Städtereise Toronto entdecken

In Kanadas größter Stadt spaziert man durch die Luft, geht unterirdisch shoppen, bestaunt Schuhe im Museum und Bienenstöcke auf dem Hoteldach. Eine Gebrauchsanweisung
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Das Distillery-District ist das Szene-Viertel der kanadischen Millionenmetropole

ANSEHEN

"Toronto ist New York – aber von Schweizern geführt", befand der Schauspieler und Autor Peter Ustinov einst. Kommt hin: Die Hauptstadt der Provinz Ontario hat einen Schachbrett-Stadtplan, eine glitzernde Skyline und die Lage am Wasser. Das alles allerdings in luftiger "Small Apple"-Version: Nicht so hoch, nicht so eng, leiser, sauberer und eben oft bestens organisiert. Shopping ohne Regen und Abgase? Kein Problem und im Wortsinne downtown, denn die größte Stadt Kanadas hat eine 28 Kilometer lange unterirdische Fußgängerzone namens Path mit 1200 Geschäften – Weltrekord! Sehr hoch und weit hinaus trauen sich Waghalsige beim Edgewalk und gehen die Kante der 356 Meter hohen Außenplattform des CN-Tower entlang, nur vom Sicherheitsseil gehalten (Front St. West 301, www.edgewalkcntower.ca).

Viele Sightseeing-Spots liegen außerhalb der City. Hin kommt man prima per Red Rocket, der trotz ihres Namens gemütlichen und rumpeligen Straßenbahn (www.ttc.ca). Die Linie 506 etwa quietscht und kurvt an der College Street um die halbe Welt: durch Little Italy und Chinatown bis ins Polen-Viertel an der Roncesvalles Avenue

Links der Schlenderstraße lockt eine viktorianische "My-home-is-my-castle"- Seligkeit mit Veranden, Fachwerk und Säulenportalen, rechts Cafés, Kneipen und Läden. Mari Cla Ro etwa, wo es spezielle Abwrackprämien gibt: handgenähte Taschen, Portemonnaies und Rucksäcke aus Sitzbezügen und Gurten, die der Zwickauer Recycling-Experte Sven Schlegel aus Schrott-Autos herausschneidet (Roncesvalles Ave. 457, www.mariclaro.ca). Torontos Südrand ist das Ziel für Skyline-Gucker, Radler und Strandfans.

Centre Island und Ward's Island bieten fünfzehn Fährminuten jenseits der City Naherholung pur (ab Queens’ Quay, www.toronto.ca). Richtung Norden sollte fahren, wer Frauen vom Schuhkauf ablenken will: Nur gucken, nicht anfassen, gilt im Bata Shoe Museum das neben Manolo-Blahnik-Highheels auch Björn Borgs Tennistreter und des Dalai Lamas Flipflops ausstellt (Bloor St. West 327, www.batashoemuseum.ca).

Im Osten der City lohnt ein Besuch des Distillery-District: Galeristen, Vintage-und Schmuckhändler beleben die Hallen der Rotklinker-Schnapsbrennerei von 1837 (Trinity St. 9, www.thedistillerydistrict.com).

ESSEN

Das Acadia in Little Italy überrascht mit Kreationen wie Wildlachs an Johannisbeeren und Spargel. Unbedingt grits, Maisgrütze, probieren! (Clinton St. 50 c, Tel. 001-416-792 60 02, www.acadiarestaurant.com).

Der Pub The Queen and Beaver hat einen gekrönten Biber als Wappen, eine luftige Dachterrasse inmitten gläserner Bankentürme und kredenzt Snacks, Fish & Chips für Feinschmecker und Ontario-Lamm

(Elm St. 35, Tel. mobil 001-647-347 27 12, www.queenandbeaverpub.ca).

SCHLAFEN

Das Clarion Hotel & Suites Selby wurde einst als Villa für Distillery-Gründer William Gooderham gebaut, daher die knarzenden Dielen und die bunten Bleikristallfenster. Die Zimmer sind dagegen sehr modern (Sherbourne St. 592, Tel. 001-416-921 31 42, www.clarionhotelselby.com).

Im zentralen Delta Chelsea kümmert sich Rezeptionistin Sylvia aus Düsseldorf seit gut 20 Jahren gern um deutsche Gäste. Gutes Frühstück (Gerrard St. West 33, Tel. 001-416-595 19 75, www.deltahotels.com)!

Außen klotzig, innen plüschig: Das Grandhotel Fairmont Royal York von 1929 doubelt in Filmen oft New Yorker Hotels und ist Stammhaus der Queen. Auch ohne Buchung unbedingt in der Marmor-Lobby Leute gucken und sich den Gemüsegarten nebst Bienenstöcken auf dem Dach zeigen lassen (Front St. West 100, Tel. 001-416-368 25 11, www.fairmont.com).

Kanada
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