Reiserecht Vermittlungsgebühren

Leser B. ärgert sich über zu hohe Vermittlungskosten eines Buchungsportals, wie ist die Rechtslage?

Der Fall:

Leser B. braucht ein Hotel in Dresden. Er bucht über ein Reiseportal, bei dem er oft auch Flüge reserviert. Es wundert ihn nicht, dass er die Kreditkartennummer eingeben muss und sein Konto vorab mit 50 Euro belastet wird, er hält den Betrag für eine Anzahlung. Das ist bei den meisten Hotelbuchungssites nicht üblich, deren Kunden begleichen den Zimmerpreis vor Ort, die Vermittlungsgebühr erhält der Vermittler vom Hotel. Bei der Abreise erkennt B. seinen Irrtum und protestiert. Das Hotel beharrt auf dem vollen Preis, der Vermittler verweist auf seine Geschäftsbedingungen (AGB). Wir fragen Reiserechtler Dr. Ernst Führich: Was tun?

Die Antwort des Experten:

"Vermittlungskosten müssen als Teil des Preises beim Buchungsvorgang deutlich erkennbar sein. In den AGB versteckte Kosten müssen nicht bezahlt werden. Zurückfordern!"

Vermittlungsgebühren

Ihre Fragen zum Reiserecht, erklärt Prof. Dr. Ernst Führich. Er ist durch viele Veröffentlichungen wie dem Ratgeber "Reiserecht - Guter Rat bei Urlaubärger" als einer der führenden Reiserechtler ausgewiesen. Aktuelles zum Reiserecht und seine "Kemptener Reisemängeltabelle finden Sie unter www.reiserecht-fuehrich.de.

Ihre Fälle

Hatten Sie auch Ärger im Urlaub? Dann schildern Sie uns Ihren Fall per Mail: geo-saison@geo.de

 

GEO Reise-Newsletter