20.000 Kilometer reiste Christoph Bangert von Deutschland bis Kamerun - allein, mit seinem Landrover. Den hatte er mit allen Finessen wüstentauglich gemacht. Sein wichtigstes Ausrüstungsstück jedoch blieb "der Campingstuhl meiner Mutter"

In Dakar, der Hauptstadt Senegals, beobachtete Christoph Bangert "Faux Lions", Falsche Löwen - die Mitglieder einer Tanzgruppe gaben eine Aufführung auf offener Straße

"Autofahren ist Meditation", sagt Christoph Bangert über seine Reise durch 32 afrikanische Staaten. Diese Moschee in Dakar fotografierte er aus dem Beifahrerfenster

Mitten in der Regenzeit durchquerte Christoph Bangert Mali von West nach Ost. In diesem Camp hatte er die seltene Gelegenheit, umgeben von Affenbrotbäumen seine Ausrüstung zu trocknen

Auf seinem Weg nach Timbuktu fuhr Christoph Bangert durch die Sahara, der er "sofort verfallen" ist. Die einst so lebendige Handelsstadt dagegen erlebte er als "staubiges Nest" - das seinem Mythos nicht mehr gerecht wird

Die beiden LKWs, die im rotbraunen Morast steckengeblieben waren, blockierten stundenlang diese Straße in Kamerun. Erst als ihre Fahrer bereit waren zu bezahlen, halfen ihnen etliche Männer beim Ausbuddeln

50 Jahre nach der Erstbesteigung des Alpamayo in der Cordillera Blanca, Peru, führte der ehemalige Träger Victorino Angeles, 77, eine Trekkinggruppe um den 5947 Meter hohen Berg. Das Gepäck der Wanderer trugen diese Esel

Zu Beginn des neun Tage langen Alpamayo-Trekkings in Hualcayan wurden Touristen und Begleitmannschaft - Köche mit weißen Hauben, Eseltreiber und Bergführer - einander vorgestellt

Zwei Teilnehmer der Jubiläumstour genossen ihre Mittagsrast vor der Kulisse der Cordillera Negra. Die Gipfel der "schwarzen Kordillere" sind viel niedriger als die der Cordillera Blanca - und der Gebirgszug ist wesentlich trockener

"Taxi de emergencia", Notfalltaxi, nennt der 73-jährige Indio Huichu sein Pferd, mit dem er die Trekkinggruppe begleitete. Huichu arbeitet während der Wandersaison als Küchengehilfe für die peruanische Agentur Explorandes, die die Alpamayo-Runde organisierte

Gesichert von Bergführer Maximino Angeles kletterte Autor Tom Dauer in der Alpamayo-Südwestwand. Trotz der Morgensonne war es minus 15 Grad kalt - weshalb die Bergsteiger ihre Daunenjacken nicht ausziehen wollten

Peter Berck bringt eine Touristengruppe nach St. Bees, eine Insel 25 Kilometer vor Mackay, Queensland, Australien. Die Urlauber werden zwei Wochen lang für die Organisation Earthwatch Koalas beobachten und damit ein Forschungsprojekt unterstützen

"2695 Euro kostet die Teilnahme, dafür hätten wir uns auch eine Luxuskreuzfahrt leisten können", schreibt Autorin Juliane von Mittelstaedt. "Stattdessen finanzieren wir eine Langzeitbeobachtung der Koalapopulation auf St. Bees - an der wir noch dazu selbst mitarbeiten." Trotz dieses Paradoxons entscheiden sich immer mehr Urlauber für ein Abenteuer mit Sinn

Die Freiwilligen haben das Koalaweibchen Tea geortet. Um ihr Verhalten und das ihrer Artgenossen studieren zu können, sind die Koalas mit Peilsendern ausgestattet. Sind sie einmal gefunden, fällt das Beobachten leicht: Koalas sind zu träge, um zu flüchten

Der 54-jährige Koalaforscher Alistair Melzer von der Universität Queensland erklärt den Teilnehmerinnen seines Forschungsprojekts das Peilgerät. Ein wirkliches Vergnügen ist es nicht, in den dicht bewaldeten Berghängen St. Bees nach Koalas zu suchen. Bis man als Ungeübter Erfolg hat, ist man oft Stunden unterwegs

Tea bequemt sich ihren Baum hinunter. Koalas verschlafen rund 20 von 24 Stunden; daher kommen sie mit einem knappen halben Kilogramm Eukalyptusblättern aus. Einer Nahrung, die wenig energiereich und für die meisten Lebewesen giftig ist. Koalas schaffen es, sie zu entgiften - das aber kostet sie einen Teil der gewonnenen Energie

Die Hafeneinfahrt von Lindau liegt bereits im Abendlicht, als Autor Harald Martenstein am Bodensee eintrifft. Der Zufall hat ihn hierher geführt - er wird ihn auch während seiner einwöchigen Deutschlandreise leiten

Aus der Pfänder-Seilbahn blickt man über Bregenz auf den Bodensee. Den will Harald Martenstein mit dem Fahrrad umrunden. Bis er dem "verdammten Leistungsdenken" entsagt und auf die Fähre umsteigt

Besucher blicken aus den Fenstern des nachgebauten Luftschiffs "Hindenburg". Nach dem Besuch des Zeppelinmuseums in Friedrichshafen hadert Harald Martenstein mit der Tatsache, dass jede Entscheidung zugleich ein Verzicht auf Möglichkeiten ist

In Augsburg besucht Harald Martenstein die Fuggerei, weil ihm die Rezeptionistin seines Hotes den Besuch empfohlen hat. Er rätselt, ob ein gänzlich freier Wille in Wirklichkeit nicht völlig unfrei wäre, dem Diktat des Zufalls unterworfen

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