Reisetipps London Shoreditch - Hipster's Paradise

Notting Hill und Camden haben ausgedient, die Londoner Szene hat einen neuen Lieblingsplatz: Shoreditch. Das Multikulti-Viertel im Londoner Osten beeindruckt mit Kunst, Kultur und Kulinarik
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Beliebt bei jung und alt: Beigel Bake - Londons ältester Bagel-Shop

Beigel Bake

Bauarbeiter, Hipster und Ur-Londoner drängen sich zu jeder Uhrzeit vor dem Eingang des „Beigel Bake“ – Londons ältestem Bagel-Shop. Seit 1855 gehen hier täglich rund 7000 belegte Kringel in sämtlichen Variationen über die Theke. Wer in den Genuss von „Beigel Bake“ kommen möchte, darf sich nicht von der abgerockten Fassade, dem wenig charmanten Interieur und der Warteschlange vor der Tür abschrecken lassen. Spätestens nach dem ersten Bissen ist jeder Skeptiker überzeugt und wird wiederkehren, um noch einen Bagel zu kosten - mit Frischkäse, Lachs oder der mit der Spezialität des Hauses „Hot Salt Beef“. Süß statt salzig ist auch kein Problem, denn aus dem hauseigenen Ofen kommen ebenfalls frische Donuts, Croissants oder Muffins, die nicht weniger gut schmecken. Die 24-stündige Öffnungszeit sorgt in jedem Fall für genügend Gelegenheiten sich durch das Sortiment zu probieren.

159 Brick Lane, Tel. 0044-2077290616

The Laden Showroom

Kunden des Laden Showrooms investieren in lokale, aufstrebende Designer. Rund 50 von ihnen haben in dem Showroom eine kleine Ausstellungsfläche Platz, um die kaufwillige Kundschaft von ihrem Können zu überzeugen. Kleider, Mäntel und Schuhe gibt es hier teilweise zum kleinen Preis und gelten jenseits des Londoner East End mit Sicherheit als Unikate. Die Atmosphäre ist so entspannt, wie vor dem eigenen Kleiderschrank. Das sollte man bei der Zeitplanung berücksichtigen, denn zwei Stunden hat man schnell mit Aussuchen, Anprobieren und Kaufen verbracht

103 Brick Lane, Tel. 0044-2072472431, www.laden.co.uk

London Undercover

Der nächste Regenschauer kommt bestimmt. Wenn man in London schon so viel Regen ertragen muss, dann wenigstens mit Stil - so die Philosophie des Ladens "London Undercover". Seit 2008 verkauft er Regenschirme als Mode-Accessoire. Inzwischen werden die schicken Aufspannwerke von Designer Jamie Milestone in die ganze Welt verschifft. Wer sich lieber persönlich beraten lässt, stattet der Filiale in der Hanbury Street einen Besuch ab. Hier gehen Regenschirme ab 60 Pfund über den Ladentisch. Ob schlicht schwarz oder mit Pop-Art-Motiven, die Auswahl der Schirme ist groß und zum Ausprobieren geht man an einem der rund 154 Regentage im Jahr einfach vor die Tür.

20 Hanbury Street, Tel. 0044-2074824321, www.londonundercover.co.uk

Dark Sugars

Paul scheint immer gute Laune zu haben, er singt, er lacht, er scherzt. Kein Wunder bei seiner Ware: Schokolade. Das dunkle Gold importiert Paul aus seiner Heimat Ghana. Die Schaufensterauslage seines Eckladens schmücken afrikanische Holzschalen gefüllt mit feinster Schokolade in sämtlichen Ausführungen: pur, zimtbestäubt oder mit Walnuss-Kaffee-Geschmack. Auf den Tischen weiter hinten im Laden reihen sich dann kleine Schokoladen-Kunstwerke aneinander: Feinste Pralinen, mit viel Liebe in der hauseigenen Chocolaterie kreiert. Probieren, Fragen stellen oder mit Zange und Tüte eine eigene Auswahl treffen – alles kein Problem, denn eins mag Paul gar nicht: Sterile Pralinenläden mit haarnetzbehaupten Damen hinter der Theke.

141 Brick Lane, Tel. 0044-7838154319, www.facebook.com/darksugarschocolates

Whitechapel Gallery

Wo hängt ein Picasso neben einem unbekannten, aufstrebenden Fotografen? In der Whitechapel Gallery, natürlich. Sie gehört neben der Tate Modern zu den renommiertesten Galerien für zeitgenössische Kunst in London. Die lichtdurchfluteten Räume hinter der unscheinbaren Fassade auf der Whitechapel High Street besitzen viel Platz für experimentelle Werke, Workshops und Diskussionen. Nach der Tour unbedingt noch im kleinen Café vorbeischauen mit seinem leckeren Törtchen und Kuchen.

