Städtereise Städtereise: Warschau

Altstadtflair meets Plattenbau. Schlafen im Plüsch- oder Stalin-Stil, coole Clubs, viel Geschichte und Kunst: Polens Hauptstadt ist ein spannendes Pflaster

Übernachten

Służewiec Hostel. Das sehr preiswerte Hotel ist in einer realsozialistischen Mietskaserne der Sechzigerjahre untergebracht. Wer das polnische Plattenbau-Gefühl testen will, liegt hier richtig, Komfort-Liebhaber eher nicht. Ul. Bokserska 36, Tel. 207 90 00, www.puhit.pl ; DZ ab 45 Euro

Castle Inn. Optimal gelegenes Art-Hotel der Mittelklasse mit Blick auf Schlossplatz und Sigismundsäule. Mögen Sie den Surrealismus von Magritte? Wohnen Sie gern wie ein indischer Maharadscha, im Oma-Plüsch oder wie in Kulissen aus Krzysztof- Kieślowski-Filmen? Warschauer Designer haben jeden Raum individuell gestaltet und das wohl kreativste Hotel am Ort geschaffen. Ul. Świętojańska 2, Tel. 425 01 00,

www.castleinn.pl ; DZ ab 65 Euro

Hotel Rialto. Kleines, sehr hübsches Boutique-Hotel, im Art-déco- Stil renoviert. Das Mobiliar wurde aus ganz Europa mit viel Liebe zum Detail zusammengetragen oder nachgebaut. Reichhaltiges Frühstücksbuffet. Ul. Wilcza 73, Tel. 584 87 00,

www.rialto.pl ; DZ ab 80 Euro

Le Regina. Das Luxushotel wirkt von außen wie ein italienischer Palazzo. Hinter den schattigen Arkaden verbergen sich gelungen modern designte Zimmer mit Parkettböden und ein schöner Pool. Das "Regina" gehört zu den edelsten Hotels Warschaus, sein Restaurant "La Rotisserie" bietet definitiv die beste Gourmet-Küche der Stadt. Ul. Kościelna 12, Tel. 531 60 00,

www.leregina.com ; DZ/F ab 97 Euro

Essen und Trinken

La Rotisserie. Spitzenrestaurant im Hotel "Le Regina". Feinschmecker geraten ins Schwärmen, wenn Pawel Oszczyk sein Degustationsmenü auffährt. Der Küchenchef hat eine ganz eigene polnisch-italienisch-französische Fusion entwickelt. Sein Rehlendenbraten mit Pflaumen-Anis-Kompott und kopytka (Kartoffelklößchen) ist ein Gedicht. Im "Le Regina".

Biały Domek. Etwas abseits vom Zentrum gelegene Gaststätte mit polnischen Spezialitäten nach Großmutters Rezepten. Ländlich-nostalgisches Interieur; etwas kitschig, aber bodenständig und nicht teuer. Besonders zu empfehlen: Entenbraten in Rotweinsauce mit karamellisierten Äpfeln. Ul. Andrzeja Boboli 11, Tel. 646 02 10, www.restauracjabialydomek.pl

Restauracja Hektor. Ein schmuckloses Wirtshaus, in das sich nur selten Touristen verirren. Einheimische schätzen die deftige polnische Küche in großzügigen Portionen, die für ein Lokal im Zentrum sehr günstig sind. Ein riesiges Schweineschnitzel gibt’s schon für 14 Złoty (ca. 3,50 Euro). Ul. Świętokrzyska 34, Tel. 620 54 45

Blikle Café. Konditorei, Feinkostladen und Kaffeehaus an der Flaniermeile Nowy Świat, im Jahre 1869 von einem Zuckerbäcker mit Schweizer Wurzeln gegründet. Das Café mit den tannengrünen Stofftapeten gehört zu den Institutionen des Warschauer Bürgertums. Unbedingt probieren: paczki, köstliche, mit Hagebuttenmarmelade gefüllte Krapfen. Ul. Nowy Świat 35, Tel. 826 05 69, www.blikle.pl

Między Nami Café. Warschau-Schicki-Micki: Hier chillen Stylisten, Models, Fotografen und Adabeis. Lauschige Terrasse, megacoole Lounge- Beschallung; das Essen ist aber eher mittelmäßig. Ul. Bracka 20, Tel. 828 54 17, www.miedzynamicafe.com

