Im Herzen der Toskana erlebte Sven Fennema den wohl „überraschendsten Moment“ bei seiner Arbeit für „Neuland“. Mit der Hilfe von Satellitenfotos fand er eine verlassene Sprengstofffabrik. Nachdem 1944 die deutsche Wehrmacht die Fabrik übernommen hatte, sprengten Partisanen das Schienennetz. Die Natur übernahm den Ort – und machte ihn friedlich

Über der größten Halle der Dynamitfabrik liegt Endzeitstimmung, selbst auf Schuttbergen und Stahlbeton wachsen bereits Bäume empor

Ein kleiner Dschungel, mitten in Europa. Es sind Orte wie diese italienische Gartenanlage, die Sven Fennema liebt. Wo der Mensch ging, herrscht nun das Grün. Verschiedenste Pflanzen hauchen diesem einst prachtvollen Pavillon neues Leben ein

Diese vor vielen Jahren einmal herrschaftliche Villa liegt komplett in einem dichten Wäldchen verborgen. An einen Aufstieg in die Obergeschosse ist nicht mehr zu denken, das einstige Treppenhaus führt ins Nichts

An der italienischen Adria-Küste entdeckte Fennema diese Kuppel einer Diskothek mit weitläufiger Außenanlage. Heute übertönt die Stille den einstigen Lärm in der Schilflandschaft

Man muss schon ganz genau hinsehen, um diesen Brunnen im verwilderten Garten einer vergessenen Villa in Italien zu entdecken. Vollkommen mit Moos bewachsen, wird er bald ganz im endlosen Grün aufgehen

Während das Wohnhaus der Villa völlig eingestürzt ist, erinnert ein die eiserne Fassade des Gewächshauses an die einstige Pracht

Bei diesem belgischen Anwesen fällt vor allem das ausgefallene Reetdach auf. Von der Straße aus ist das Landhaus nicht zu sehen, erst hinter fast undurchdringlichem Dickicht erscheint das Gebäude

Entlang der italienischen Adriaküste gibt es neben unzähligen Hotels auch diverse Wasserparks. Ihrer guten Lage ungeachtet sind manche Freizeitanlagen heute nur noch Spielwiesen der Natur

Trotz des brachialen und kalten Betons hat sich der untere Teil dieses verlassenen Kühlturms in ein freundliches Grün gehüllt

Sven Fennema verewigt die morbide Schönheit vergessener Orte in Bildern zum Wegträumen. Für den Bildband „Neuland“ reiste der Krefelder quer durch Deutschland, Polen, Italien, Frankreich, Belgien und Luxemburg. Auf 240 Seiten zeigt das bei Frederking & Thaler Verlag erschienene Buch viele erstmals gezeigte verlorene Orte in Mitteleuropa

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