77-82 Whitechapel High Street, Tel. 0044-2075227888, www.whitechapelgallery.org

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Immer gut gelaunt - Paul der Besitzer des Schokoladenladens "Dark Sugars" in der Brick Lane

Boxpark

Übereinandergestapelte Schiffscontainer formen die weltweit erste Pop-up-Mall. Seit 2011 liegt das hippe Einkaufzentrum direkt am Fuße der Shoreditch High Street Station und das noch bis 2015 - danach, so will es der Pop-up-Gedanke, wird es den Standort wechseln. Jeder Container gehört einem Label – nur Sportausstatter Nike hat sich gleich drei angemietet. Auf der oberen Etage befinden sich Restaurants, Bars und ein Sonnendeck. Ein Besuch lohnt sich nicht nur während der Ladenöffnungszeiten, denn abends wird hier oft musiziert, philosophiert oder Kunst bewundert.

2-4 Bethnal Green Road, www.boxpark.co.uk

Brick Lane Market & Sunday Upmarket

Immer wieder sonntags! Die Brick Lane verwandelt sich am Wochenende in eine offene Küche: ob vegane Kochkunst aus Äthiopien, israelische Falafel oder feinste spanische Paella – die Köche kommen aus der ganzen Welt. Zu diesen Kochstationen reihen sich immer wieder kleine Stände mit Antiquitäten, Kleidern und Platten.

Auch wenn die Brick Lane Market längst kein Geheimtipp mehr ist, ist er noch lange nicht so überlaufen wie beispielsweise der Portobello Market in Notting Hill. In dem Parkhaus der stillgelegten Trueman Brewery findet zusätzlich jeden Sonntag der Upmarket statt: Vintage-Klamotten, Street-Art auf Leinwand und handgemachter Schmuck machen hier das Shopping-Erlebnis rund um die Brick Lane perfekt.

Ely’s Yard, The Old Trueman Brewery, www.visitbricklane.org, www.sundayupmarket.co.uk

Big Chill Bar

Auf dem alten Gelände der Trueman Brewery reihen sich Designerläden, Restaurants und Bars aneinander. Die "Big Chill Bar" gilt als musikalisches Herzstück und ist jedes Wochenende rappelvoll, aber das tut der guten Laune von Gästen und des Personals keinen Abbruch. Der Tresen zieht sich über zehn Meter und besticht mit einer guten Auswahl an Cocktails, Bieren und Spirituosen. Auf der Tanzfläche mischen sich Studenten und Best Ager zu Reggae, Funk und Soul. Wer zum Plausch mit den Freunden gekommen ist, lässt sich auf einem der alten Ledersofas nieder. Leider heißt es auch für die "Big Chill Bar" trotz bester Stimmung und Bob Marley auf dem Plattenteller um Punkt Eins: "Last Order" – Sperrstunde!

Dray Walk, Trueman Brewery, www.wearebigchill.com

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Eine Mischung aus Flohmarkt und Streetfood-Festival: Jeden Sonntag ist die Brick Lane gesäumt von Ständen aller Art - internationales Essen, Vintage-Klamotten und Platten

The Love Shake

Die Spezialität des Hauses ist süß, kalorienreich und hochprozentig. In dem kleinen Diner auf der Kingsland Road werden sogenannte "Hard Shakes" serviert – alkoholische Milkshakes. Sie heißen "Oreeto" (Amaretto & Oreo Cookie) oder "The Old Bailey" (mit Baileys) und haben das "Love Shake" bis über die Grenzen von Shoreditch hinaus bekannt gemacht. Je nach Programm gibt es zu dem eisgekühlten Drink wahlweise Musik oder Poesie auf die Ohren. Alle die keine Milkshakes mögen, gehen hier leer aus – Nein! Natürlich nicht! Sie können auch auf ein Bier ausweichen.

5 Kingsland Road, www.theloveshake.co.uk

Ziferblat

Die Zeit kostet Geld, der Kaffee nicht. So lässt sich das Konzept von "Ziferblat" in einem Satz zusammenfassen. Londons erstes Zeitcafé hat in einem Apartment auf der Old Street die perfekten Räumlichkeiten gefunden. Zwischen Flohmarkt-Möbeln und Gemeinschaftsküche finden Freiberufler, Londoner und Touristen Platz, die ihre Tage gern gemeinschaftlich verbringen. In der Küche stehen Tee, Kaffee und kleine Snacks für alle Zeitmieter zur Verfügung, ebenso das WLAN, die Gesellschaftsspiele und das Klavier.

388 Old Street, http://london.ziferblat.net/

Qbic Hotel

"Oh no, not you again", lautet der Willkommensgruß auf der Fußmatte am Eingang des Designhotels. Dennoch wird hier jeder Gast mit einem Lächeln empfangen. Die Zimmer sind für Londoner Verhältnisse überdimensional groß, bunt und chic. Die handgefertigten Matratzen aus organischer Wolle sind der ganze Stolz des Hauses und bilden das Zentrum eines jeden Zimmers. Hotelgäste schlummern unter bunt gemischten Porträts von prominenten Persönlichkeiten – so wünschen in Zimmer 327 beispielsweise Lady Di und Justin Bieber eine genehme Nachtruhe. Das Zimmer sollte man nur mit vertrauten Personen teilen, denn eine Fensterscheibe im Badezimmer gibt zu jeder Zeit freie Sicht auf Toilette und Dusche.

42 Adler Street, www.london.qbichotels.com

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Ein Platz für kreative Denker, Hipster und Touristen: Im Ziferblat zahlt man die verbrachte Zeit, dafür sind Wlan, Kaffee und Kuchen umsonst

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