Strandurlaub Die schönsten Strände der Kanaren

Türkisblaues Wasser, Sand von Lavaschwarz bis Muschelweiß – mehr als 500 Strände gibt’s an den Küsten der Kanaren. Bei ganzjährig warmem Klima findet jeder Urlauber seinen Lieblingsspot: ob Sonnenanbeter, Sandburgenbauer oder Strandläufer. Unsere Auswahl der besten und schönsten Playas
Dünen von Maspalomas, Gran Canaria, Kanarische Inseln, Spanien

Wüste und Strandfeeling, das gibt es nur auf Gran Canaria in den Dünen von Maspalomas

Gran Canaria

Dünen von Maspalomas

Ikone der Kanaren. Sand, Sand, Sand. Goldgelber, feiner Sand, in Wellen und Hügeln, glatt und gerippt. Sechs Kilometer lang und ein bis zwei Kilometer breit sind die Dünen im Südosten von Maspalomas. Die spektakuläre Landschaft mit Kämmen von bis zu zehn Meter Höhe ist Heimat seltener, teils endemischer Tier- und Pflanzenarten: Eidechsen, Insekten, angepasste Gräser – besonders schön zu erleben an der Meerwasserlagune Charca de Maspalomas.

Leuchtturm: Maspalomas, Plaza del Faro S/N; www.playademaspalomas.com

Playa de Güigüí
Für Abenteurer. Gutes Schuhwerk sollte sein, wenn man sich nach Güigüí aufmacht. Selbst fitte Wanderer brauchen etwa zwei Stunden für den Weg. Ab Tasartico führt er über einen Pass, dann in Serpentinen hinunter zur Bucht. Der bei Ebbe goldgelbe Strand belohnt für diesen Anmarsch überreichlich. Oft ist er wegen seiner Abgeschiedenheit menschenleer – Wanderung und Strand bieten ein für Gran Canaria einmaliges Naturerlebnis. Ausreichend Wasser (mindestens zwei Liter pro Kopf) und Verpflegung mitnehmen, es gibt weder Bar noch Kiosk – dafür aber einen der schönsten und einsamsten Naturstrände Europas.

Playa de Güigüi, zwei Stunden zu Fuß von Tasartico

 

Teneriffa, Playa de Las Teresitas

Eine natürliche Perle ist der Playa de las Teresitas nicht wirklich. Der Sand wurde extra aus der Sahara hierher verfrachtet, um einen wahren Traumstrand zu kreieren

Teneriffa

Playa de las Teresitas
Künstlicher Traumstrand. Zu schön, um wahr zu sein: Der Sand sieht nicht nur aus wie in der Sahara, er stammt wirklich von dort. In den 1970er Jahren ließ die Inselregierung 100 000 Kubikmeter feinen kamelfarbenen Sand aus der damaligen spanischen Kolonie Westsahara auf den vulkangrauen Kies nordöstlich der Inselhauptstadt Santa Cruz kippen, ein paar Hundert Palmen hineinsetzen – fertig war der Bilderbuchstrand mit beinahe karibischem Flair. Im Laufe der Jahre wurde die Infrastruktur deutlich angehoben, so punktet dieser Strand neben der Optik mit Parkplätzen, Duschen, Toiletten, Kiosken und Sauberkeit. Appetit? Im El Caracol, einer dieser aus Holz gezimmerten Strandbars – spanisch: chiringuitos – gibt es kanarische Fusionküche und gute Musik.

Bar El Caracol, San Andrés

Strände bei El Médano
Für Wind- und Kitesurfer. Der schnellste Weg für Surfer ins Paradies? Am Flughafen Teneriffa-Süd landen und ein Taxi nehmen, das einen in zehn Minuten nach El Médano bringt. Hier wehen das ganze Jahr über kräftige Passatwinde bei strahlendem Sonnenschein. Wer noch nicht ganz so sicher auf dem Brett mit dem Segel steht, besucht eine der Surfschulen. Da der Natursandstrand flach abfällt, eignet er sich auch für Badetage mit Kindern. Zwei weitere Strände hat El Médano zu bieten: die etwas windigere und steinige Playa Cabeza und die ruhigere Playa de la Tejita, wo auch textilfreies Baden akzeptiert wird. Ausrüstung und Schule:

Surf Center Playa Sur, El Médano, Calle la Gaviota S/N, Tel. 922-17 66 88, www.surfcenter.el-medano.com

Mehr Tipps zu Aussichtspunkten, Nationalparks oder Hotels gibt es in GEO Special

Zwischen Puerto de la Cruz und Garachico

Sol y Playa ganz individuell. Eigentlich braucht es ja nicht viel für einen entspannten Tag am Meer: Sonne, Sand und Wellen. Das findet man im Norden Teneriffas zwischen Puerto de la Cruz und Garachico in mehreren kleinen Buchten mit schwarzem Vulkansand. Die meisten sind schon von der Landstraße aus zu sehen. Mehr als eine Bude, ein Café oder eine Bar gibt es meist nicht; dafür aber Ruhe, um es sich auf dem Handtuch mit einem Buch bequem zu machen und sich zwischendurch im Wasser zu erfrischen. Sehr hübsch ist die Playa de San Marcos, die zur Gemeinde Icod de los Vinos gehört. In der muschelförmigen Bucht am Fuß hoher Felsen glitzert der Lavasand in der Sonne, und man trifft eher auf Einheimische als auf Touristen.

