Reiserecht Urlaubskürzung durch Airline

Zwei Flüge und zweimal Chaos, doch die Airline möchte Familie S. nur 124 Euro Entschädigung zahlen. Ist das genug für die verlorene Urlaubszeit?

Der Fall:

Schon beim Hinflug landet Paar S. mit 2,5 Stunden Verspätung in der Türkei, im Hotel serviert man nur noch einen Snack. Der Rückflug nach Memmingen verläuft noch chaotischer. Es beginnt um 7.20 Uhr morgens, die S. werden zum Flughafen gebracht, doch da schrauben Techniker an "ihrem" Flugzeug. Gegen 12 Uhr heißt es, der Flug verspäte sich auf 13 Uhr, um 13.30 Uhr wird den Passagieren ein Imbiss angeboten, um 17.30 Uhr muss das Gate gewechselt werden, um 19 Uhr gibt es Essen und Softdrinks im Hotel, um 3 Uhr morgens erfolgt der erneute Transfer zum Airport, um 6 Uhr landet die Maschine 18 Stunden verspätet in Memmingen. Die S. müssen einen Tag Urlaub nehmen. Der Veranstalter bietet als Entschädigung fünf Prozent des Reisepreises, 124 Euro. Das kommt den S. wenig vor. Was sagt unser Reiserechtsexperte Professor Ernst Führich dazu?

Die Antwort des Experten:

"Die Verspätung auf dem Hinflug ist nur eine Unannehmlichkeit. Die Ankunftsverspätung von 18 Stunden berechtigt zu einer Ausgleichszahlung von 400 Euro pro Person zusätzlich zur angebotenen Preisminderung."

Urlaubskürzung durch Airline

Ihre Fragen zum Reiserecht, erklärt Prof. Dr. Ernst Führich. Er ist durch viele Veröffentlichungen wie dem Ratgeber "Reiserecht - Guter Rat bei Urlaubärger" als einer der führenden Reiserechtler ausgewiesen. Aktuelles zum Reiserecht und seine "Kemptener Reisemängeltabelle finden Sie unter www.reiserecht-fuehrich.de.

Ihre Fälle

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