Als die "Costa Concordia" am Abend des 13. Januar 2012 vor der Insel Giglio auf einen Felsen auffuhr, waren 4200 Menschen an Bord

Das Schiff neigte sich anschließend zur Seite, was die Evakuierung der Passagiere erschwerte

Insgesamt starben im kalten Gewässer 32 Personen, da die Evakuierung erst spät eingeleitet wurde und über sechs Stunden dauerte

Monatelang lag das havarierte Schiff an der Unglücksstelle, bis die Abschleppung in den rund 350 Kilometer entfernt liegenden Heimathafen Genua beginnen konnte

Dort begann dann die Demontage des Schiffes: es wurde zersägt, zerschweißt und in verwertbare Einzelteile zerlegt

Noch bevor es dazu kam, reiste der deutsche Fotograf Jonathan Danko Kielkowski nach Genua. Sein Plan: Irgendwie an Bord gelangen und Bilder machen

Zu seiner eigenen Verwunderung gelang ihm das sehr schnell, denn das Schiff war weder bewacht, noch abgesperrt. Rund 200 Meter schwamm er, um die Costa Concordia zu erreichen

Seine Bilder haben einen schaurigen Touch, sie zeigen die Verwüstung und Zerstörung, teilweise unter einer salzigen Kruste

Auf den zweiten Blick lassen sich dann immer wieder Details entdecken, wie eine Tasse, die unbehelligt auf einem Tisch der ehemaligen Bar steht, die während des Unfalls ihre Position nicht verändert haben

Jonathan Danko Kielkowski verarbeitete seine Eindrücke in einem Bildband und zeigte sie bei einer Ausstellung in Los Angeles

CONCARDIA, Jonathan Danko Kielkowski, eine limitierte Auflage von 800 Büchern, 110 Seiten, Texte auf Deutsch und Englisch, erschienen und bestellbar bei White Press.

Mehr Informationen zu den weiteren Projekten des Fotografen gibt es online unter:

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