Playa de San Marcos, Icod de los Vinos, www.webtenerife.de (unter »Besucherattraktionen«)

Naturschwimmbecken Charco Azul, San Andres, La Palma

Das schönste Meeresschwimmbecken von La Palma liegt bei San Andrés y Sauces. Mit Sandstränden können die kleinen Inseln wie La Gomera, La Palma oder El Hierro hingegen nicht dienen

El Hierro, La Palma und La Gomera

Die drei kleineren Inseln im Westen der Kanaren sind keine wirklichen Badeinseln. Meist gibt es nur kleine Buchten, manchmal sandig, manchmal voller Kiesel. Eine Alternative dazu sind die vielen Meeresschwimmbecken: in die Küstenfelsen gebaute Pools, die vom Meer gespeist werden, aber gegen Seegang geschützt sind.

Charco Azul auf La Palma
Der »Blaue Tümpel«, das schönste Meeresschwimmbecken La Palmas, liegt bei San Andrés y Sauces mitten in den Felsen – ein einzigartiges Badeerlebnis, nur leider kein Geheimtipp mehr, besonders am Wochenende kann es voll werden. Kommen Sie lieber unter der Woche. Das Meerwasserbecken ist groß genug zum Schwimmen, vor der Brandung des Meeres von einer Mauer geschützt, hat einen kleinen Wasserfall und ein separates Kinderbecken. Nach dem Bad kann man auf der Terrasse relaxen oder sich an der Bar mit Fisch und Tapas stärken.

San Andrés y Sauces, www.visitlapalma.es

Valle Gran Rey auf La Gomera
Hippie-Trommler zum Sonnenuntergang. Sie sind noch da, die Blumenkinder. Seit den 1970er Jahren tummeln sich Hippies und Aussteiger am Strand des Valle Gran Rey und begrüßen allabendlich den ohne Zweifel fantastischen Sonnenuntergang mit Trommeln. Oft gesellen sich weitere Musiker, Jongleure und Feuertänzer dazu. Mittlerweile hat sich das sonnenverwöhnte Tal zum touristischen Zentrum der kleinen, im Vergleich zu den Schwestern immer noch ruhigen Insel herausgemacht, entsprechend eng kann es am schwarzen Hauptstrand werden.

Valle Gran Rey, La Playa, www.gomeralive.de

Playa de las Conchas beach, Isla Graciosa, Lanzarote

Die kleine Nebeninsel Lanzarotes Isla Graciosa im Norden besteht praktisch nur aus Stränden und ist ideal für eine Tagestour

Lanzarote

Playas de Papagayo
Sieben Strände in einem. Malerische Buchten, sieben an der Zahl, unterbrochen von natürlichen Lavafelsen, weißer bis hellgelber Sand, klares Wasser: Nicht ohne Grund sind die Strände im Süden Lanzarotes die beliebtesten der Insel. Die Anreise ist etwas beschwerlich – zu Fuß, per Wassertaxi ab Playa Blanca oder mit dem Auto über Schotterpisten samt Mautstelle – doch die Qualität der Naturstrände macht alles wieder wett.

Östlich von Playa Blanca, www.lanzarotelive.de

Playa de Famara
Starke Brise. Surfer und Kiter lieben diesen Strand wegen der kräftigen Winde. Er liegt im Nordwesten vor der Kulisse des mächtigen Famara-Massivs. Baden ist nicht ganz ohne: Heftige Unterströmungen können selbst geübte Schwimmer ins offene Meer ziehen.

Bei La Caleta de Famara, www.lanzarotelive.de

Isla Graciosa
Für einen Tagesausflug. Die kleine Nebeninsel Lanzarotes im Norden besteht praktisch nur aus Stränden und ist ideal für eine Tagestour. Von Orzola im Norden Lanzarotes fahren mehrmals täglich Fähren. Graciosa zählt nicht zu den sieben kanarischen Hauptinseln, ist aber ein entzückendes Nebeneiland. Vom Trubel der größeren Schwesterninseln bekommt man nichts mit. Hier gibt es keine asphaltierten Straßen, kaum Autos, dafür weiße kleine Häuschen, eine Handvoll Geschäfte, Lokale und türkisblaues Wasser. Neben den oftmals einsamen Stränden liegt auf La Graciosa auch die legendäre Las Conchas, der Muschelstrand, wo Alexander von Humboldt 1799 anlegte. Für Schnorchler und Taucher noch ein Tipp: Hier ist die Artenvielfalt unter Wasser gigantisch. In der Meerenge zwischen Lanzarote und Graciosa tummeln sich Zackenbarsche, Gelbschwanzmakrelen, Kabeljaue, Lippfische und Langusten. Sogar Meeresschildkröten kann man hier antreffen.

