Lake City, Colorado, USA

Zum Ende des 19. Jahrhunderts lockten Silber- und Goldadern die Glücksjäger, heute kommen Bergsteiger und Eiskletterer nach Lake City in Colorado. Die schätzen vor allem die weitläufige Landschaft mit Bergen und Tälern rund um das abgelegene Goldgräbernest. Die Chancen stehen gut, den Eispickel als erster in einen bislang unbestiegenen Wasserfall zu hauen. Anfänger lernen zum Beispiel am Sundog Peak die Basics, Profis kraxeln die Sherman Route über Eis und Stein bis zum Gipfel des Half Peak in 4221 Metern Höhe.

 

Zeitraum: später Dezember bis April, häufig bis Ende Juni
Schwierigkeit: Anfänger bis Profi (drei Schwierigkeitsgrade)
Anbieter/Kontakt: The Colorado Climbing Company, 1031 Mt. Werner Circle, Colorado Springs; Tel.: 01 719 209 6649; www.coclimbing.com

Alpbachtal, Österreich

In den Kitzbüheler Alpen schlängelt sich der Alpbach durch das nach ihm benannte Tal. Touristisch ist es gut erschlossen: Das „Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau“ gehört zu den Top-Ten der Tiroler Skigebiete. Die Region eignet sich gut für Anfänger im Eisklettersport, Kurse werden sogar für Unerfahrene angeboten. Gut, um reinzuschnuppern, bevor man sich zum ganz großen Abenteuer entschließt. Profis schauen sich die Nachbartäler an.

 

Zeitraum: Wintermonate
Schwierigkeit: Anfänger
Anbieter/Kontakt: Alpinschule Tirol, Alpbach 735, Alpbach; www.alpinschuletirol.com

Pontresina, Schweiz

Ganze Panoramen aus zugefrorenen Wasserfällen und eisverhangenen Felswänden machen Pontresina im Engadin zu einem Zentrum des Eiskletterns. In der Schlucht entstehen jeden Winter abwechslungsreich geformte Eiswände, die fast täglich ihre Struktur ändern. Beruhigend für Anfänger: Erfahrene Bergführer bearbeiten die Hänge mit Wasser, um eine optimale Dichte zu gewährleisten. Bei der nahen Bergstation Corvatsch erhebt sich die höchstgelegene Eiskletterwand der Welt. Die Bergsteigerschule Pontresina gibt Kurse in allen Schwierigkeitsgraden und verleiht Ausrüstung.

 

Zeitraum: Wintermonate
Schwierigkeit: Anfänger bis Profis
Anbieter/Kontakt: Bergsteigerschule Pontresina, Via Maistra 163, Pontresina; Tel.: 00 41 81 842 82 82; www.bergsteiger-pontresina.ch

Johnston Canyon, Kanada

Dieser Spot verbindet das Eisklettern mit den atemberaubenden Landschaften des Banff Nationalparks in Alberta. Die Wildnis der kanadischen Rocky Mountains muss nicht abschrecken: Selbst hier können Einsteiger zuerst an einfachen Hängen üben, wie den sogenannten "Junkyards" im Johnston’s Canyon. Es gibt Einführungskurse über mehrere Tage, bis hin zum dreimonatigen "Mountain Skills Semester". Auch individuelle Routen für erfahrene Abenteurer lassen sich absprechen.

 

Zeitraum: Optimale Bedingungen von Dezember bis Mitte März, abhängig von Wetter und Lage auch November bis April
Schwierigkeit: Anfänger bis Profi
Anbieter/Kontakt: Yamnuska, 200-50 Lincoln Park, Canmore; Tel.: 001 403 678 4164; www.yamnuska.com

Hemsedal, Norwegen

Mitten in den skandinavischen Alpen liegt das Tal des Flusses Hemsil in der norwegischen Provinz Buskerud. Hier erstreckt sich das zweitgrößte Skigebiet Norwegens. Seit über 40 Jahren kommen auch die Eiskletterer, vor allem wegen des ganzjährig stabilen Klimas und dem einfachen Einstieg in den Sport dank zugänglicher Wasserfälle wie dem Haugsfossene. Klassiker sind der Hydnefossen mit 200 Metern und Grøtenutbekken, die zu anspruchsvollen Routen herausfordern. An der Südwand lockt das Skogshorn in 1728 Metern Höhe.