Unternehmen

Muzeum Powstania Warszawskiego. Dieses multimediale Geschichtsmuseum ist ein absolutes Muss. Es dokumentiert den Aufstand der Warschauer gegen die deutschen Besatzer und die tragischen Schicksale der Menschen. Hier werden deutschen Besuchern die Verbrechen der NS-Zeit drastisch vor Augen geführt. Vor allem am Wochenende lange Wartezeiten. Aber die Geduld lohnt schon allein für den erschütternden Kurzfilm "Miasto ruin" über das total zerstörte Warschau. Ul. Grzybowska 79, Tel. 539 79 05, www.1944.pl ; dienstags geschlossen

Łazienkowski-Park. Der königliche Park ist die schönste Grünanlage im Herzen der Hauptstadt. Auf verschlungenen Spazierwegen entdeckt man das Biały Domek, das Liebesnest von König Poniatowski, die Alte Orangerie und das neoklassizistische "Palais auf dem Wasser". Und natürlich die pompös geratene Jugendstil-Skulptur für den Nationalmusiker Fryderyk Chopin – für Musikfreunde Pflicht. Ul. Agrykoli 1, Tel. 506 01 01, www.lazienki-krolewskie.pl ; die Gebäude sind montags geschlossen

Pałac Kultury i Nauki. Den Kulturund Wissenschaftspalast, einen Koloss im realsozialistischen Zuckerbäckerstil, nannten die Warschauer spöttisch "Stalinstachel". Auf der Ostseite befinden sich die Lifte, die zur Aussichtsplattform im 30. Stock führen – mit atemberaubendem Rundblick über die Stadt. Plac Defilad 1, Tel. 827 80 68, www.pkin.pl

Nowy Wspanialy Świat. Die "Schöne neue Welt" ist das lebendigste Kulturzentrum der Stadt. Beinahe jeden Tag finden Lesungen, Debatten, Konzerte, Film- oder Videovorführungen statt, zudem gibt es spektakuläre Ausstellungen. Das sehenswerte Café mit den Säulen ist der Lieblingstreffpunkt der kritischen Geister in Warschau. Ul. Nowy Świat 63,

www.krytykapolityczna.pl

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Stachelriese: Der Kulturpalast aus der Sozialismus-Ära ist Warschaus - wenig geliebtes - Wahrzeichen

Ausgehen

Panorama Bar. Lounge im 40. Stock des "Marriott"-Hotels, glamouröses Dekor, nicht ganz billige Cocktails und der spektakulärste Blick auf den Kulturpalast und das nächtliche Warschau. Al. Jerozolimskie 65/79, Tel. 630 63 06, www.panoramabar.pl

Platinium. Der exklusivste Club der Hauptstadt in einer ehemaligen Bankfiliale, Treffplatz der Schönen und Neureichen – mit gnadenlosen Türstehern. Ul. Aleksandra Fredry 6, Tel. 596 46 66, www.platiniumclub.pl ; Mo/Di geschlossen

Einkaufen

Likus Concept Store. Die erste Shopping-Adresse in Warschau, schwören Modefans. Alexander McQueen, Damir Doma, Jimmy Choo – viele namhafte und teure Labels sind vertreten. Der Store befindet sich in einem ehemaligen Bad aus dem frühen 20. Jahrhundert und hat ein gutes Restaurant, in dem oft Champagner- Seligkeit herrscht. Ul. Krakowskie Przedmieście 16–18, Tel. 22- 492 74 02, www.likusconceptstore.pl

Lesen

Warschau von Magdalena Niedzielska und Jan Szurmant, Michael Müller Verlag 2010, 14,90 Euro. Gebrauchsfreundlicher Reiseführer mit allen wichtigen Infos.

Warschau von Grzegorz Piątek und Jarosław Trybuś, Schröderscher Buchverlag 2009, 15,95 Euro. Das themenbezogene Vademecum vertieft fachkundig Warschaus Geschichte, Architektur, Kunst, Musik.

Viva Polonia. Als Deutscher Gastarbeiter in Polen von Steffen Möller, Fischer TB, 9,95 Euro. Der im Nachbarland erfolgreiche deutsche Kabarettist erklärt Polen – amüsant und lehrreich.

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