Nepal: Bei den Schamanen

Auf dem heiligen Berg Kalinchok laden Nepals Geistheiler ihre übersinnlichen Energien auf. GEO-Reporter kletterten mit ihnen und erlebten unterwegs ein magisches Ritual
In diesem Artikel
Nepal ist die Hochburg der Magier
Die Trance beginnt
Schweiß auf der Stirn
Riechdiagnose als letztes Mittel
Die Reise geht weiter

Regen, Regen, Regen. Berghänge in Bewegung. Stürzende Wasser. Grau schäumt uns der Tibetfluß entgegen. Die Straße nach Lhasa schmiegt sich ihm an, und das Keuchen und Schaukeln unseres Busses lullt den Vorsatz ein, nur ja keinen Berg, keinen Blick zu verpassen. Unsere in Kathmandu ausgestellten Trekking permits nennen als Ziel: Kalinchok. Zur Zeit, im Juli und August, nehmen die Götter ihren Jahresurlaub. Sie ziehen sich zur Meditation in die untere Welt zurück, ins Reich der Schlangen, und lassen die Menschen schutzlos in höchster Gefahr. Aber in sechs Tagen ist alles überstanden, dann wird die Rückkehr der Götter gefeiert.

Was ist ein Schamane?

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Indra Gurang ist ein in ganz Nepal bekannter Schamane

Diesem Tag gehen wir entgegen - und seiner wahrlich höchsten Feier auf dem Berg Kalinchok. Auf dessen engem Gipfelplateau, über 3800 Meter hoch, sollen sich Jahr für Jahr viele Dutzend Schamanen zu ihrem Vollmondfest einfinden, um dem großen Gott Shiva Blumen und der Berggöttin Kalinchok Mai Tiere zu opfern und frische Schamanenkraft zu empfangen. Was ist ein Schamane? Er hat Umgang mit Göttern, aber er ist kein Priester. Er heilt, aber er ist kein Arzt. Er kann großes naturmedizinisches Wissen haben, aber das allein macht ihn nicht aus. Er ist derjenige Bauer oder Tagelöhner im Dorf, der gerufen wird bei Unheil, Krankheit, mitunter auch Tod. Der erkennt, ob ein Dämon dahintersteckt. Wenn nein, schickt er den Kranken zum Arzt. Wenn ja, geht er in Trance.

Oft ist der Dorfzauberer bitter arm

In Trance gehen heißt: getragen vom Schlag der Schamanentrommel hinübergehen in die Sphäre der Götter, Geister, Dämonen. Trance ist kein Ego-Trip und hat mit Selbsterfahrung nicht das geringste zu tun. Der westliche Seminar-"Schamane", der sich trommelnd und tanzend selbstverwirklichen will, ist ein groteskes Mißverständnis.

Der Schamane hat für sein Dorf da zu sein, und die Dörfler nutzen es weidlich aus. Sie rufen ihn, und er muß kommen und die halbe Nacht trommeln und heilen, für ein Säckchen Reis, für ein paar Rupien. Der Schamane ist viel billiger als der Arzt und oft bettelarm. Für sein Dorf ist der Schamane derjenige mit dem Transitvisum für die Geisterwelt.

Nepal ist die Hochburg der Magier

Er ist der Kundschafter, der Parlamentär, den sie über die unsichtbare Grenze schicken, um zu erkunden, welcher böse Geist sie hier quält und was zu tun ist, ihn zu vertreiben oder zu versöhnen. Denn dass diesseitiges Unheil eine jenseitige Ursache hat, gilt als ausgemacht. Einst über die ganze Erde verbreitet, ist der Schamane heute noch in Nischen zu finden. In Süd- und Mittelamerika, in Afrika, Australien und weiten Teilen Asiens. Aber nirgendwo sonst tritt er noch so alltäglich und zugleich so archaisch auf wie in den Bergen Nepals. Wenn er eine Gestalt aus der frühen Höhle der Menschheit ist, dann liegt diese Höhle im Himalaya. Ihn zu suchen, sind wir hier.

Ankunft in Barabise

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Den heiligen Berg Kalinchok, auf den die Pilger ziehen, haben Schamanen in ihren Visionen gefunden

Wir sind da. Eine Autostunde vor Tibet beginnt Nepals schamanisches Herzland. Barabise, das Grenznest, ist ein Spalier aus kleinen Läden voll chinesischer Massenware in einem engen Tal, durch das der Fluß aus Tibet donnert. In strömendem Regen packen unsere Sherpa Zelte, Ersatzkleidung, Proviant in ihre Bastkiepen um. Am Weg zum Berg Kalinchok liegt eine frische Opferschale, darin Reis, Mais, Minze, Blüten: die Lebenssymbole, und vier rote Fuchsschwanzblüten: die vier Himmelsrichtungen. Die schamanische Kosmologie in einer Blätterschale. Sie war letzte Nacht der Altar eines Heilers, eines Jhankri, und wurde, wie üblich, nach dem Ritual aus dem Haus geschafft.

