Durch die Wimmbachklamm

Zwischen Watzmann und dem nicht minder beeindruckenden Hochkalter versteckt sich das Wimbachtal mit seinem rund neun Kilometer langen Schuttstrom aus Dolomitgestein. Die tief in die Kalkfelsen eingeschnittene Wimbachklamm ist quasi die Eintrittspforte in das grandiose Hochtal, durch das ein bequemer Weg bis zur Wimbachgrieshütte (1327 Meter) führt – große Ausblicke über die wilde Bergwelt inbegriffen.

 

  • Gehzeit und Start: 5,30 Std.; Ramsau, Wimbachbrücke (635 m)
  • Charakter: Leichte, wenn auch lange Wanderung auf überwiegend guten Wegen.
  • Auskunft: Tourist-Information Ramsau, Tel. 08657/98 89-20, www.ramsau.de
  • Tipp: Der Zauberwald zwischen Ramsau und Hintersee lohnt ebenfalls einen Besuch und kann auf einem guten Wanderweg erkundet werden.

Zwischen Karwendel und Wetterstein

Der sanfte Wald- und Wiesenbuckel des Kranzbergs (1391 Meter) bildet einen perfekten Kontrast zu den grauen Felsabbrüchen von Karwendel und Wetterstein. Zudem ist der Zugang überaus bequem. Mit einer gemütlichen Einersesselbahn schwebt man über die weiten Almwiesen und landet kurz unterhalb vom Gasthaus St. Anton – zum Gipfel des Kranzbergs ist es von dort nicht mehr weit. Der schönste Abstieg führt dann über den Lautersee und einen Panoramaweg im Angesicht des Karwendel zurück ins Tal.

 

  • Gehzeit und Start: 2,30 Std.; Mittenwald, Talstation Kranzberg-Sessellift (980 m)
  • Charakter: Leichte Tour auf breiten Wegen mit kurzem Anstieg.
  • Auskunft: Alpenwelt Karwendel Mittenwald Krün Wallgau Tourismus, Tel. 08823/3 39 81, www.mittenwald.de
  • Tipp: Im Sommer sind die Temperaturen des auf knapp 1000 Meter Höhe gelegenen Lautersees badetauglich. Zudem gibt es dort auch einen Bootsverleih.

Abstecher unter die Erde

Die Oswaldhöhle, eine Durchgangshöhle mit Ein- und Ausgang, bildet den Auftakt zu einer kurzweiligen Wandertour mit vielerlei Höhepunkten. Dazu zählen die verwunschen im Wald liegende Höhlenruine des Quackenschlosses, der aussichtsreiche Felsturm des Adlersteins und die eindrucksvolle Höhlenruine der Riesenburg, deren Hauptattraktion eine begehbare Felsenbrücke ist. Der zweite Teil der Wanderung wird von der lieblichen Natur des Unteren Aufseßtals bestimmt.

 

  • Gehzeit und Start: 4 Std.; Muggendorf (324 m)
  • Charakter: Anfangs überwiegend schmale Waldpfade, im zweiten Teil breite Wege.
  • Auskunft: Touristinformation Muggendorf, Tel. 09196/92 99 31, www.wiesenttal.de
  • Tipp: Im benachbarten Streitberg die Binghöhle (www.binghoehle.de) besichtigen.

Unterwegs zum Illerdurchbruch

Geradezu lieblich ist die Wanderung entlang der Iller, die sich hier tief in die Allgäuer Hügel eingegraben hat. Eine Tour für Genießer, die sich über sattgrüne Wiesen und viele Blumen am Wegesrand freuen. Die Runde startet am Parkplatz an der Illerbrücke Au und führt bis zur 84 Meter langen Hängebrücke bei Altusried, auf der Wanderer seit zehn Jahren den Fluss überqueren können.

 

  • Gehzeit und Start: 4 Std.; Bad Grönenbach, Parkplatz Illerbrücke Au (633 m)
  • Charakter: Genussreiche Wanderung, überwiegend breite Wege.
  • Auskunft: www.wanderportal-unterallgaeu.de
  • Tipp: Eine abwechslungsreiche Mehrtagestour ist die Wiesengänger Route (463 km) im Rahmen der Wandertrilogie Allgäu (www.allgaeu.de).

Auf den Spuren der Donau

Über abenteuerliche Pfade verläuft der Jägersteig durch die Wälder hoch über dem Wellheimer Trockental, durch das einst die Urdonau floss. Und die hat deutliche Spuren hinterlassen: Das Wasser hat einige der Felsen glatt geschliffen. Trockenrasen mit Wacholder und einzelne Felsen bestimmen dagegen das Landschaftsbild auf der anderen Talseite beim Ausgangspunkt Dollnstein.

  • Gehzeit und Start: 4–4,30 Std.; Dollnstein (402 m)
  • Charakter: Schmale, teilweise gesicherte Steige, hier sind oft Trittsicherheit und und ein wenig Übung im Klettern erforderlich.
  • Auskunft: Tourismusinformation, Tel. 08422/15 02, www.dollnsteininfo.de
  • Tipp: Gleich um die Ecke bei Konstein und Aicha finden Kletterer lohnende Ziele – und einen Klettersteig, den Oberlandsteig.

Vom Hochgrat über sechs Gipfel

Immer schön oben entlang heißt das Motto bei der rund zwölf Kilometer langen Überquerung der Nagelfluhkette. Auf aussichtsreichen Pfaden geht es vom Hochgrat über sechs namhafte Gipfel und einige kleinere Erhebungen mit vielen lauschigen Plätzen zum Rasten. Eine stramme Tour mit knappem Zeitrahmen, schließlich sollte am Ziel die letzte Talfahrt mit der Sesselbahn um 17 Uhr nicht verpasst werden.

 

  • Gehzeit und Start: 7 Std.; Steibis, Talstation Hochgratbahn (826 m)
  • Charakter: Anstrengende Tour, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert.
  • Auskunft: Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH, Tel. 08386/9 30 00, www.oberstaufen.de
  • Tipp: Die Sturmannshöhle (www.sturmannshoehle.de) bei Obermaiselstein ist die einzige öffentlich zugängliche Spalthöhle im Oberallgäu und einen Besuch wert.

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