Burg Eltz

Die Burg Eltz ist seit 33 Generationen in Familienbesitz – eine Urkunde von 1157 erwähnt Rudolfus de Elze. Mindestens seit dieser Zeit gehört dem Geschlecht die im Laufe der Jahrhunderte durch zahlreiche Anbauten erweiterte Eifelfeste

Burg Heidenreichstein

Wuchtige, fast fensterlose und bis zu 4,5 Meter starke Mauern schützen die um 1190 gegründete Feste in Niederösterreich

Burg Heidenreichstein

Einfache Soldaten und Diener müssen auf Stroh schlafen, allein die Adelsfamilie ruht in stoffumhüllten Federbetten in der Burg Heidenreichstein

Marksburg

Hauptzweck einer Burg ist der Schutz im Kriegsfall. Seit dem 8. Jahrhundert errichten die Adeligen Mitteleuropas Wehrbauten, die immer komplexer ausgeführt werden - wie die um 1220 gegründete Marksburg am Rhein. Die niemals zerstörte Feste wird noch heute vom 39 Meter hohen Bergfried beherrscht. Der Hauptturm eines Adelssitzes ist Ausguck, Verteidigungsbollwerk und Statussymbol zugleich

Burg Kriebstein

Über der Zschopau in Sachsen erhebt sich diese um 1400 errichtete Spornburg - so werden Anlagen genannt, die am Ende einer Bergzunge errichtet worden sind: Zu drei Seiten fällt das Gelände steil ab, nur eine Seite ist leicht zugänglich. Es ist der am weitesten verbreitete Burgtyp

Burg Kriebstein

Die Baumeister nutzten bei der Konstruktion der Burg Kriebstein auch Techniken, die für gotische Kathedralen charakteristisch sind - wie das Kreuzrippengewölbe in der imposanten Halle der sächsischen Feste zeigt

Burg Vischering

Im Flachland lassen sich keine Wehrbauten auf leicht zu verteidigenden Gipfeln gründen, sie werden deshalb von gefluteten Gräben umgeben. Diese Wasserburg im Münsterland wird wohl im 13. Jahrhundert gegründet, allerdings sind alle Dokumente zur Frühzeit der Baugeschichte verschollen - zerstört vielleicht bei einem Brand der 1521 die Anlange verheert hat

Wartburg

Die Landgrafen von Thüringen, die im Palas leben, dem prächtigen Wohntrakt, machen die Wartburg zum Mythos: Um 1200 laden sie berühmte Minnesänger wie Wolfram von Eschenbach und Walther von der Vogelweide ein, der Legende nach zu einem Wettstreit

Wartburg

1521 versteckt der Burgherr der Wartburg in den Mauern sogar einen religiösen Flüchtling: Martin Luther, der hier das Neue Testament ins Deutsche übersetzt

Ostheim

Im späten Mittelalter bauen nicht mehr allein Adelige befestigte Anlagen - die Bewohner von Ostheim vor der Rhön etwa umwallen im 15. Jahrhundert ihr Gotteshaus und erschaffen damit eine Kirchenburg, hinter deren wehrhaften Mauern sie sich bei einem Angriff verschanzen können. So ist die Feste auch steinernes Symbol eines Wandels: Die Ritter haben an Bedeutung verloren, die Bürger der Städte sind aufgestiegen zu einer neuen gesellschaftlichen Macht

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