Reiserecht Die ewige Gepäckrechnerei

Zwei Kinder, ein Koffer - für manche Airline ein Regelverstoß!

Der Fall:

Die W.s, Vater, Mutter, zwei kleine Kinder, fliegen mit Germanwings nach Nizza. In weiser Voraussicht haben sie sich über die Gepäckbestimmungen informiert. Jedes Kind darf einen Koffer mit einem Gewicht von acht Kilogramm an Bord nehmen. Die W.s wollen sich das Leben einfach machen und packen für beide einen Kindertrolley, der 16 Kilogramm wiegt. Am Check-in heißt es: Weil pro Kind maximal acht Kilogramm erlaubt sind, ist es unerheblich, ob ein Kind kein Gepäck hat. Vielmehr zählt, dass ein Kind einen Koffer mitbringt, der doppelt so viel wiegt wie erlaubt. Deshalb müssen die W.s für das Übergepäck 20 Euro bezahlen. Wir fragen Reiserechtler Professor Ernst Führich: Kann man sich gegen den Irrsinn der Fluggesellschaften wehren?

Die Antwort des Experten:

"Nein! Sofern auf das Zusatzgeld hingewiesen wird, ist das keine juristische Benachteiligung - es ist bloss Nonsense."

Die ewige Gepäckrechnerei

Ihre Fragen zum Reiserecht, erklärt Prof. Dr. Ernst Führich. Er ist durch viele Veröffentlichungen wie dem Ratgeber "Reiserecht - Guter Rat bei Urlaubärger" als einer der führenden Reiserechtler ausgewiesen. Aktuelles zum Reiserecht und seine "Kemptener Reisemängeltabelle finden Sie unter www.reiserecht-fuehrich.de.

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