet wird. Und das kann dauern – macht aber unglaublich viel Spaß. Die goldene Regel lautet dabei: Nur feilschen, wenn man etwas auch wirklich kaufen möchte. In modernen Geschäften sind die Preise dagegen nicht verhandelbar, hier gilt die Zahl auf dem Preisschild.

Fotografieren

Gehen Sie beim Fotografieren von Menschen sensibel vor. Nicht jeder möchte gerne abgelichtet werden, daher sollte man immer vorher fragen, bevor die Kamera auf jemanden gerichtet wird. Verboten ist das Ablichten von militärischen Gebäuden.

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Schönes Motiv: Jordanische Kinder

Gastfreundschaft

Gastfreundschaft ist für Jordanier nahezu eine Selbstverständlichkeit bzw. ein islamisches Gebot. Besonders bei den Beduinen in den kargen Wüsten war es eine "heilige Pflicht", Gäste fraglos aufzunehmen und zu versorgen. Dieses Verständnis von "Abrahams Gastfreundschaft" hält sich bis heute. Besucher hören den Satz "Ahlan wa Sahlan fil Urdun", was soviel heißt wie "Willkommen in Jordanien" oft und ernst gemeint. Kein Wunder, dass man sich schnell wohl fühlt.

Jordanien
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