Tauch-Center: Centro Buceo La Graciosa, Caleta del Sebo, Avenida Virgen del Mar 119 a, Tel. 629-45 14 30, www.buceolagraciosa.es

Parque Natural Jandia, Cofete Beach, Fuerteventura, Spanien

Baden kann man in der Bucht Playa de Cofete zwar nicht, dafür sind die Strandspziergänge hier umso schöner

Fuerteventura

Playa de Sotavento
Für jeden etwas. Erst kürzlich kürte der Reiseteil der spanischen Tageszeitung »El País« die Playa de Sotavento zum besten Strand Spaniens. Bewertet wurden Wasserqualität, Badebedingungen und Sportmöglichkeiten. Sotavento ist mit etwa fünf Kilometer Länge Teil einer 30 Kilometer umfassenden Strandlandschaft im Süden, mit Abschnitten für FKK, Familien, Strandläufer, Surfer. Nehmen Sie eine Strandmuschel mit, der Atlantikwind bläst oft kräftig.

Bei Jandía, www.fuerteventura.de

Playa de Cofete, Playa de Barlovento
Wanderlust. Dies ist kein Tipp zum Baden – Strömung und Brandung sind viel zu gefährlich. Die Playa de Cofete ist ein traumhaftes Revier für Strandspaziergänge. Der breite, etwa zehn Kilometer lange Strand ist oft menschenleer. Das Meer peitscht wild und spritzt einem die Gischt ins Gesicht. Kein Hotel, keine Strandbar, kein Liegestuhl weit und breit. Die Playa de Barlovento ist noch etwas einsamer, bizarre Felsformationen verleihen ihr eine schroffe Schönheit.

Cofete, www.fuerteventura.de

Playa de Corralejo
Karibischer Flair. Der Sand ist hier so weiß, weil er hauptsächlich aus zerriebenen Kalkschalen von Meeresschnecken und Muscheln besteht – mit dem türkisgrünen Wasser erzeugt das ein starkes Karibik-Gefühl. Die durch Lavafelsen voneinander getrennten Strandabschnitte sind teils belebt, teils ruhig.

Parque Natural Corralejo, www.fuerteventura.de

Strände bei El Cotillo
Eldorado für Surfer. Bis ins 19. Jahrhundert war El Cotillo der wichtigste Handelshafen Fuerteventuras. Kitesurfer finden hier mehrere beliebte Surfspots mit hohen Wellen und ganzjährig kräftigen Winden vor. Anfänger haben an der Playa del Castillo die Wahl zwischen mehreren Surfschulen, auch der Abschnitt vor dem Fischfangmuseum ist beliebt. Los Lagos de Cotillo ist ein ruhiger Badestrand, ideal für Familien.

El Cotillo, www.fuerteinfo.net

La Gomera, Roque de Agando
Wandern auf den Kanaren
Inselumrundung auf La Gomera
Früher gab es hier für Wanderer nur Tagestouren. Nun lässt sich La Gomera auf einem neuen Fernweg entdecken. Er folgt den alten Pfaden der Bauern und Hirten durch Lorbeerwälder und dramatische Schluchten. Aber Vorsicht: Manche Aussichten machen schwindelig vor Staunen
Las Palmas
Gran Canaria
Die besten Tipps für Las Palmas
Ihre Copacabana heißt Las Canteras. Sie hat das beste Stadtklima Europas – und während früher von hier die Auswanderer nach Amerika aufbrachen, bereichern heute Immigranten von Argentinien bis Senegal Kultur und Küche, Mode und Märkte, Strand- und Nachtleben. Willkommen in der spannenden Hauptstadt Gran Canarias
Teneriffa, Roques de Garcia, Teide
Kanarische Inseln
Die perfekte Route vorbei an Teneriffas Highlights
Vom trockenen Süden an die grüne Nordküste. Von kleinen Dörfern durch duftende Kiefernwälder bis zum Vulkankessel am Fuß des Teide. Von den Küsten des Atlantiks ins Hochgebirge. Eine Autotour über Landstraßen zeigt: Die größte Kanareninsel bietet tatsächlich so viel Abwechslung wie ein ganzer Kontinent
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