Amrum

Endlose, menschenleere Stege und eine apokalyptische Wolkenstimmung: Amrum ist auch bei schlechtem Wetter etwas für alle wahren Wattwanderer und Leuchtturm-Erklimmer. Und wem es dann doch zu nass wird, findet in Cafés, dem LichtBlick InselKino, dem AmrumBadeland oder dem urigen Pub "Blaue Maus" Unterschlupf. 

Pfälzerwald

Luveffekte begünstigen im Pfälzerwald feuchte, mäßig warme Luftmassen. Die Folge: Regen. Viel Regen. Und damit die perfekten Bedingungen für sprießende Pilze in einer nebligen Rotkäppchen-Atmosphäre. Wer es eher auf Eisenerze abgesehen hat, bewegt sich bei einem Besuch im Sankt Anna Stollen unter Tage und damit überdacht. Auf Schuhfanatiker wartet das Deutsche Schuhmuseum Hauenstein.

Bastei

Mystische Nebelfelder tauchen die Bastei in ein märchenhaftes Antlitz. Gerade, wenn die Sonne nur schwerlich durch den Dunst strahlt, lohnt sich ein Besuch. Wenn es dann doch zu nass wird, lädt die Festung Königstein – eine der größten Bergfestungen in Europa – auf der anderen Seite des Elb-Ufers zur Eroberung. Allternativ wartet 20 Minuten mit dem Auto entfernt die Kirnitzschtalbahn, die seit 1898 Wanderer und Touristen durch die einzigartige Felsenwelt des Elbsandsteingebirges von Bad Schandau zum Lichtenhainer Wasserfall befördert. Diese fährt momentan im 70-Minutentakt.

Nationalpark Bayerischer Wald

Von unzähligen Spa und Wellness-Angeboten über Museen bis zur Kartbahn in Teisnach: Während der Bayerische Wald bei nasskaltem Wetter auch trockene Alternativen bietet, ist das Mittelgebirge zu jeder Jahreszeit ein echtes Erlebnis. Egal ob Urwald-, Schneeschuh- oder Winterwanderungen, ein atemraubender Blick über die Landschaft ist garantiert.

Sylt

Die Dünenlandschaft auf Sylt strahlt unter einem farbenfrohen Regenhimmel. Wie der Blick auf ein Gemälde wirkt das Panorama der Nordsee gerade bei vermeintlich schlechtem Wetter unter anderem vom knapp 40 Kilometer langen Weststrand besonders beeindruckend. Wen Sprühregen und Sturmböen dann doch eher ins Trockene treiben, ist im Erlebniszentrum Naturgewalten, dem Sylter Aquarium oder bei einer Inselrundfahrt perfekt aufgehoben.

Venner Moor

Ohne Regen würde es dieses Moor gar nicht geben: Das Venner Moor in Nordrhein-Westfalen beheimatet mehrere bedrohte Arten. Die Torf-Mosaikjungfer, die Nordische Moosjungfer, Ziegenmelker, Zwergtaucher, Baumfalken, Waldwasserläufer und die Krickente sind hier ebenso anzutreffen wie die giftige Kreuzotter. Ein Abenteuer ist also garantiert. 

Burg Eltz

Eine einmalige Architektur versteckt in einem Naturparadies. Vollständig umschlossen von Wald, fernab jeglicher moderner Gebäude, wirkt ein Besuch der Burg Eltz vor allem bei vermeintlich schlechtem Wetter, wie eine Zeitreise ins Mittelalters. Der mystische Nebel hüllt dabei die Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert in ein ganz besonderes Licht. Und auch der Weg in die Burg lohnt sich. Nach der Winterpause öffnet sie wieder am Samstag, den 01. April 2017.

Hamburger Hafen

Hamburg und sein Schietwetter. Rund 133 Tage regnet es in der Hansestadt pro Jahr. Die Schiffe fahren natürlich trotzdem. Und gerade, wenn sich eine Dunsthaube über den größten Seehafen Deutschlands legt, lohnt sich der Gang auf eine der Fähren der "Linie 62". Ein Ticket für den Hamburger Nahverkehr (HVV) reicht dafür aus. Die Rundfahrt auf der Elbe bietet einen besonderen Blick auf Containerschiffe, den Elbstrand, den Fischmarkt und die Elbphilharmonie. Auf alle Welt-Entdecker wartet in der nahegelenen Speicherstadt darüber hinaus die größte Modelleisenbahn der Welt auf einen trockenen Besuch.

Goldenstedter Moor

Düstere Schatten ragen über die glatte Mooroberfläche des Goldenstedter Moors. Während man Fabelwesen vermuten könnte, ist das Schutzgebiet vor allem Lebensraum moortypischer Lebewesen. Seltene und sehr störungsempfindliche Brut-  und Gastvögel sind hier häufig anzutreffen. Ein etwa 900 Meter langer Rundweg brigt eine einzigartige Pflanzen- und Tiervielfat. Am Ende des Bohlenweges wartet der Barfußpfad als Highlight. Gut, wenn der Regen danach den Dreck von den Füßen wäscht.

Königssee

Eine Fahrt mit dem Ausflugsboot auf dem Königssee ist ein Muss bei einem Besuch in Berchtesgaden. Während sich bei gutem Wetter zu den Stoßzeiten große Menschenmassen am Ufer tummeln und auch auf den Booten die besten Plätze besetzen, bietet sich hier vor allem bei vermeintlich schlechtem Wetter eine atemraubende Kulisse. St. Bartholomä im Morgenlicht und dahinter der Watzmann im Wolkenmantel: Wenn Sonne und dichte Wolken den Himmel spalten erweckt das Naturschauspiel die romantische Optik eines Caspar David Friedrich Gemäldes.

Gespensterwald Heiligendamm

Er gilt als Treffpunkt von Geistern und Hexen: Der Gespensterwald Heiligendamm. Die zum Teil 170 Jahre alten Bäume sind durch die salzhaltigen Winde geprägt. Ein Spaziergang lohnt sich zu jeder Jahres- und Tageszeit und gerade bei Wind und Wetter. Erst recht beim aufsteigendem Abendnebel wird den gigantischen und doch knorrigen Baumstämmen ein eigenes Leben eingehaucht. Der perfekte Ort für Märchen und Gruselgeschichten.

Bodensee

Auch am Bodensee gibt es kein schlechtes Wetter. Während warme Temperaturen zum Baden einladen, bietet ein Gewittersturm ein beeindruckendes Naturspektakel. Überdachte Alternativen gibt es im Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen, dem Sealife Center Konstanz, dem Planetarium Kreuzlingen oder in einer der Bodensee-Thermen.

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