Die Malediven

Die 1196 Eilande des Inselstaats im Indischen Ozean liegen im Mittel nur einen Meter über dem Meeresspiegel. Die höchste Erhebung ragt gerade einmal 2,4 Meter über die Wasseroberfläche. Sollten Meereis und Gletscher weiter tauen wie bisher, würden in 100 Jahren nur noch unbewohnbare Reste des Inselparadieses aus dem Wasser ragen. Schon 2016 kam es zudem zu einer verheerenden Korallenbleiche. Grund dafür sind die gestiegenen Wassertemperaturen.

Venedig

Wenn die Gondeln Trauer tragen … Auch Venedig, jene Stadt mit dem unvergleichlich morbiden Charme, kämpft mit dem ansteigenden Meeresspiegel. Schon heute stehen Teile des Weltkulturerbes regelmäßig unter Wasser. Steigt der Meeresspiegel weiter an, droht der Stadt, die auf Millionen hölzernen Pfählen in einer Lagune errichtet wurde, der Untergang.

Die Alpen

Die einst mächtigen Eiskappen der Alpen schwinden. Schon heute haben die Gletscher der Alpen nur noch etwa die Hälfte ihrer einstigen Ausdehnung. Im Jahr 2100 könnten sie komplett eisfrei sein. Wintersportler müssen immer höhere Skiorte aufsuchen, Schneekanonen verdecken mancherorts, dass die Skisaison durch ansteigende Temperaturen immer kürzer wird. Schlimmer noch: Tauende Böden, Schutt und Geröll entwickeln sich zur Gefahr für Touristen und Dörfer in abgelegenen Tälern.

Great Barrier Reef

Es ist die größte lebende Struktur des Planeten Erde, ein Hotspot unvergleichlicher Artenvielfalt. Aber das Great Barrier Reef, oder das Große Barriereriff, ist in Gefahr. Baggerarbeiten und steigende Wassertemperaturen stressen die Korallen. Die Tiere, die mit Algen kooperieren, stoßen die Einzeller ab, verlieren ihre Farbe – und sterben schließlich. Mehr als ein Drittel von ihnen, schätzen Experten, waren 2016 im Absterben begriffen – oder schon gestorben. Im nördlichen Teil sind stellenweise bis zu 83 Prozent.

Alaska

Alaska ist für viele Menschen der Inbegriff von unberührter Wildnis. Doch die hier wohnenden Menschen, aber auch Abenteurer und Naturliebhaber werden sich darauf einstellen müssen, dass sich das Land verändert. Denn der Temperaturanstieg macht sich hier doppelt so stark bemerkbar wie im globalen Durchschnitt. Wie in der nahe gelegenen Arktis schmelzen hier Gletscher und das See-Eis. Permafrostböden tauen auf und geraten in Bewegung. Ganze Dörfer erwägen, umzuziehen.

Das Wattenmeer der Nordsee

Das Wattenmeer vor den Küsten der Niederlande, Deutschlands und Dänemarks ist das größte seiner Art und genießt seit 2009 den Status eines Weltnaturerbes. Doch alle Schutzbemühungen um das sensible Ökosystem laufen ins Leere, wenn der Meeresspiegel steigt. Sollte der bis zum Jahr 2100 um einen Meter steigen, würden riesige Wattflächen verschwinden und ungeschützte Küsten erodieren.

Mumbai

Mumbai ist mit 18 Millionen Menschen eine der bevölkerungsreichsten Metropolregionen Indiens. Und sie wächst weiter. Fatal: Zugleich steigt die Gefahr, dass Teile der Stadt, die schon heute unter dem Meeresspeigel liegen, überschwemmt werden. Denn der Meeresspiegel steigt derzeit im Mittel um etwas mehr als drei Millimeter jährlich – doppelt so schnell wie noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zu den zehn am stärksten gefährdeten Megacities gehören neben Mumbai auch Shanghai, Hongkong und Kalkutta.

Amazonas-Regenwald

Die "Lunge der Erde" wird der Regenwald im Amazonas-Becken auch genannt. Doch neben Abholzung, Landwirtschaft und dem Abbau von Rohstoffen macht dem Wald auch das Klima zu schaffen. Bei einem Anstieg der Temperatur von zwei bis drei Grad könnten sich bis zum Jahr 2050 rund 60 Prozent seiner ursprünglichen Ausdehnung in eine trockene Savanne verwandeln.

Das Tote Meer

Es klingt merkwürdig, aber das Tote Meer stirbt. Der Salzsee, der an das Westjordanland, Israel und Jordanien grenzt, trocknet aus. Jedes Jahr sinkt der Wasserspiegel des tiefstgelegenen Sees der Erde um einen Meter; um das Jahr 2050 könnte er vollkommen ausgetrocknet sein. Grund dafür ist vor allem, dass aus dem einzigen Zufluss, dem Jordan, immer mehr Wasser für Landwirtschaft und Industrie abgezweigt wird.

Der Kilimandscharo

Die Gletscher auf dem mit 5895 Metern höchsten Bergmassiv Afrikas schmelzen – zwischen 1912 und 2009 um 85 Prozent. Im schlimmsten Fall könnte die Bergspitze in nur zwei Jahrzehnten eisfrei sein.

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