Ghul treibt auf einer Hochweide am Akbelis-Pass ihre Ziegen zum abendlichen Melken zusammen

Auf dem Marsch in die tiefer gelegenen Täler im Schneesturm sucht Ooroon Boi nach Wasser

Frühmorgens bei Tash Sere

Trampeltiere, die als Lieferanten für Wolle und Milch und zuweilen zum Transport dienen, sind für Afghanische Kirgisen ein Statussymbol

Teil der Hochzeitszeremonie. Die Hochzeit ist ein bedeutendes Ereignis im Leben eines Kirgisen. Die Hochzeitsfeier Kurumchis und Sahiras in Üch Jvlga.

Bibi Supun ist nur zu Besuch und kehrt bald zu ihrem Ehemann in die Türkei zurück. „Ich entschloss mich, ein Jahr zu bleiben, um zu verstehen, wer ich bin.“ Hier zuhause sagt sie nach dem Jahr ist natürlich Pamir.

Die siebenjährige Marbet kehrt nach Hause zurück. Sie hat die Schafe ihres Vaters zusammengetrieben. Ihre roten Wangen tragen die Spuren der Extremkälte im Winter: Die Temperatur fällt mitunter bis auf – 40 ° C ab.

Nahe der Hochebene des kleinen Pamir weitet sich das Tal. Matthieu und Mareile Paley verlassen das zugefrorene Flussbett des Wakhan.

Er Ali Bai ist beim Versuch, Hühner zu züchten, gescheitert – ein ziemlich riskantes Unternehmen auf 4200 Meter Höhe. Das letzte Huhn des Pamir diente seinem Neffen, dem Jungen Juma Boi, zur Unterhaltung

Wakhi-Händler: Treffen auf der Hochebene des Pamir

Warum macht man ein Buch über Pamir und Afghanische Kirgisen? Für den Fotografen Matthieu Paley ist das gar keine Frage. „Sicherlich war es die Schönheit der Landschaft“ schreibt er mit seiner Ehefrau Mareile in dem Vorwort zu ihrem Bildband „Pamir“. Aber vor allem war es die „Neugierde, Menschen kennenzulernen, deren Lebensart und deren Gedankenwelt so weit von der unseren entfernt liegt.“

Das Pamirgebirge liegt im äußersten östlichsten Zipfel Afghanistans und ist Heimat der Halbnomaden, die hier eigentlich nur im Sommer ihr Vieh weiden ließen. Doch mit der Grenzschließung im Zuge des Kalten Krieges flüchteten sie sich im Winter vor einer Kälte von bis zu minus 50 Grad Celsius in die Täler des heutigen Tadschikistan. Heute leben sie zwischen Pakistan, China und Tadschikistan und führen ein Leben voller Tradition und materieller Not.

1999 kamen Matthieu und Mareile Paley zum ersten Mal ins Pamirgebirge. Zwölf Jahre haben sie das Leben der Kirgisen aus der Ferne und in der Nähe verfolgt. Sie sind tausende Kilometer gewandert und haben sogar die Sprache gelernt. Pamir ist mittlerweile die zweite Heimat des französisch-deutschen Ehepaars.

Mit "Pamir" und dessen ausdruckstarken Fotografien von Matthieu Pale sowie den authentischen Reiseberichten, können nun die Leser Anteil nehmen, an einer ganz anderen Wirklichkeit.

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Pamir, Vergessenes Volk auf dem Dach der Welt, Mit Texten des Ethnologen Ted Callahan, gebunden, 288 Seiten mit 180 farbigen Abbildungen, Preis 39,95 Euro, Knesebeck Verlag

Weblinks

Weitere Informationen zum Buch

Die Website von Matthieu Paley
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