Hans-Jürgen Schröder // Hau den Lukas

Er steht mittlerweile seit über 20 Jahren mit Hut, Trillerpfeife und dem "Lukas" auf dem Heiligengeistfeld. Auch wenn er nicht als Schausteller geboren wurde, möchte er unbedingt weiter arbeiten, am besten noch bis zu seinem 80. Lebensjahr

Helmut Richters & Thea Gnegel-Richters // Wurfbude & Hamburger Cocktailbar

Thea serviert Cocktails im Sommer und Glühwein im Winter. Helmut ist 87 Jahre alt und immer in der Wurfbude zu finden. "Ich kenne fast jeden Hamburger Schausteller. In bin für alle Onkel Helmut. Selbst der Parkwächter sagt Onkel Helmut zu mir"

Tom Veldkamp // Spiel Club

Die Familie Veldkamp hat schon Backwaren auf dem Dom verkauft, als das Hamburger Volkfest noch am Gänsemarkt abgehalten wurde. Tom Veldkamp stieg mit 25 Jahren in das Schausteller-Leben ein. "Auf dem Dom stehen 240 verschiedene Schaustellerfamilien hinter ihren Geschäften. Das unterscheidet den DOM vom Freizeitpark, da gibt es nur einen Generalunternehmer"

Renate Göcke // Lustiges Pfeilewerfen

Sie steht seit 1964 auf dem Dom. "Mein Spruch auf dem Dom ist: Kommse ran. Kommse ran. Punkte sammeln"

Claus Kröplin // Drehorgel

Sein Markenzeichen sind Rauschebart und Hut. Schon seit 20 Jahren ist Claus Kröplin mit der Drehorgel vor Ort. Was seine Orgel spielt? Seemannslieder natürlich! Der Mann, der schon als Tierpfleger und Affendresseur gearbeitet hat, sagt: "Man soll das Ganze einfach nicht so ernst nehmen. Das Leben ist für mich ein großes Schauspiel"

Lara Kübler & Sascha Beu // Altmärkische Puppenbühne

Lara Kübler und Sascha Beu sind beide im Wohnwagen aufgewachsen. "In einer Wohnung könnte ich nicht wohnen, das wäre mir zu eng", sagt Lara, die ihren Fachhochschulabschluss in der "Zirkusschule NRW" gemacht hat

Reinhold Stier // Scherenschnitt

In einer Minute porträtiert Reinhold Stier das Konterfei seiner Kunden.

"Ich könnte die Leute auch schönen – kommt aber nicht in Frage. Jeder sieht so aus wie er ist – meine Güte! Es geht nicht, dass ich was Falsches ausschneide"

Hilde Rosenberg genannt "Mama Blume" // Wahrsagerin

"Wir sind auch Deutsche, aber zuerst sind wir Zigeuner. Und heute bin ich stolz drauf. Und dass ich das sagen darf." Zusammen mit ihrer Tochter Simona genannt "Esmeralda" sitzt "Mama Blume" in ihrem alten Zigeunerwagen auf dem Dom und liest aus Händen und Karten. Hilde Rosenberg ist im Wohnwagen groß geworden und kam mit elf Jahren ins KZ. Ihren Ehemann, einen Musiker, hat sie dort kennengelernt. 1945 kamen sie zusammen in die Hansestadt und blieben

Werner Arbeiter genannt "Elvis" // Back Paradies Rasch

"Junger Mann zum Mitreisen gesucht" – vor rund 50 Jahren las Werner Arbeiter zum ersten Mal das Schild. Sein Spitzname lautet "Elvis", so nennen ihn alle auf dem DOM. "Das war genauso ein Typ wie ich". Als 13- oder 14-Jähriger heuerte er in einer Losbude an und arbeitete sich hoch; vom Kinderkarussell, über den Autoscooter bis hin zur Achterbahn. "Früher hat man auf der Reise auch gut Frauen kennengelernt – andere Städtchen, andere Mädchen"

Edith Vorlop // Café Heidmann

Ihre Familie führt eines der letzten großen Cafés auf dem Dom, das für seine Schmalzkuchen berühmt ist. Edith Vorlop hat viele Stammkunden und kennt fast alle Schausteller – "das ist wie in einer Kleinstadt". Sie wurde auf dem Heiligengeistfeld im Wohnwagen geboren, das steht sogar in ihrer Geburtsurkunde

GEO Reise-Newsletter