Tierparadies Phillip Island

Zwar sind die Pinguine auf der kleinen Insel Phillip Island die heimlichen Stars, aber auf der 100 Quadratkilometer großen Insel fühlen sich noch viel mehr Tiere wohl, wie dieses Sumpfwallaby sowie eine rund 16.000-köpfige Seehundkolonie, diverse Vogelarten und natürlich Koalas.

Die Insel ist in rund 90 Minuten von Melbourne aus erreicht. Autofahrer nehmen die Brücke, für mehr Muße sorgen die Fähren ab Stony Point.

Melbournes Naherholungsgebiet

Viele Städte würden einiges dafür geben, um so ein Naturparadies vor der Tür liegen zu haben. Die Mornington Peninsula, von den Einheimischen nur "The Peninsula" genannt, beherbergt zwei Nationalparks, diverse Strände und Australiens einziges natürliches Thermalbad.

Es lohnt sich ein Spaziergang auf Arthurs Seat, die höchste Erhebung der Halbinsel. Von hier aus sieht man sowohl die Skyline von Melbourne als auch die Naturvielfalt der Mornington Peninsula.

Victorias Hochgebirge

Die Bergwelt Australiens ist nicht zu unterschätzen. Die australischen Alpen verteilen sich auf die Bundesstaaten Victoria und New South Wales. Rund 180 Kilometer östlich von Melbourne liegen die Füße der Bergkette. In den Wintermonaten (Juni/Juli/August) beherrschen Wintersportler das Gebiet, im Sommer bieten sich vielseitige Möglichkeiten, die australischen Alpen kennenzulernen. Ein gut erschlossenes Wanderweg-System durchzieht die Bergkette, ebenso diverse Mountainbike-Trails und Absprungstellen für Gleitschirm-Flüge.

Wer mit dem Auto aus Melbourne kommt, sollte ab Bairnsdale die Great Alpine Road nehmen. Dann stimmt schon der Blick aus dem Seitenfenster auf das bevorstehende Bergabenteuer ein.

Felsen zählen

Die Felsformation "Twelve Apostles" zählen wohl zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in ganz Australien. Durch Erosion entstanden und von den mächtigen Wellen des Ozeans ausgewaschen stehen die spitzkantigen Felsen rund 70 Meter von der Steilküste entfernt. Doch von den ursprünglich zwölf, stehen heutzutage nur noch acht, Nummer neun brach 2005 in sich zusammen.

Wer ein bisschen Zeit mitbringt, sollte nicht nur Augen für die Felsformation haben, sondern auch für die umliegende Flora und Fauna. Wale, Pinguine und Seerobben halten sich oft in nächster Nähe auf.

Grampians Nationalpark

Zurück zum Ursprung. Der Grampians-Nationalpark zeigt das wilde, ursprüngliche Victoria. Schroffe Berglandschaften, tiefblaue Seen und reißende Wasserfälle verteilen sich auf 167.000 Hektar Fläche. Wanderer und Naturfreunde kommen im australischen Frühjahr, dann erwacht die Ebene zum Leben: die Eukalyptuswälder treiben aus und die Heide blüht.

Auch alte Felsmalereien der Aborigines sind auf dem Gelände des Grampians-Nationalparks zu finden. Alle Informationen dazu erhalten Besucher im "Brambuk - The National Park and Cultural Centre" in Halls Gap.

Seeluft in Gippsland

Zwischen Melbourne und Bairnsdale liegt das Outdoor-Paradies Gippsland. Eukalyptuswälder und Farmen im Hinterland, weitläufige Strände und Seen an der Küste. Eine Kombination all dieser Facetten bietet ein Ausflug an den Lake Tyers (Foto). Die Gewässer des Sees gehören zu den besten Anglerspots in Victoria. Ein lang gezogener Sandstreifen, der zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt, trennt den See vom Ozean.

Wer nicht selbst angeln möchte, kehrt nach einem Tag am See in The Waterwheel Tavern ein und bestellt sich mit Blick auf den Strand frischen Fisch.

Trubel in den Laneways

Ein Geflecht aus schmalen Gassen und Arkaden, das sind die sogenannten Laneways von Melbourne. Hier zeigt sich die zweitgrößte Stadt Australiens besonders kreativ. Graffitis und Stencil-Zeichnungen schmücken Wände und gar Mülltonnen, die angesagtesten Baristas verkaufen ihren Kaffee nur durch ein Ladenfenster und Pop-up-Stores geben sich hier die Klinke in die Hand. Selbst die Einheimischen kommen bei der dynamischen Veränderung nicht immer mit. Haben sie in der einen Woche noch eine schicke neue Bar entdeckt, kann diese im nächsten Monat schon wieder durch etwas anderes, aber nicht weniger hippes, ersetzt worden sein.

Street-Art-Fans können entweder auf eigene Faust die bunten Wände der Laneways erkunden oder an einer geführten Tour teilnehmen. Melbourne Street Art Tours bietet diese an und die Position des Reiseleiters nehmen die Künstler selbst ein.

Flussabwärts auf dem Murray

Die Quelle des zweitlängsten Flusses Australiens liegt in den australischen Alpen. Über fast 2000 Kilometer formt er dann die natürliche Grenze zwischen den Bundesstaaten Victoria und New South Wales, bevor er bei dem Städtchen Morgan einen Bogen Richtung Süden schlägt und bei Lake Alexandrina in den Indischen Ozean fließt.

Wer sich dem mighty Murray nähern möchte, tut das am besten bei einer der unzähligen Bootstouren, die entlang des Flusses angeboten werden. Sei es mit einem alten Dampfer oder selbstpaddelnd bei einer Kayaktour.

Über den Weinreben

Fast 80 Weingüter verteilen sich in den sanften Hügeln des Yarra Valley und so ist es kaum ein Wunder, dass aus dieser Region die besten Pinot Noirs und Schaumweine Australiens stammen. Die vom Yarra Fluss genährten Böden sind aber nicht nur für den Weinanbau gut, sondern auch für den Anbau von Gemüse und Obst. Die Vielfalt an hochwertigen Köstlichkeiten macht die Region zu einem kulinarischen Ausflugsziel.

Nicht nur von einem Heißluftballon aus lässt sich die Region erschließen, sondern auch entlang der Weinstraße oder entlang des Yarra Valley Food Trails, der über Wochenmärkte und Weingüter führt.

Gut zu Fuß: Great Ocean Walk

Wer die Schönheit der Küste Victorias hautnah erleben möchte, der wandert auf dem Great Ocean Walk. Rund 100 Kilometer spannt sich dieser zwischen Apollo Bay und Glenample bei den 12 Aposteln. Die Route führt durch Urwälder, entlang schroffer Klippen und über Sandstrände. Auf dem Weg liegen mehrere Nationalparks und auch Wildtier-Sichtungen sind möglich: Koalas, Kängurus, Vögel und Wale leben in der Region.

Der Great Ocean Walk wird mit acht Tagen angesetzt. Sieben Campingplätze liegen entlang der Strecke. Wer nicht die ganze Distanz laufen möchte, kann auch Tagestouren unternehmen. Die einzelnen Abschnitte haben meist nicht mehr als sechs oder zehn Kilometer.

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