Auf den Auslöser drücken wenn alles passt

„Genau vor dem Club war ein Parkplatz frei und ich habe mir die Szene schnell durch das Smartphone angesehen“, sagt Dressler. „Und in dem Moment passte alles: Kirsas Kopf ragte genau in den aufgerissenen Mund des Murals“

Mit Deko arbeiten

Der Platzhirsch aus dem Hardware Store: In Marfa, Texas, einem Ort der Künstler und Esoteriker – schmückt sich auch der Eisenwarenladen mit einer kapitalen Deko. Hauke Dressler hat den Shop mit dem iPhone fotografiert.

Das Schnappschuss-Porträt

„Kirsa schaut aus dem Fenster unseres Hotels in New Orleans, ein ehemaliges Mädchenwohnheim, ich stehe mit dem Handy etwa anderthalb Meter davor. Mehr Nähe würde das Porträt verzerren – das Weitwinkelobjektiv im Smartphone verlangt nach der Halbdistanz. Mit einer Fotobearbeitungs-App (zum Beispiel Snapseed) habe ich die Spiegelung der Hochhäuser im Fensterglas und die Struktur des alten Holzes verstärkt. Ergebnis: ein wunderbar lebendiges Porträt – quasi im Vorübergehen.“

Im Vergleich: Standardfotografie und Apps

„Der Vergleich der Aufnahmen aus dem Monument Valley, hier und im nächsten Bild, zeigt, welche Effekte man mit wenigen Klicks erzielen kann. Mit der Standard-Kamera aufgenommen (oben), haben wir schöne
Wolken, doch keine wirklich spannende Wirkung ..."

Im Vergleich: Standardfotografie und Apps

„Mit einer Foto-App habe ich einen HDR-Filter darüber gelegt, Wolken und Reiter sind etwas überbelichtet. Und mit dem Polaroid-Effekt, den die App erzeugen kann (Rahmen, Quadrat-Ausschnitt), bekomme ich einen viel interessanteren Schnappschuss. Das Smartphone verführt ein wenig zur Fast-Food-Fotografie. Wer es aber sorgfältig einsetzt, vor allem die Apps zur Bearbeitung, wird überraschende Bilder bekommen. “

optische Reisenotizen entwerfen

„Warum nicht einfach mit dem Handy einen Screenshot von Google Maps machen? Schon habe ich ein Bild unserer Reiseroute. Per App (zum Beispiel Instant) habe ich einen Vintage-Effekt und den Polaroid-Rahmen hinzugefügt – fertig ist eine Illustration fürs Reisetagebuch. Das kann man auch schnell an jemanden mailen oder es posten, statt langwierig die Route schildern zu müssen.“

Über die Smartphone-Fotografie

„Ich fotografiere mit einem iPhone 6s, finde die Qualität, die das Gerät liefert, erstaunlich. Moderne Android-Geräte arbeiten auf ähnlich hohem Niveau. Wichtig: Wo es möglich ist, immer RAW-Format wählen! Wenn man das
Foto bearbeitet, bleibt die Originaldatei erhalten. Und Daten sichern! Am besten, man stellt sein Handy so ein, dass die Aufnahmen automatisch in einer Cloud gespeichert werden – das beruhigt gerade auch auf einer großen Reise.“

Digitale Postkarten entwerfen

„Das Monument Valley ist ein weltbekanntes Fotomotiv; mit Schwarz-Weiß wollte ich hier etwas Abwechslung schaffen, der dramatische Wolkenhimmel bot sich dafür natürlich an. Das ist das Schöne am Smartphone: Ich knipse, gestalte und verschicke meine ganz individuelle digitale Postkarte von unterwegs.“

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