Städtereise: Hamburg

Tanker zählen, Torte essen und die Stadt von morgen sehen: Wo man Häuser entdeckt, die es noch nicht gibt, Currywürsten nachläuft und zwischen Elefanten übernachtet. Wir geben Tipps für einen Stadtbummel

Rumkommen: Auf den neuen, Hamburg- roten Leihfahrrädern erkundet man die Stadt gesund und umweltfreundlich. Leihstationen gibt es in der gesamten Innenstadt. Die Einrichtungsgebühr von fünf Euro wird mit den Fahrten verrechnet, und die erste halbe Stunde ist stets kostenlos (www.stadtradhamburg.de).

Städtereise: Hamburg

Kein Hamburg-Besuch ohne einen Bummel am Jungfernstieg. Im Sommer lohnt sich das vor allem abends

Ansehen: Zur Internationalen Bauausstellung (IBA) entstehen bis 2013 vor allem in Wilhelmsburg Entwürfe für die "Metropole der Zukunft". Deutschlands größte Flussinsel ist bei Touristen noch wenig bekannt, aber Fatih Akins Erfolgskomödie "Soul Kitchen", die hier spielt, und die IBA könnten das ändern. Schon jetzt gibt die Werkstattschau IBA at work (1) einen Überblick über die rund 40 spannenden Projekte. Auf Touren per Boot, Rad oder zu Fuß kann man schauen, wie weit die Baustellen sind (schwimmendes IBA Dock, Müggenburger Zollhafen, www.iba-hamburg.de). Auf den Spuren von Uwe Timms Buch "Die Entdeckung der Currywurst" führt ein neuer Stadtspaziergang durch das Viertel um den Großneumarkt (2). Mit Hilfe von Textpassagen, historischen Fotos und Erläuterungen bringt er Besuchern die Geschichte des ehemaligen Kleine-Leute-Viertels und seiner auch jüdischen Bewohner näher. Zum Schluss gibt’s natürlich ’ne Currywurst (Tel. 040-27 80 96 88, www.viakultura.de).

Einkaufen: Mini-Textmarker, Taschen und Döschen für unterwegs: Auch in Hamburg eröffnete jetzt die japanische Kultmarke Muji (3) einen Shop. Endlich müssen wir die praktischen, puristischen Reisebegleiter nicht mehr aus Berlin oder Madrid mitbringen! (Große Bleichen 31)

Wohnen: Beneiden kann man die Frau, die fürs Lindner Hotel Hagenbeck (4) drei Monate reisen durfte, um das Haus mit Kunst- und Alltagsgegenständen zu gestalten. Mitgebracht hat sie Bettpfosten der Tuareg, eine Krokodil-Bank und eine Herde Elefanten-Skulpturen. Die Etagen des kolonial-exotischen Hotels sind verschiedenen Kontinenten gewidmet. So kann man in Afrika schlafen, bevor man gleich nebenan im Zoo echte Giraffen und Löwen besucht (Hagenbeckstr. 150, Tel. 040-800 80 81 00, www.lindner.de). Über ihrer Teestube, einem Klassiker in Blankenese, vermietet Familie Lühmann (5) jetzt zwei Doppel- und zwei Einzelzimmer. Man hat es sehr nah zur Elbe und noch näher zu den köstlichen Scones – die britischen Hefeteigbrötchen sind eine Spezialität des Hauses (Blankeneser Landstr. 29, Tel. 040-86 34 42, www.luehmanns-teestube.de). Längst nicht so kuschelig, dafür zentral in St. Georg gelegen, ist das neue, dritte Budget-Hotel der Kette Motel one (6) am Steindamm (Tel. 040-41 92 49 70, www.motel-one.com).

Essen: In der Desserterie Prinsessan (7) besteht das Drei-Gänge-Menü allein aus Süßspeisen: Käsekuchen mit Kürbiskompott an Kürbiskernöl-Eis etwa (Hofweg 63, Tel. 040-41 34 69 99, www.prinsessan.de Mo geschl.). Deftiger geht’s in der Bullerei (8) zu, dem Restaurant von Tim Mälzer. In einer historischen Viehhalle am Schlachthof, die aussieht, als wäre die Renovierung noch nicht ganz abgeschlossen, tischt sein Team mittags unprätenziös Gerichte der Saison auf. Abends wird es ein bisschen edler und teurer. Nett ist es immer (Lagerstr. 34 b, Tel. 040-33 44 21 10, www.bullerei.com ). Wenn es noch Omas gäbe im Szeneviertel "Schanze", sie gingen Kaffee trinken bei Herrn Max (9): Kuchen und Torten zum Niederknien (s. o.: auch mal in Busform), Sofas zum Versinken, ein erstklassiger Blick auf die Flaniermeile Schulterblatt und Kurse zum Nachbacken (Schulterblatt 12, Tel. 040-69 21 99 51, www.herrmax.de; Termine auf Anfrage)

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