Mit einem Hausboot über Europas Gewässer

Es mag etwas verrückt klingen, aber für diese Hausboote benötigt man keinen Führerschein. Ein paar Anweisungen und eine Übungsrunde reichen aus, um dann in einen Urlaub auf dem Wasser zu starten. Ob der Fluss Shannon in Irland, die masurische Seenplatte oder die Lagune von Venedig, es gibt in Europa viele Gewässer, auf denen führerscheinfreie Hausboot-Urlaube möglich sind. Ein schönes und sicheres Abenteuer, besonders geschaffen für Familien: geschlafen wird auf dem Boot und sobald ein Hafen gefunden ist, lassen sich Entdeckungstouren an Land erleben.

Mögliche Anbieter sind:

  • Locaboat: Die Hausboote werden in 12 europäischen Ländern zwischen Kroatien und Schottland angeboten
  • TUI Bootsferien: Die Hausboote von TUI sind in neun Ländern Europas vertreten, zum Beispiel in Polen und Frankreich
  • Le Boat: In sechs europäischen Ländern liegen die Boote von Le Boat, beispielsweise in Italien und Belgien

Der etwas andere Roadtrip durch die Heimat

Wer gern ausgefallen reist, muss dafür nicht in die Ferne, auch vor der eigenen Haustür gibt es genügend zu entdecken. Deutschland lässt sich am besten bei einem klassischen Roadtrip erkunden. Wer dabei nicht nur die gängigen Sehenswürdigkeiten und Großstädte besuchen möchte, sondern Unbekanntes erkunden will, kann sich kleine Aufgaben stellen. Zum Beispiel: jeden Tag möglichst genau 100 Kilometer fahren. Der Ort, der schließlich am nächsten dran liegt, wird das Tagesziel. Ansonsten bieten Themenrouten viel Abwechslung - wie beispielsweise die Deutsche Märchenstraße, die Romantische Straße oder die Burgenstraße. Experimentelle Reisen lassen sich auch bestens mit der Bahn umsetzen, so kann man etwa einen Regionalzug bis zur Endstation nehmen und dort nächtigen. Am nächsten Tag folgt das gleiche mit einer anderen Linie und einem anderen Ziel. Das lässt sich beliebig oft wiederholen und führt mit Sicherheit in Ecken, die nicht jeder auf der Liste hat, aber die bestimmt Besuchenswertes bieten.

Wintercamping mit dem Wohnmobil

Im Sommer campen kann jeder. Die wahren Camper-Fans fahren auch im Winter los und profitieren von leeren Stellplätzen und wundervollen Aussichten. Wintersportler können beispielsweise im österreichischen Montafon auf dem Campingplatz Camping Nova direkt neben der Piste parken. Gleiches gilt für Camping Seiser Alm in Völs am Schlern oder Campingplatz Grafenlehen am Nationalpark Berchtesgaden. Aber auch der hohe Norden verzaubert im Winter mit Polarlichtern und einsamen Weiten. Zudem können Wintercamper in Schweden, Norwegen oder Island ihren Stellplatz jeden Abend selbst bestimmen, da das sogenannte "Wilde Campen" erlaubt ist. Und wer zwar im Winter mit dem Wohnmobil unterwegs ist, aber auf Schnee gern verzichtet, der findet auch im Süden Europas offene, aber erholsam leere Plätze, wie das Turiscampo an der Algarve.

