Insel Saba, Niederländische Antillen

Die Insel Saba ist auf den ersten Blick ein Paradies. Die nur 13 Quadratkilometer große Karibikinsel protzt mit Naturschönheit, etwa im artenreichen Saba National Park. Dennoch ist die Destination hoch riskant. Denn die Tropeninsel hält den traurigen Rekord im Vom-Hurrikan-verwüstet-Werden. Nirgendwo sonst schlugen Monsterstürme öfter zu als hier - zumindest in den vergagenen 150 Jahren.

North Sentinel Island, Indischer Ozean

Diese Trauminsel ist gleich doppelt gefährlich. Nämlich für Besucher ebenso wie für die Bewohner. Die Sentinelesen - man weiß nicht genau, wie viele es sind, Schätzungen belaufen sich auf 50 bis wenige hundert - gehören zu den wenigen unkontaktierten Völkern der Erde. Und sie lehnen Besuch aus der sogenannten zivilisierten Welt ab - auch mit gewaltsamen Mitteln. Völlig zu Recht, denn die könnten ansteckende Krankheiten einschleppen, die das Mini-Volk in kürzester Zeit auslöschen könnten. 2004 wurde ein Helikopter mit Pfeil und Bogen bedroht, 2006 wurden offenbar zwei Fischer aus der "zivilisierten Welt" umgebracht. Niemand weiß, wie lange die Sentinelesen ihre Isolation noch verteidigen können. Immerhin hat die indische Regierung die Insel 1996 zum Sperrgebiet erklärt.

Queimada Grande island

Die Insel vor der Südostküste Brasiliens sieht man sich definitiv besser vom Segelboot aus an. Und belässt es dabei. Der Grund dafür ist 70 Zentimeter lang, hellbraun bis goldfarben - und tödlich. Das Gift der Insel-Lanzenotter Bothrops insularis tötet eine Maus in Sekunden. Auch Menschen haben kaum eine Chance, wenn sie gebissen werden. Die Art kommt nur auf der 43 Hektar großen Insel vor. Neuerdings ist die Insel-Lanzenotter allerdings selbst gefährdet. Nämlich durch die pharmazeutische Industrie und illegalen Tierhandel.

Bikini-Atoll, Marshallinseln

Das aus 23 Inseln bestehende Atoll sieht verlockend aus mit seinen unberührten Sandstränden und Kokospalmen. Was man dem Tropenparadies nicht ansieht: Zwischen 1946 und 1958 ließ die US-Army hier 67 Atombomben hochgehen. Darunter eine Wasserstoffbombe, die der Sprengkraft von rund 1000 Hiroshimabomben entsprach. Im Jahr 2006 sah die US-Regierung keine Gefahr mehr für die evakuierten Ureinwohner. Zurückgekehrt sind sie dennoch nicht.

Miyake-jima

Hier gibt es weder giftige Schlangen noch Hurrikane. Riskant ist der Aufenthalt hier trotzdem. Denn die Insel im Pazifischen Ozean ist eine Vulkaninsel. Und seit einer Eruption im Jahr 2000 strömen permanent giftige Schwefelgase aus dem Krater. Die rund 3000 Bewohner wurden in Sicherheit gebracht, konnten aber 2005 zurückkehren. Seither ist Wachsamkeit Trumpf. Der Schwefelgehalt der Luft kann jederzeit bedrohlich ansteigen.

Insel Riems, Ostsee

Die Ostseeinsel im Greifswalder Bodden ist ein einziger Hochsicherheitstrakt. Zwar dürfte es nicht gefährlich sein, hier zu stranden. Aber hinter den Mauern der Laborgebäude des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit lauern einige der gefährlichsten Bakterien und Viren der Welt. Also solche, die hoch ansteckend sind und Krankheiten auslösen können, gegen die es weder Impfung noch Therapie gibt. Und die tödlich enden. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde hier an der Entwicklung von Biowaffen gearbeitet.

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