Ein Heiler namens Yonjon

Das Haus des Bauernschamanen Yonjon ist aus rohen Steinplatten gefügt, durchdrungen vom strengen Aroma von Ziegen, Qualm, Weihrauch und Schweiß. In einer Kuhle im Lehmboden rußt ein offenes Feuer und wirft einen flackernden Schein auf gut 40 Gesichter. Männer, Frauen, Kinder hocken, stehen, drängen sich in dem niedrigen, stickigen Raum um das Feuer, um Yonjon und Danashing Tamang, einen zweiten Schamanen, um den mit Zweigen von Nachtjasmin (Cestrum nocturnum) geschmückten Altar. In dieser Nacht geht es um Leben und Tod. Der Patient wirkt niedergeschlagen, verängstigt. Sein Blick fliegt, seine Brust flattert, seine Stirn ist naß. Der Fall ist ernst: Paralyse der Beine. Er kann nicht mehr gehen. Ein Mann hat ihn huckepack hergetragen. In der Klinik in Kathmandu hat man ihm nicht helfen können.

Die Trance beginnt

Es beginnt ein Drama in zwei Akten. Trance-Reise und Heilung. Oder für uns Westler: Diagnose und Therapie. Yonjon hat Shorts und Hemd gegen sein Schamanenkleid vertauscht und seinen Tupi, seinen Zopf, entrollt. Er schlägt auf seiner Trommel einen langsamen Rhythmus, dazu spricht er Mantras der Anrufung. Er bittet seine göttlichen Helfer um Einlaß in deren Welt. "Holt mich. Kommt auf mich. Reitet mich."

Wie dunkel sein Gesicht jetzt ist. Schon die Kleidung, die Glockenketten quer über der Brust verwandeln Yonjon. Kaum hat er alles angelegt, gerät er in Vibration. Als er, auf dem Boden sitzend, zu trommeln beginnt, wird das Schütteln stärker, erfaßt die Beine, bald den ganzen Körper. Yonjon schließt die Augen und atmet tief.

Ein Ritt durch eine imaginäre Welt

Jetzt ein Rhythmuswechsel. Der Schamane drischt auf seine alte, auf tausend Trance-Reisen krumm geschlagene Trommel ein wie ein von allen Erlkönigen gejagter Reiter auf sein Pferd. Überhaupt der Eindruck des Reitens. Erst Schritt. Dann hebt und senkt es ihn - Trab. Jetzt ein kurzer, scharfer Galopp. "Hosch! Hosch!" Er saust durchs Tor des Bewußtseins. Sein Trommeln beruhigt sich. Er ist drüben. Er reist.

Yonjons Ausdruck ist völlig verwandelt. Wo eben noch die Lach- und Sorgenfalten des kleinen Bauern waren, tritt eine Stirnader hervor, stark wie ein Kabel. Eben noch ein Bauer, eben noch hier, jetzt Geistreiter durch eine Welt, von der wir Zuschauer nur den Abglanz auf seinem Gesicht sehen. Es ist maskenhaft, abwesend, dann wieder wendet es sich nach oben, unten, zur Seite - wie das eines Reiters, der seinen Weg durch die Wildnis sucht.

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Yonjon ist von einer Familie gerufen worden, die in den Bergen wohnt. In seinen Händen hält er ein spiritistisches "Notarztbesteck"

Kein Hokospokus

Sosehr ich mich bemühe, jedes Detail zu erfassen - der Reporter weiß, daß er nicht weiß, was hier vorgeht. Ich könnte jetzt meine Arme verschränken, mich auf Europas überlegenen rationalen Geist besinnen und sagen: ein Wunderheiler plus Hokuspokus. Aber das klänge wie Pfeifen im Dunkeln, überheblich, feige. Ich gestehe mir ein: Vor meinen Augen spielt sich etwas Uraltes ab. Was ich sehe, haben andere vor Hunderten, vielleicht Tausenden Jahren so ähnlich gesehen. Aber ich bin nicht da, wo Yonjon jetzt ist, und ich sehe nicht, was er sieht.