Mögliche Wohnmobil-Vermieter sind:

  • Mc Rent: Bei McRent können Wohnmobilurlauber in ganz Europa Reisemobile an über 70 Stationen mieten.
  • Paul Camper: Vermittlung von privaten Wohnmobilbesitzern und - vermietern in ganz Europa
  • Campanda: Ob Wohnmobil oder Bulli hier gibt es Fahrzeuge in über 900 Städten und 40 Ländern weltweit

Ein unerreichbares Wochenende

Keine Anrufe, keine Mails, keine Chats – wie erholsam diese Zeit sein kann, scheinen wir vergessen zu haben. Jene, die sich alleine nicht dazu durchringen können, das Handy mal ein Wochenende auszuschalten, lernen das in sogenannten Digital Detox Camps. Was einst für gestresste Manager aus dem Silicon Valley erfunden wurde, ist nun auch in Deutschland angekommen. Einsteiger wählen ein Wochenende auf dem Land, an dem sie mehr über ihr eigenes Nutzungsverhalten erfahren, Yoga und andere Sportmöglichkeiten nutzen, sowie Superfoods und grüne Smoothies genießen, während das Smartphone ausgeschaltet bleibt. Gleich vier Tage offline ist man im Power-Camp, aber dafür umgeben von schöner Natur, gutem Essen und Freizeitangeboten wie Wandern oder Klettern.

Die Webseite des einzigen Veranstalters momentan in Deutschland: www.thedigitaldetox.de

Sich einen Trail vornehmen und erwandern

Was noch vor nicht allzu langer Zeit als langweilig verschrien war, erlebt eine Renaissance: das Wandern. Inzwischen gibt es Routen für jedermann, die Herausforderung besteht darin, den passenden Pfad für sich zu finden und sich diesen dann auch wirklich zu erwandern. Einsteiger können beispielsweise die abwechslungsreiche Natur Islands auf dem Trek von Landmannalaugar nach Þórsmörk erleben. Die 54 Kilometer sind in vier Tagen zu schaffen. Der Weg gilt als technisch leicht mit kleineren Abenteuern wie Fluss-Überquerungen. Wanderer mit etwas mehr Erfahrung können sich den Lechweg vornehmen, der dem Fluss auf 125 Kilometern von der Quelle bis zum Fall folgt. Der Weitwanderweg bietet alpines Leichtwandern ohne steile An- oder Abstiege. Wer nach einer Herausforderung fernab der touristischen Routen sucht, der nimmt sich den Tatra-Trek vor und überschreitet den markanten Gebirgszug zwischen der Slowakei und Polen von Südosten nach Nordwesten. Für die rund 80 Kilometer sind sechs Tage vorgesehen sowie Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich.

Hinein ins Landvergnügen

Eine Deutschlandtour mit dem Bulli, Wohnmobil oder Wohnwagen geplant? Dann gibt es gute Nachrichten: Deutschlandweit bieten rund 470 ländliche Gastgeber einen Stellplatz – umsonst. Meist sind es Bauernhöfe, Käser oder Winzer, die einen Platz auf ihrem Grundstück anbieten. Alles, was darüber hinausgeht, bestimmt der Gastgeber selbst, aber oftmals entstehen spontan schöne Situationen wie ein gemeinsames Abendessen oder eine Hofführung. Wie viel Spaß und Entspannung so eine Tour bringen kann, hat unsere Autorin Karola Kostede bereits selbst getestet.

Kalorienreiche Radtour in Frankreich

Schlemmerfreunde, die auf beste französische Küche und Weine sowie Radfahren stehen, sei eine Tour durch das Loiretal ans Herz gelegt. Der Fluss schlängelt sich malerisch durch Weidelandschaften, vorbei an bekannten Schlössern und Weinanbaugebieten der Region. Die Radroute La Loire à Vélo verbindet das im Binnenland liegende Cuffy mit der Küstenstadt Saint-Brévin-les-Pins, wo die Loire in den Atlantik mündet. Auf dem Weg liegen diverse malerische Dörfer, auf deren Märkten man sich durchprobieren kann. Empfohlen sei auch ein Besuch bei Christophe Hay, der Küchenchef ist im Loiretal geboren und bringt lediglich lokale Küche auf die Teller seines Restaurants „La Maison d’à Côté“ ganz in der Nähe von Chambord. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt der Sternekoch Pascal Favre d’Anne in seinem „Le Favre d’Anne“ im Herzen von Angers.

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