Aly Bunaia

Der arbeitslose Aly Bunaia träumt häufig von seiner Zeit in der DDR. Er arbeitete als Schlosser in einem Braunkohlewerk in Cottbus

Schlafzimmer von Nelson Ernesto Monheguete

In vielen Zimmern der ehemaligen Gastarbeiter findet man Gegenstände aus der ehemaligen DDR, wie hier im Schlafzimmer von Nelson Ernesto Monheguete

José Alfredo Cossa

José Alfredo Cossa, der Präsident der „Madgermans“, in seinem Haus. Sieben Jahre lebte er in Zeulenroda

Carlos João Chivambo

Carlos João Chivambo in seinem Wohnzimmer in Bairro Mafalala. Er arbeitete von 1987-1991 in einem Chemiefaserwerk in Premnitz

Friseursalon „Madgermans“

Hier erschoss der Polizist Lampião Faduco am 5. September 2003 den „Madgerman“ Antonio Virgilio Amade wurde hier bei einer Demonstration erschossen; Antonios Familie darf heute einen Raum dieses Klohäuschens als Friseursalon nutzen, Einnahmen durch die öffentliche Toilette gehen an die „Madgermans“

Aurelio Jonas Timane

Aurelio Jonas Timane vor der aufgehängten Wäsche. In Deutschland hat er als Textilfacharbeiter gearbeitet

Ilha de Moçambique

Straßenansicht von Ilha de Moçambique. Die Insel ist das Zuhause von einigen ehemaligen Gastarbeitern der DDR

Gruppentreffen der „Madgermans“

Ein Gruppentreffen der „Madgermans“ . Zusammen kämpfen sie für ihre Rechte

Samora Machel Denkmal

Das Samora Machel Denkmal. Samora Machel war der erste Präsident der Volksrepublik Mosambik

Rotunda da Coca-Cola

Der Rotunda da Coca-Cola in Beira. Nicht nur die DDR ist untergegangen, auch Mosambik wird vom Kapitalismus eingeholt

Seit dem Fall der Berliner Mauer kämpfen die sogenannten „Madgermans“ (wütende Deutsche) für ihre Rechte. Jetzt erzählt Malte Wandel ihre Geschichte in dem Bildband „Einheit, Arbeit, Wachsamkeit“. Die Madgermans sind ehemalige mosambikanische Gastarbeiter der DDR. Ab dem Jahr 1979 holte die DDR rund 16.000 Mosambikaner ins Land, die in Textilfabriken, Kohlewerken etc. arbeiteten. Sie lebten in Wohnheimen mit allem Luxus, den die DDR zu bieten hatte.

Von ihrem Lohn hatten sie nicht viel, bis zu 80 Prozent wurde angeblich als Altersvorsorge in ihr Heimatland zurückgeschickt. Dieses Geld sollten sie jedoch, zurück in ihrem Heimatland, nie wiedersehen. Viele von ihnen sind heute arbeitslos, geblieben ist ihnen lediglich die Erinnerung an ihre Zeit in der DDR. In seinem Bildband zeigt Malte Wandel, wie die ehemaligen Gastarbeiter ein Stückchen DDR mit in ihr Heimatland nahmen.

Mehr Informationen zum Bildband: www.artbooksheidelberg.com

Die Homepage des Fotografen: www.maltewandel.de

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Malte Wandel "EINHEIT, ARBEIT, WACHSAMKEIT. Die DDR in Mosambik" 2012. 128 Seiten, 54 Farbabb.

38 Euro, erschienen im Kehrer Verlag

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