Reisetipps Im Westen was Neues!

Zwischen Luxushops und Baustellen erwacht die Gegend um den Kurfürstendamm aus dem Schlummer. Jahrelang war es, als hätte die Stadt ihren westlichen Boulevard vergessen – doch nun tut sich etwas. Hier kommen die besten Adressen für einen Quartiersrundgang

Schlafen

25 Hours Hotel Bikini Berlin

Der Urwald liegt gleich vorm Fenster – wenn man ein Zimmer mit Aussicht auf den Zoo bucht. Überhaupt fühlt sich das 25 Hours Hotel Bikini Berlin wie ein Tropenresort an: Neben der Rezeption baumeln Hängematten, das Restaurant NENI wurde in ein Gewächshaus verpflanzt. Der Blick aus dem 10. Stock ist großartig, noch besser wird er nach einem Drink in der Monkey Bar gleich nebenan.

Budapester Str.40, Tel. 030-1202210, www.25hours-hotels.com

Hotel am Steinplatz

Neues Kapitel für eine Legende: Das HOTEL AM STEINPLATZ, zur Jahrhundertwende als Grandhotel erbaut, beherbergte nach dem Krieg eine legendäre Künstlerbar, es folgte ein Zwischenspiel als Altenheim. Kürzlich wurde es wiedereroöffnet, mit entprechender Grandezza und einem Restaurant, das, von Sternekoch Stefan Hartmann beraten, regionale Küche auf höchstem Niveau variiert.

Steinplatz 4, Tel. 030-554 44 40, www.hotelsteinplatz.com

Stue

Das ohne Zweifel prächtigste Hotel der Stadt empfängt seine Gäste in der ehemaligen dänischen Botschaft direkt am Tiergarten. Schon beim Betreten der Lobby des STUE fühlen Sie sich geadelt. Neoklassizismus, aufregend kombiniert mit modernem Design und Kunst, eine erlesene Bar und extravagante Sterneküche des Katalanen Paco Pérez.

Drakestr. 1, Tel. 030-311 72 20, www.das-stue.com

Im Westen was Neues!

Zum Bikinihaus, gegenüber der Gedächtniskirche, gehören das Große Hochhaus am Hardenbergplatz, das Kino Zoo Palast, das kleine Hochhaus mit einem 25hours Hotel sowie ein Parkhaus. Und warum heißt es Bikini Haus? Das leitet sich aus der umgangssprachlichen Bezeichnung ab, welche die Berliner schon in den fünfziger Jahren prägten. Das Haus war damals noch in zweiteilig wirkende Stockwerke unterteilt und das erinnerte die Berliner an die neue Bademode. Heute ist diese Front allerdings voll verglast – doch der Name ist geblieben

Essen

Grosz

Nirgendwo frühstück es sich eleganter als zwischen den himmelhohen Marmorsäulen des denkmalgeschützten Kaffeehauses Grosz mit seinem Stuck und der samtigen Opulenz. Das Allerbeste aber sind die hausgebackenen Croissants und Brioches.

Kurfürstendamm 193/194, Tel. 030- 652 14 21 99, www.grosz-berlin.de

Lamazère

Zum Koch geboren – bei Régis Lamazère ist dies keine Floskel: Sein Vater war Sternekoch in Paris. Der Sohn serviert in der Heimatstadt seiner Mutter traditionell Französisches zu fairen Preisen: Das 3-Gänge-Menü im Lamazère für 32 Euro ist formidable.

Stuttgarter Platz 18, Tel. 030-31 80 07 12, www.lamazere.de

La Mano Verde

Grüne Perfektion: Bessere Werbung für vegane Küche als im La Mano Verde ist schwer vorstellbar. Fast jeder, der in Berlin heute ohne tierische Produkte kocht, hat hier zuvor Station gemacht und sein "grünes Händchen" geschult. Auch das Ambiente trägt zum edlen Auftritt bei. Wer dem kulinarischen Trend noch nicht so richtig traut, dem sei das günstige Mittagsmenü empfohlen.

Uhlandstr. 181-183, Tel. 030 82 70 31 20, So geschl., www.lamanoverdeberlin.com

 

Im Westen was Neues!