 

Zeitraum: ganzjährig
Schwierigkeit: Anfänger bis Profi
Anbieter/Kontakt: Destination Hemsedal, Pb. 3, Hemsedal; Tel.: 0047 32 05 50 30; www.hemsedal.com

Pictured Rocks National Lakeshore, Michigan, USA

Auf der Landzunge zwischen Lake Michigan und Lake Superior liegt die Pictured Rocks National Lakeshore. Der Landstrich an der Südküste des Lake Superior beeindruckt mit hohen Klippen, verspielten Felsformationen, verschneiten Wäldern, Sanddünen – und Wasserfällen, die von Dezember bis April erstarren. Die zugänglichsten Spots befinden sich zwischen den großen Munising Falls, an denen Kletterverbot herrscht, und Sand Point entlang der Sand Point Road. Weitere Ziele sind Miners Falls, Miners Basin Falls, Sand Point Columns und Grand Island. Unbedingt nach den Bedingungen im Lakeshore Visitor Information Center fragen! Tipp: Am Michigan Ice Fest teilnehmen.

 

Zeitraum: Mitte Dezember bis April; vom 15. Bis 19. Februar gibt es im Rahmen des Michigan Ice Fest viele Kurse, feste Kletterbereiche und Touren. Auf der Veranstaltungswebseite lassen sich auch Trips außerhalb der Festzeit von Dezember bis März buchen: www.michiganicefest.com
Schwierigkeit: Anfänger bis Profi
Info/Kontakt: Lakeshore Visitor Information Center, Munising; Tel.: 001 387 3700; www.nps.gov/piro

Kranjska Gora, Slowenien

Im slowenischen Bergdorf Kronau nahe der italienischen und österreichischen Grenzen nennen sie ihre erstarrten Wasserfälle liebevoll „Lambada“ (Foto) oder „Lucifer“, der erste in Slowenien bezwungene Eisstieg. Unterhalb des Bergs Prisank und im Tamar-Tal gibt es viele weitere Möglichkeiten zum Eisklettern in den slowenischen Alpen. Unerfahrene können zunächst am Mini-Fall Mlačca Gorge in Mojstrana üben, bevor sie sich den Teufel vornehmen.

 

Zeitraum: Wintermonate
Schwierigkeit: Anfänger bis Profis
Anbieter/Kontakt: TIC – Tourist Information Centre Kranjska Gora, Kolodvorska ul. 1c, Kronau; Tel.: 0386 4 580 94 40; www.kranjska-gora.si

 

Gullfoss, Island

Tosend stürzt der Gletscherfluss Hvítá über zwei Felsplateaus in die Tiefe und bildet den Gullfoss, den „Goldenen Wasserfall“. In der isländischen Gletscherlandschaft nicht der einzige Wasserfall, der im Winter häufig gefriert. Zusammen mit dem Gletschereis ergibt sich dadurch ein riesiges Kletterparadies. Über das ganze Jahr starten Touren von Reykjavik und dem nahegelegenen Skaftafell-Nationalpark aus. Das Iceclimbing ist dabei meist in Wandertouren durch die reizvolle Landschaft der Region eingebettet.

 

Zeitraum: Klettertouren am Gletscher starten das ganze Jahr. Wer Wasserfälle hinauf möchte, sollte im Winter kommen.
Schwierigkeit: Anfänger bis Profi
Anbieter/Kontakt: zum Beispiel Icelandic Mountain Guides, Stórhöfði 33, Reykjavík; Tel.: 00354 587 9999; www.mountainguides.is

 

Rubihorn Nordwand, Deutschland

Das bayrische Oberstdorf im Allgäu ist Startpunkt für verschiedenste Alpenabenteuer, Eisklettern ist direkt nebenan möglich. Das Dörfchen wird im Osten vom 1957 Meter hohen Rubihorn überragt. An dessen Nordwand verläuft ein 430 Meter langer Eiskletterpfad über gefrorene Wasserfallstrukturen und Felsüberhänge. Die steilsten Eispassagen liegen bei 80 Grad Steigung, über die schwierigsten Stellen helfen Bohrhaken hinweg. Der Schwierigkeitsgrad variiert mit den Verhältnissen, ist aber generell anspruchsvoll.

 

Zeitraum: Das Rubihorn ist brüchig, deswegen wird hier nur im Hochwinter geklettert.
Schwierigkeit: Fortgeschrittene bis Profi
Kurse/Anbieter: Walter Hölzler ist staatlich geprüfter Bergführer und Skiführer. Mit ihm lassen sich Touren vereinbaren. Tel.: 0049 (0) 170 932 71 22; www.walter-hoelzler.de

 

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