London Tipps und Adressen für Szenefans

Dem Brexit zum Trotz bleibt die britische Metropole bunt. Wir stellen Ihnen die besten London-Tipps für Trendsucher vor
Pop Brixton London

Eine Art Dorf aus Seefracht-Containern: Pop Brixton

In diesem Artikel
Szenetreffs
Schlafen
Essen und Trinken
Insider-Tipps von Sophie Slater

Szenetreffs

YOU ME BUM BUM TRAIN

Die vielfach ausgezeichnete Theatergruppe inszeniert surreale, interaktive Happenings, in denen Besucher Hauptrollen spielen. Worum geht es dabei? Tja, kommt drauf an. Und auf welcher Bühne finden sie statt? Lassen Sie sich überraschen. Je weniger man weiß, desto besser, so die Antwort auf der Website. Viel mehr wird nicht verraten.

NOTTING HILL ARTS CLUB

Immer gute Reggae-, Hip-Hop-, Dubstep-Bands. Jeden ersten Sonntag im Monat, bei der "Communion", werden Entdeckungen vorgestellt, unter anderem debütierten hier die Folkrocker Mumford & Sons.

POP BRIXTON

Eine Art Dorf aus Seefracht-Containern breitet sich auf Europas größtem afro-karibischen Food-Markt aus. Vor allem zum Lunch und abends brodelt an den Tischen und Bänken rund um die Stände das Leben. Publikum und Küche sind international, besonders lecker sind mexikanische Tacos bei „Maria Sabina“ oder Currys in "Zoe’s Ghana Kitchen".

OMEARA

"Was in London wirklich fehlt, ist ein Club für Nachtschwärmer mit bunt gemischtem Programm", sagte Ben Lovett, Mitbegründer von Mumford & Sons. Genau das bietet jetzt sein Laden, Livemusik, Comedy, Varieté.

ROUGH TRADE

London Style Mode shoppen, einer Band lauschen, Kaffee trinken oder eine Performance anschauen? Wer sich für alles auf einmal entscheidet, geht am besten in einen der drei Läden der Kultkette, die eine Renaissance erlebt, seit Vinyl wieder angesagt ist. Der älteste Shop WEST, nahe der Portobello Road, eröffnete 1976; im coolsten EAST, in der Old Truman Brewery in der Brick Lane, haben u. a. Blur gespielt und Queens of the Stone Age.

Winks Hotel London

Traumfänger: Das "40 Winks" in London

Schlafen

40 WINKS

Das kleinste Hotel Londons hat nur zwei Gästezimmer und befindet sich in einem vierstöckigen Queen-Anne-Haus, Baujahr 1717, das aus Erkern und Türmchen zu bestehen scheint, in Stepney Green im modischen Osten. Besitzer David Carter ist Innendesigner und Exzentriker, was man schon am Mobiliar-Mix erkennen kann oder am Bad mit der goldfarbenen Wandmalerei.

"Opiumhöhlen-Schick" schrieb eine Zeitschrift, und genau den schätzen die vielen Stammgäste aus der Mode- und Filmszene. Zuweilen veranstaltet der Gastgeber, "strange and wonderful events", wie er sagt, zum Beispiel Pyjama-Partys, bei denen Schauspieler Gute-Nacht-Geschichten vorlesen.

THE TOMMYFIELD

Kennington mag nicht allzu bekannt sein, liegt aber zentral. Und dieses B&B über einem Pub ist sauber und gut ausgestattet. Man sollte aber gut zu Fuß sein, es gibt viele Treppen und keinen Lift.

HUB

Die 167 "Pod Rooms" sind klein, hell, funktional, jeder Zentimeter ist genutzt, als würde man in einer gemütlichen Kajüte übernachten. Super Lage im Herzen von Covent Garden.

Maltby Street Market London

Street-Food auf dem Maltby Street Market

Essen und Trinken

PRINCI

Einfach wunderbar, das italienische Selbstbedienungsrestaurant in Soho mit einladend frischem Look. Was gibt’s? Pizza, Pasta, ofenwarmes Ciabatta und göttliche Passionsfrucht-Törtchen.

MALTBY STREET MARKET

Die Rock-’n’-Roll-Version findet am Wochenende südlich der Themse statt. Auch hier lässt man sich Street-Food unter Eisenbahnbrücken schmecken. Perfekt als Imbiss ist ein Bacon Sandwich bei ST. JOHN.

GRAIN STORE

Das Restaurant in einem riesigen Getreidespeicher ist Teil der Kunst- und Design-Hochschule Central St. Martins am Granary Square, einem neuen Szeneviertel. Küchenchef Bruno Loubet, ein Star der Szene, macht anspruchsvolle Vegetarier, Fleisch- und Fischliebhaber gleichermaßen glücklich. Bar-Chef Tony Conigliaro mixt fantastische Cocktails.

SNOWFLAKE

Veganes Eis, Sorbets, "Shakes und Eis mit Milch von den glücklichsten Kühen aus Jersey", versichert Chef-Gelatiere Paolo. Zweifellos zählen die fünf Filialen zu den besten Eisdielen
Londons.

Insider-Tipps von Sophie Slater

Strickwaren, Kleider, Taschen, Schmuck, alles, was der Online-Shop "Birdsong" verkauft, haben Frauen in sozialen Projekten rund um den Globus hergestellt, zu fairen Konditionen. Sophie Slater, 25, Exmodel, studierte Historikerin und Literaturwissenschaftlerin, ist eine der Gründerinnen.

Wir treffen sie in einem Pop-up-Laden, den sie eine Woche lang in der Charlotte Road in Shoreditch gemietet hatte, zwischen Bars, Restaurants und Boutiquen. Umgeben von Kleiderstangen, macht sie es sich für das Gespräch auf einem roten Plüschsofa bequem, sie trägt eine Vintage-Hose mit aufgedruckten Gänseblümchen und schwere Schnürschuhe.

Dazu knallrote Fingernägel, den rechten Arm ziert ein Tattoo der Venus von Botticelli. Sie stammt aus der nordenglischen Stadt Sheffield und zog erst vor zwei Jahren in die Hauptstadt, um sich mit Mode für Frauenrechte einzusetzen.

Sophie Slater im Rokit Clothing Shop, Brick Lane London

In der Mode ist alles erlaubt, meint Sophie Slater. Außer Ausbeutung

ESSEN

Ich liebe das vegetarische Curry-Haus INDIAN VEG in Islington. Simples Dekor, völlig unberührt vom Zeitgeist. Die ganze Nachbarschaft geht hin, und es gibt „all you can eat“ für 5,30 €.

SHOPPEN

Ich habe drei Lieblingsläden. Das ROKIT ist ein gut sortierter Vintage-Laden. Der DOVER STREET MARKET ist ein Konzeptladen, in dem man nicht nur Kreationen von Labels wie Comme des Garçons und Jil Sander findet, sondern auch Sachen von Nachwuchsdesignern.

Und bei FINISTERRE kaufen die Surfer ihre Neoprenanzüge. Mit den Windjacken und Regenmänteln ist man für jeden Sturm und fürs Londoner Regenwetter gewappnet.

AUSGEHEN

Mein Lieblingsclub ist der Klassiker MINISTRY OF SOUND, ein Bus-Betriebshof, seit 1991 eine wichtige Adresse, wo berühmte DJs auflegen. Es gibt fünf Räume und einen Hof mit Platz für bis zu 2000 Personen.

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