Die Monkey Bar im 10. Stock des 25hours Hotels ist der neue Liebling für einen Absacker zum Sonnenuntergang. Der Blick über den Tiergarten und den Zoo ist inklusive

Einkaufen

Paper & Tea

Das goldene Blatt: Mag in Mitte ruhig der Kaffee‐Hype toben, tief im Westen ist man schon einen bedeutenden Schritt weiter – bei Paper & Tea wird die Teepflanze in den Adelsstand erhoben und mit vornehmen Notizbüchern kombiniert. Nicht nur für eine teetrinkende Autorin einer der schönsten Läden der Stadt.

Bleibtreustr. 4, www.paperandtea.com

Riccardo Cartillone

Schuh-Aficionados sei dies grandiose Fachgeschäft ans Herz gelegt. Riccardo Cartillone pflastert ganz Berlin mit Filialen, die größte Auswahl aber gibt es immer noch in den beiden Stammhäusern am Savignyplatz. Die eiserne Überlebensregel: erst auf der rechten Straßenseite die reduzierte Ware scannen, nur wenn da nichts dabei ist, ist ein Blick auf die sündhaft teuren Modelle im linksseitigen Laden erlaubt.

Savignyplatz 4 und 5, www.cartillone.de

Esther Thomas

Unverwechselbar und zeitlos sind die Kleider von Esther Thomas. Das Prinzip ist simpel: Die Schweizerin hat ein paar unschlagbar kleidsame Schnitte und kombiniert für jede Kollektion neue, hochwertige, wunderschöne Stoffe dazu Else-Ury-Bogen 598 (in der Savignypassage), www.estherthomas.com

Amorph Concept Store

Nichts zu finden ist hier fast unmöglich: Charlottenburgs aufregendster Klamottenladen ist der Amorph Concept Store mit seiner großen Auswahl von Helmut Lang bis Lala Berlin; auch die hauseigene Schal-Kollektion lohnt immer einen Blick. Ein paar Häuser weiter wird bei

Amorph Blue Ware aus früheren Kollektionen zu Spottpreisen verkauft.

Savignyplatz, S-Bahnbogen 591 und 605, shop.amorph-berlin.com.

Im Westen was Neues!

Nicht verpassen! Der Laden der Huntkünstlerin Fiona Bennett ist ein Augenmerk

Erleben

Zoo-Palast

Es ist das schönste Comeback des Jahres: Der Zoo-Palast ist nach langer Renovierung zum Kino der Superlative geworden: die bequemsten Sitze, der schönste Vorhang, die Vorführung beginnt mit Wasserspielen auf der Kinobühne. Stilvoller kann man Filmkunst nicht genießen.

Hardenbergstr. 29 A, www. zoopalast-berlin.de

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Immer eine gute Idee – die Schaubühne Berlin ist immer noch eine der innovativsten Bühnen der Stadt

Schaubühne

Ihren Ruf als eine der innovativsten Bühnen der Stadt verteidigt die Schaubühne nach wie vor. Unter der Künstlerischen Leitung von Thomas Ostermeier ist sie heute das einzige große Sprechtheater im Westen Berlins und vor allem auch für seine zeitgenössische Stücke wie "Christiane F - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" nach Kai Hermann und Horst Rieck oder "Kasimir und Karoline" von Ödon Horváth beliebt.

Außerdem legt der Schauspieler Lars Eidinger dort als DJ der Autistic Disco regelmäßig seine Lieblingsplatten auf, und auch das kann er richtig gut.

Kurfürstendamm 153, Tel. 030-89 00 23, www.schaubuehne.de

Auf der Potse

In rasender Geschwindigkeit hat sich die Potsdamer Straße in Schöneberg zu einer spannenden (Kunst-)Meile in Berlin gemausert. Zwischen Straßenstrich, Imbissbuden und türkischen Supermärkten behauptet sich schon lange die Victoria Bar als eine der besten Cocktailbars der Stadt: www.victoriabar.de.

Huntkünstlerin Fiona Bennett gesellte sich vor zwei Jahren mit ihrem wunderschönen Laden hinzu: www.fionabennett.de.

Im Conceptstore von Andreas Murkudis im dazugehörigen Hinterhof treffen sich Mode-Aficionados – auch wegen der Sitzunikate: www.andreasmurkudis.com

Und alle paar Meter eröffnet eine neue Kunstgalerie. Die wichtigsten Adressen listet: www.potse.org

 

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