Die Basteibrücke

Die Basteibrücke ist leicht zu erreichen und deshalb sehr touristisch. Dennoch lohnt sich ein Zwischenstopp an der fast 77 Meter langen Brücke zu jeder Jahreszeit. Wer nur einen kurzen Spaziergang einlegen will, parkt oben auf dem ausgeschriebenen Platz und wählt die kürzeste Route von knapp 500 Metern bis zur Aussichtsplattform. Noch schöner ist allerdings der längere Weg über den Kurort Rathen und die Schwedenlöcher (inklusive ca. 700 Stufen Outdoor-Training).

Die Elbe

Die bekannte Felsformation Bastei bietet einen 360-Grad-Panoramablick auf die Landschaft des Elbsandsteingebirges. Unter einem schlängelt sich die Elbe aus  Tschechien kommend Richtung Nordsee und in der Ferne lässt sich die Uferstadt Wehlen erahnen. Wer nie zuvor hier war, wird kaum glauben, wie schön die Landschaft rund um den Nationalpark Sächsische Schweiz wirklich ist.

Das Elbsandsteingebirge

Während das Gebiet auch zu DDR-Zeiten als Schutzgebiet galt, ist es 1990 zum Nationalpark erklärt worden. Zehn Jahre später folgte jenseits der Gerenze der Nationalpark Böhmische Schweiz als vierter Nationalpark Tschechiens. Zusammen formen sie das zerklüftete Elbsandsteingebirge.

Der Lilienstein

Rund 15 Kilometer östlich von Pirna liegt der markanteste Tafelberg in der Sächsischen Schweiz: Der Lilienstein. Ein panoramareicher Rundweg führt von Halbestadt über den Südaufstieg zum Plateau. Die Tour dauert rund 2 1/2 Stunden. In der Westecke des Liliensteins befindet sich zudem eine von nur drei zum Klettern freigegebenen Massivwänden im Klettergebiet der Sächsischen Schweiz.

Der Nationalpark Sächsische Schweiz

Wer von Bad Schandau mit dem Bus zum Zahnsgrund fährt, hat das ganze Ausmaß des Naturschutzgebiets zu seinen Füßen. Ab hier sind Wanderschuhe gefragt. Denn bereits der Weg durch den Schießgrund lässt erahnen, wie naturbelassen das Areal tatsächlich ist. Alles ist in verschiedene Grüntöne gehüllt, Moos und Farnkraut stehen im Zeichen des „Kellerklimas“. Denn in den engen Schluchten ist es kühl und feucht. Selbst an heißen Sommertagen soll das Thermometer hier nicht über 20 Grad °C steigen. Wenig später ändert sich das Bild und mystische Wälder zeigen die Vielfalt der Landschaft vor Ort.

Pausieren unter dem Schutz der Steine

Während offenes Feuer im gesamten Nationalpark verboten ist, lässt es sich mit einem Gaskocher oder einem belegten Brötchen im Schutze der Felsvorsprünge pausieren. Gerade im regnerischen Herbst ein willkommener Unterschlupf vor der Witterung. Auch hier gilt die goldene Regel: Wer Müll nicht gänzlich vermeiden kann, nimmt ihn wieder mit.

Vom Meer zum Gebirge

Der teilweise durchweichte, an vielen Stellen dennoch weiße und fast künstlich aufgeschüttet wirkende Sand auf dem Waldweg lässt erahnen, wie das Gebirge einst entstand: Vor knapp 100 Millionen Jahren war an dieser Stelle das Meer. Dadurch, dass sich das Wasser im wieder zurückzog und wiederkehrte, entstanden die verschiedenen Sandsteinschichten. Irgendwann machte das Meer dann Platz für das außergewöhnliche Gebiet, dass bis heute Wander- und Kletterlustige anlockt.

Hoch zu den Schrammsteinen

Weit über 1000 freistehende Kletterfelsen warten darauf, von besonders Abenteuerlustigen erklommen zu werden. Allerdings nicht bei Regen, denn dann saugt sich der Sandstein voll und die Griffe werden porös. Doch bereits der Aufstieg zu den Schrammsteinen kann eine Herausforderung sein. Der Weg führt zunächst gemächlich über Stock und Stein und später dann über steile Eisenleitern auf die über 400 Meter hohe Aussichtsplattform. 

In den Fußstapfen der Maler

Bereits die Schrammtore auf dem Malerweg lassen erahnen, was auf den Gipfeln der Steine wartet. Der „Wanderer über dem Nebelmeer“ scheint dieser Tage allgegenwärtig. Ob Caspar David Friedrich vor fast 200 Jahren bei seiner Wanderung vorbei an den alten Bäumen im tiefstehenden Nebel ebenso wenig erahnte, wie hoch Teile der Sächsischen Schweiz wirklich liegen?

Der romantische Nebel

Während sich die Maler in der Zeit der Romantik von dem Nebel hingezogen fühlten, wäre heute weniger mehr gewesen. Teilweise beträgt die Sichtweite auf den Schrammsteinen unter 20 Metern - die ganze Schönheit des Nationalparks lässt sich so nur erahnen. Doch ab und zu lichtet sich das Grau und mischt sich unter die anderen Herbstfarben und belohnt damit für den Aufstieg.

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