Schweiß auf der Stirn

Wieder wechselt der Rhythmus. Yonjon spricht das Reise-Mantra. Es schützt und lenkt ihn auf seinem Weg. Eine Art Atlas der Geisterwelt. Im Unterschied zur chaotischen Besessenheit des Mediums beim Voodoo kontrolliert der Schamane seine Trance-Reise. Nur so ist es möglich, gemeinsam zu reisen. Yonjon bittet Wesen, die nur er sieht, um Beistand für den Kranken, um Rat, wie ihm zu helfen sei. Jemand wischt ihm den Schweiß vom Gesicht. Er merkt es nicht. Er taucht kurz aus der Trance auf. Man reicht ihm ein Hühnerei, er bespricht es, der kalkweiße Patient verfolgt es gebannt. Das Ei wird sein Schicksal verkünden. Tod oder Leben. Es wird die Hauptrolle spielen bei "jokhana", der Diagnose.

Diagnosen sind Schwerstarbeit

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Einmal im Jahr zieht Mingmar unter dem Antlitz des Urschamanen Shiva durchs Dorf. Die rituell "belebte" Maske des Gottes soll es spirituell reinigen

Schamanen kennen zwei Arten: "tharo jokhana" und "guru jokhana". Tharo geht schnell, ohne Trance: Pulsfühlen, Reiszählen, Wasser- und Schwarze-Spiegel-Diagnose. Nichts hat das mit westlicher Medizin zu tun, auch das Pulsnehmen nicht. Der Schamane tastet mit der Fingerkuppe das Handgelenk ab wie ein Sensor und murmelt die Namen der bösen Geister. Er wartet auf den kleinen Impuls, der ihm verrät, wer der Übeltäter ist.

Auch die anderen Methoden sind das, was Europäer magische Praktiken nennen. Die Zahl der Reiskörner und das plötzliche Kochen des Wassers in der Schale geben die Art der Krankheit preis, verraten, welcher Dämon, welcher Fluch dahintersteckt. Und der schwarze Spiegel bringt die Wahrheit eines Verbrechens ans Licht. Er ist die mit Holzkohle und Tinte bestrichene Handfläche eines Mediums, eines Kindes, dem etwa die Frage nach dem Dieb gestellt wird. "Wen siehst du in deiner Hand? Wie sieht er aus?"

Böse Geister lügen

Guru jokhana ist tiefer, schwieriger. Der Schamane wendet sich an seinen Guru: "Hier ist jemand, mit dessen Seele ich in die andere Welt reisen werde. Was ist mit ihm? Stirbt er? Kann ich ihn heilen? Wie? Sag mir die Wahrheit."

Die schwierige Wahrheit ist, so hat uns Indra erklärt, daß die Götter und Geister nicht immer die Wahrheit sagen. Der Schamane muß, um sicher zu gehen, doppelt und dreifach reisen und fragen, oftmals die ganze Nacht hindurch. Erst wenn er überall die gleiche Antwort findet, kehrt er zurück. Manchmal reden die Geister wie Affen, wie Vögel. Dann fragt er den Patienten, dessen Seele auf dem Sozius mitgereist ist, was sie gesagt haben, denn der versteht sie.

Riechdiagnose als letztes Mittel

Führt das alles zu nichts, ist Riechdiagnose die letzte Chance. Der Schamane verwandelt sich in Trance in ein wildes Tier. Ausgestattet mit hochempfindlichem Geruchssinn, beschnüffelt es den Kranken wie ein Tiger, wie ein Wildschwein, um die Krankheit zu erriechen. Uralte Erinnerungen an die umherschweifende Jägerhorde, an den Verkehr mit Tiergeistern, an die Höhle der Menschheit und ihre Bilder. Yonjon ist zurück. Danashing Tamang, sein Assistent, setzt sich zu dem Kranken, schneidet Stückchen seiner Fuß- und Fingernägel ab, mischt sie in der Opferschale mit sieben Sorten Reis. Jetzt wird das Huhn gereicht. Es hat in den Händen eines Jungen still auf seinen letzten Auftritt gewartet und in mutigen Momenten letzte Körner gepickt. Es wird an Kopf und Füßen gewaschen und mit roter Farbe bestreut. Yonjon spricht dazu Heil-Mantras.

Das Ei enthält die Wahrheit

Danashing packt das Huhn bei den Beinen und tanzt mit ihm um den Kranken. Bestreicht ihn mit dem Huhn, setzt es auf seinen Kopf, damit es die Krankheit aus ihm heraus und auf sich zieht, schreit die bösen Geister an - "raus, raus!" - und tanzt jetzt wilder. Das Huhn wird so lange mit Wasser bespritzt, bis es sich schüttelt. Das ist das Zeichen: Ich bin bereit.

Ein Junge mit Krummesser übernimmt das Huhn. Kopf ab. Ein Helfer schlägt das Ei auf und reicht es Yonjon. Der liest im Dotter, und jeder liest mit. Ist ein Fleck zu sehen? Daran erkennt der Schamane die Krankheit. Ein Raunen geht durch die Menge: "Fünf Flecke!" So etwas hat man noch nicht gesehen. Der Fall ist wirklich todernst. Yonjon meint trotzdem, er könne helfen. "Aber das dauert seine Zeit."

