“Anseilen!” Robert Jasper beim sortieren des Seils, bevor es in den Gletscherbruch am Fuß des Monte Giordano geht. Die Reise bis hierhin und die der Erstbesteigung zeigen die folgenden Bilder.

Eisberg voraus! Im Agostinifjord, welcher als einer der größten Wunder der feuerländischen Kordillere gilt, kalben gleich 12 Gletscher direkt neben subpolarem Regnwald ins Meer. Für die Navigation auf einem Segelboot bedeutet das allergrößte Vorsicht, auch wenn das Schiff nicht “Titanic” heißt

Ein starkes und eingespieltes Team: Profibergführer Jörn Heller, Spitzenalpinist Robert Jasper und Fotograf Ralf Gantzhorn (v.l.n.r.)

Damit die Oberarmmuskeln nicht verkümmern: Robert Jasper trainiert auf dem Oberdeck der “Polarwind” inmitten des Beaglekanals. Allerdings: Das Training im T-Shirt scheint Poseidon nicht geschmeckt zu haben -es war der letzte Schönwettertag für die nächsten Fünf Wochen

“Viel Glück!” Bootsmann Nico wünscht den Bergsteigern alles Gute für Ihre Unternehmung, nach dem er sie mit dem Dinghi von der im Hintergrund zu erkennenden

“Polarwind” an Land gebracht hat

Ein erster Blick: Während des ersten Erkundungsversuches reisst es für kurze Zeit auf und wir können einen ersten Blick auf unser Ziel, den Monte Giordano, erhaschen. Aufgrund der fortgeschritten Jahreszeit, es ist Anfang April, hat sich die Vegetation in ein leuchtend oranges Farbenmeer verwandelt

Kein Spaß! So schön der Wald sich anschauen lässt, in vielerlei Hinsicht bildet er in seiner Filigranität und seinem Artenreichtum geradezu einen Gegenentwurf zum rauen Klima, so schwierig ist ein Durchkommen. Robert Jasper beim Kampf mit Vegetation und Gepäck (ca. 35 kg)

Traumberg: Nach er sich Wochen lang in dicke Wolken gehüllt hat zeigt sich der Monte Giordano während des zweiten und letztendlich erfolgreichen Gipfelversuchs in all seiner Pracht. Seine Form ähnelt einer Haifischflosse, daher der Name der neuen Route: “Shark’s Fin Ridge”

“Nichts hinterlassen außer Fußspuren”: Jörn Heller und Robert Jasper auf dem Weg durch den Gletscher an der Basis des Monte Giordano

Das Gelände wird steiler: Jörn Heller und Robert Jasper im Gletscherbruch unterhalb des Westgrates des Monte Giordano

Spaltenreich: Während des Zustiegs zum Westgrat müssen Gletscherspalten sowohl über- als auch durchquert werden, eine heikle Angelegenheit

Und der Mond schien helle, als auf die schnelle... Aufgrund der Kürze des Schönwetterfensters fand die Gipfelbesteigung in einer “fast and light” Aktion in der Nacht statt. Auf dem Bild sichert Jörn Heller Robert Jasper, der sich mit Stirnlampe und Mondlicht seinen Weg durch die Wand der Gipfelpyramide sucht

Glücklich am Gipfel: Jörn Heller, Robert Jasper und Ralf Gantzhorn (liegend) auf der nur wenige Quadratzentimeter großen Spitze des Monte Giordano. Es war 00:15, als das Team den nach GPS 1517m hohen Gipfel erreichte

Um 07 Uhr morgens erreichte das Team wieder flachen Grund und das Zelt. Der nächste Sturm mit Schnee und Regen ließ nur noch wenige Minuten auf sich warten

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