Vrindavan: Holi

Eine ausgelassene Holi-Feier zu Ehren Krishnas. Am Tag des Holi-Festes besprühen Priester die wimmelnde Menge der Gläubigen mit Farben. In regelmäßigen Abständen geben sie den Blick auf das Bild Krishnas frei. Dann heben die Feiernden ihre Arme, rufen seinen Namen und fühlen sich ihrem Gott nahe

Vrindavan: Jungen als Radha und Krishna verkleidet

Ein junger Brahmane posiert mit seinen Eltern und einigen Kühen im Hof ihres Hauses. Er darf Krishna spielen. Ein weiterer Junge ist als die göttliche Gefährtin Radha verkleidet. Bereits im Alter von acht bis zehn Jahren werden die Jungen für das Theaterspielen rekrutiert. Gute Stimmen, ein gutes Gedächtnis und gutes Aussehen bestimmen über die Rollen. Manchmal, wie auch in diesem Fall, sind sie aber auch erbbar

Ladakh: Kloster Stakna

Ladakh ist, wie auch Tibet, Sikkim, Bhutan und einige Regionen Nepals, durch Kultur und Volkszugehörigkeit verbunden. Bereits im siebten Jahrhundert verbreitete sich hier der Vajrayana-Buddhismus, der neben meditativen Praktiken auf Rituale vertraut. In einer Vielzahl der Kloster Ladakhs sind typische Sinnbilder, wie Buddhas und Boddhisatvas sowie Geister und Götter, zu finden

Orissa: Baderitual

Für Hindus ist das Baden nicht nur ein Akt der Reinheit, sondern hat auch eine rituelle Bedeutung. Es gibt strenge Vorschriften bezüglich des Zeitpunkts, der Art und Anzahl der Bäder, die abhängig von Faktoren wie Besitztum, Familienstand oder Krankheiten sind. Hier praktizieren Jugendliche ein "tulsi puja" (Anbetung der heiligen Basilikumpflanze) nach ihrem morgendlichen Bad

Konarak: Magh Saptami

Mehr als eine halbe Million Menschen versammeln sich jedes Jahr im Januar und Februar an der Bucht von Bengalen, um zu Surya (dem Sonnengott) zu beten. Gemeinsam warten sie auf den Tagesanbruch und den ersten Anblick der aufgehenden Sonne. Einige nehmen oft weite Wege auf sich, um so für die Genesung von Krankheiten zu beten

Coimbatore: Isha Ashram

Immer mehr Menschen (hier Gläubige im Isha Ashram in Coimbatore) begeistern sich für den Spiritualismus des Sadhguru. Dieser nicht konfessionsgebundene Glauben setzt auf alte yogische Wissenschaften als Weg zu innerer Wandlung und menschlicher Entwicklung. Die gegründete Isha-Stiftung bietet Yoga- und Meditationskurse und betreut eine Vielzahl an Entwicklungsinitiativen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Umwelt

Coimbatore: Mahashivratri Pusa, Isha Ashram

Im spirituellen Zentrum der Gläubiger des Sadhguru steht ein vier Meter hoher Steinobelisk. Ihm wird eine enorme Energie und Kraft nachgesagt. Die Feierlichkeiten im Ashram dauern meist die ganze Nacht hindurch. Nur so können die Suchenden sich die kosmischen Schwingungen der Natur zunutze machen

Raghurajpur: Gotipua-Tänzer

Jungen im Alter von sechs bis acht Jahren bereiten sich auf den Gotipua vor. Diese Form des Odissi-Tanzes verbindet geschmeidige Weiblichkeit mit männlicher Kraft. Die als "Kinder Gottes" angesehenen Jungen üben traditionell auch im fortgeschrittenen Alter den Beruf des Tänzers aus. Einige werden auf diese Weise berühmt

Delhi: Parade am Tag der Republik

In Indien gibt es praktisch keinen Unterschied zwischen Religion und Kultur. Hier, am Tag der Republik, wird es besonders deutlich: Götter treffen auf moderne Raketen und hohen Staatsbesuch. Auch im alltäglichen Leben der gläubigen Inder ist Spirituelles und Weltliches so eng verworren

Kumbhalgarh: Puja in einem Dorftempel

Rajasthani-Frauen (hier bei einem Dankgottesdienstes anlässlich einer Geburt) praktizieren eine strikte Trennung der Geschlechter bei gesellschaftlichen und religiösen Anlässen. In Gegenwart von Männern verschleiern Frauen ihr Gesicht meist vollständig. Junge verheiratete Frauen müssen als Zeichen des Respekts ihre Gesichter ebenso vor älteren Frauen bedecken

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