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Vor dem Shiva-Tempel aus Dreizacken und Glocken

Patient geheilt

Nach einer Woche wird der Kranke unserem Bergführer berichten, es gehe ihm besser. Einen Monat später wird er ihm schreiben: "Mir geht es gut, und ich bete zu Gott Pashupati für Euch. Ich habe Tausende Rupien ausgegeben, um geheilt zu werden, aber die Ärzte haben es nicht geschafft." Nach dem Heilritual an jenem Abend in Yonjons Hütte sei er allmählich gesund geworden. "Ich bin jetzt zu 100 Prozent geheilt. Ich bin so dankbar. Ich habe ein neues Leben geschenkt bekommen. Ich kann wieder über diese Erde gehen. Nun hoffe ich, auch Arbeit zu finden."

Die Reise geht weiter

Rituale, Trommeln, Segenswünsche, langer Abschied von Yonjon. Alle vier Schamanen des Ortes tanzen für uns im Regen. Abmarsch. Seit Stunden steil bergan. Steigen, atmen, triefen, nicht denken. Ein vegetativer Zustand, nicht unangenehm. Gehen in Wolken, Hüpfen von Stein zu Stein. Kaum Sicht. Die Luft wird dünner, das Atmen schwer. Vierter Tag. Wir müssen Tempo machen, wenn wir übermorgen auf dem Gipfel sein wollen. Unsere Sherpa hüpfen wie Bergziegen die glitschigen Hänge hinauf, meist barfuß, jeder seinen Zentner Gepäck im Kreuz. Je höher wir aufsteigen, desto schleppender kommen wir voran. Alle halbe Stunde Stopp vor einer frommen Barrikade. Eine herbeigeschleppte Bohle dient als Altar. Blumen, Opferschale, Weihrauch. Dazu Kartoffeln und reichlich Rakshi, selbstgebrannten Reisschnaps, und Chhang für die Schamanen. Die Bergler erbitten ihren Anteil am Glück und Kraft spendenden Segen unseres Zuges zum Berg der Götter. Bedürfte es einer Demonstration, wie lebendig, wie populär Schamanismus ist - dies wäre sie.

Endlich am Ziel

Aufwachen in der Almhütte einer jungen Sherpa-Familie. Der erste Blick aus der Tür gleicht dem Moment, wenn ein Flugzeug durch die Wolken stößt. Endlich Himmel, wenn auch vorerst verhangen. Endlich heraus aus der Nebelsuppe, durch die wir seit Tagen aufsteigen. Wir sind über den Wolken.

Um acht Uhr erreichen wir ein Plateau auf etwa 3500 Meter Höhe. Die Fernsicht löst Freudenschreie aus. Erstmals zeigen sich uns die Majestäten vom Dach der Welt. Die Schneezacken der Langtan-Kette. Die Annapurna-Spitzen.

Ja, so ist er uns geschildert worden: ein schmales Plateau am Ende eines nach allen Seiten steil abfallenden Gipfelgrats. Der Schrein ist ein archaischer Schattenriß vor einem urzeitlichen Regenhimmel und erinnert zugleich an den wirren Antennensalat auf einem Wolkenkratzer: Tausende von Dreizacken, den Feldzeichen Shivas, gegen den schwarzen Himmel gereckt.

Ein Abstieg voller Erleuchtung

Morgen wird Shiva über den Berg Schamanenkraft im Überfluß ausgießen. "Was habt ihr für ein Glück, hier zu sein. Jeder Wunsch, der von Herzen kommt, wird morgen erfüllt." Wir lagern am Kamm, der sich zum Gipfel aufschwingt auf einer nach links und rechts steil abfallenden Bergwiese, auf die Yaks ihre gewaltigen Haufen gesetzt haben. In Europa wäre auf dieser Höhe ewiges Eis. Hier in den Subtropen ist auf fast 4000 Metern noch alles grün, buschig, waldig. Mohan Rai, unser Bergführer, schaut mißtrauisch zum Himmel. Und wirklich, noch vor Mittag steigt eine dunkle Wand herauf und verhüllt die Szene wie ein Vorhang. Minuten später sind Gipfel und Schrein, eben noch in der Sonne, wieder eingenebelt. Wir steigen ab, so schnell und so tief es geht, aber der Monsun holt uns ein, der Weg endet, wie er begann, mit Regen, Sturzbächen, Blutegeln.

Egal, wir waren oben. Wir waren auf dem schamanischen Gipfel. Wir haben mehr gesehen und erlebt, als wir zu träumen wagten.

Wir nehmen Abschied von unseren Sherpa. "Namaste", rufen sie, "namaste!" Das heißt: "Ich grüße den Gott in dir."

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