Mallorca Kleine Strandkunde

Einsam, wild, romantisch - an diesen Stränden Mallorcas finden Sie den schönsten Sand, die ruhigste Bucht und nur wenige Touristen. Elf Geheimtipps an der Küste
Kleine Strandkunde

Der Weg zur Cala Torta ist eine zehn Kilometer lange, holprige Zumutung. Dafür bleibt man allein mit dem Meer und der Natur

1 Der Club am Strand: Beachclub Virtual. Dies ist der Club mit dem schönsten Meerzugang, in Sichtweite zum weißen Strand von Illetes. Treppen führen von den Felsterrassen ins Meer; Kinder sind willkommen. Tel. 971-70 32 35, www.virtualclub.es

2 Portals Vells - freie Auswahl: Drei schmale, tief eingeschnittene Buchten gibt es hier, umgeben von Felsen und Pinien, an der Südwestküste mit einem Wasser, dem man auf den Grund sieht. Erreichbar sind sie auf sehr holpriger Piste von Magalluf aus. Schwer zu entscheiden, welcher Strand lieblicher ist: der intime Platja del Mago, offizieller Nacktbadestrand; der abgeschiedenere Platja del Rei, zu Fuß von Mago aus zehn Minuten entfernt, oder doch der größte der drei, Sa Platgeta, ebenfalls mit Restaurant und beliebt bei Seglern, die in der Bucht vor Anker gehen.

3 Felsenbucht mit Bar: Cala de Deià. Grobe Kiesel bedecken den Strand, und er ist recht klein, aber sehr romantisch, wenn man in der Strandbar auf der Felsnase sitzt. Tipp: Zu Fuß vom Dorf auf alten Eselswegen hinuntergehen – ein Spaziergang durch eine wundervolle Küstenlandschaft.

4 Abkühlung am wilden Cap: Cala Figuera. Erstaunlich leer ist dieser Strand, ein tiefer Meereseinschnitt, eingerahmt von Mastixsträuchern, Zwergpalmen und Pinien. Von der Straße Port de Pollença zum Cap de Formentor (beschildert) über einen holprigen Pfad

5 Göttliches Naturdesign: S’Illot. Ein Kieselstrand auf der Halbinsel Victoria, beliebt bei Einheimischen. Daneben befinden sich ein Picknickplatz und eine kleine Bar. Tipp: Nach dem Baden weiterfahren auf der Küstenstraße bis zur Ermita de la Victoria, leicht oberhalb liegt ein Restaurant mit spektakulärem Blick. Wer noch bleiben möchte: Die Ermitage ist zum schlichten Hotel mit Blick auf die Bucht von Pollença umgebaut. Für absolute Einsamkeitsfanatiker. Montags geschlossen. www.lavictoriahotel.com

6 Beachlife bei den Dünen: Cala Agulla. 500 Meter langer Strand mit Dünen bei Cala Rajada, dahinter Kiefernwälder. Strandbars und Liegen, Tauchschule, Lifeguards. Im Sommer kann es voll werden, aber im nördlichen Abschnitt findet man auch dann noch ein ruhiges Plätzchen, sogar unter einer Pinie. In diesem Sommer soll der Strand um 15 Meter breiter werden, dafür werden 30 000 Tonnen Sand aufgeschüttet. Tipp: In der versteckt liegenden, felsigen Bucht Cala Moltó, zu Fuß über einen schmalen Pfad zu erreichen, hat keiner etwas dagegen, wenn die Hüllen fallen. Sich vom Glück berieseln lassen Der Weg zur Cala Torta ist eine zehn Kilometer lange, holprige Zumutung. Dafür bleibt man allein mit dem Meer und der Natur.

7 Hinter Artà wird es ganz still: Cala Torta. Zehn Kilometer Holperstrecke sind von Artà aus zu überstehen, aber die Fahrt lohnt sich: Dies ist ein prächtiger Strand mit Dünen und Felsen als Umrahmung – und nichts weiter als einer Holzbar. Im Sommer überwacht, hier gibt es öfter starke Strömungen. Wer es noch ruhiger mag, wandert mindestens eine Stunde über Felsen und Klippen weiter zur Cala Matzoc.

8 Nur Wanderer finden diese Bucht: Cala Varques. Recht klein, nur etwa 70 Meter breit, aber zauberhaft, von sattgrünen Wäldern umgeben, heller, feiner Sand. Nie voll, auch Kinder können gut ins Wasser. Keine Gastronomie, viele junge Leute. Der Weg ist nicht einfach zu finden: Von Portocristo an der Ostküste nach Süden Richtung Portocolom (am Kreisverkehr den Tankwart nach der richtigen Abzweigung fragen), vor dem Herrenhaus Son Forteza links bis zum Eisentor am Ende des Weges. Das gesicherte Tor einen Spalt weit öffnen und noch 15 Minuten zu Fuß laufen bis an den Strand.

9 Weißer Sand am Naturpark: S’Amarador. Laut dem Online-Portal onbeach.com der schönste Strand Europas – wobei vor allem Kriterien wie Sauberkeit, Einrichtungen, Wasserqualität zählten. Deshalb ist die weiße Sandbucht an der Südostküste sehr beliebt bei Familien. Ranger wachen darüber, dass niemand in die abgesperrten Dünengebiete des Naturparks latscht. Man kann aber in die gegenüberliegende Mondragó-Bucht gehen oder schwimmen, dort gibt es Duschen und zwei Restaurants.

10 Selbst ist der Strandläufer: Cala s’Amonia/Cala Moro. Die Hinweisschilder werden regelmäßig abmontiert, damit der Weg möglichst schwer zu finden ist. Zu diesen beiden Buchten bei Santanyí führen rund 120 Treppenstufen. Dann geht man zuerst an der Cala s’Amonia mit den Fischerhäuschen vorbei über ein spärlich mit Agaven und Sträuchern bewachsenes Plateau. Man blickt die ockerfarbene Steilküste hinunter: karibisch schimmerndes Wasser, blendend weißer Sand, dazwischen ein paar Felsen an der Cala Moro. Jüngeres Publikum, kein Service. Zu erreichen über Cala Llombarts, vor der Ortseinfahrt rechts in eine Nebenstraße einbiegen, dann durchschlängeln Richtung Meer.

11 Einsamkeit am Leuchtturm: Caló des Màrmols. Eine gute Stunde dauert die Wanderung vom Leuchtturm am Cap de ses Salines (nach links mit dem Blick zum Meer), immer an der Küste entlang, über Felsen und Klippen, durch einen trockenen Flusslauf, dann hinunter an die Bucht. Der Sand ist wie Seide, das Wasser eine Wonne, fast unwirklich klar. Wer nicht ganz so weit gehen will: Vom Leuchtturm aus nach rechts erreicht man auf einem einfachen Wanderweg in einer halben Stunde den Platja d’es Caragol, einen langen weißen Sandstrand mit Dünen.

Mallorca
Klimadaten im
  • Temperatur:
  • 24.0 °C max/14.4 °C min
  • Niederschlag:
  • 19 mm
  • Regentage:
  • 5
  • Sonne:
  • 68 %
Wetter
Aus der GEO-Reisecommunity
GEO Reise-Newsletter