Der Wunsch vieler, die auf Anschlussflüge warten: Einfach nur die Füße hochlegen... Die Dame macht es vor auf dem Taoyuan Airport in Taiwan.

Nichts gegen Leuchtstoffröhren - aber beim Schlafen stören sie doch ganz gewaltig. Schnelle Abhilfe: Decke über den Kopf ziehen. Gesehen am Dubai International Airport.

Wenn nichts mehr geht: Der Fußboden geht immer, wie hier am Flughafen in Chicago. Kleiner Safety-Tipp: Immer auf Tuchfühlung mit den Taschen gehen, am besten als Kissen.

My home is my castle... Dieser Flughafenschläfer hat sich geschickt mit Taschen kleine Schlafzimmerwände gebastelt.

Halb zog es ihn, halb sank er hin...

Gut erzogen: Schuhe aus, bevor es in Bett geht. Wozu auf dem Flughafen eine Ausnahme machen?

Ein Anfänger? Gemütlich sieht das geformte V dieses Stuhlschläfers nicht gerade aus. Unser Tipp: Beine anwinkeln.

Auch Stewardessen sind mal müde. Doch welcher Sinn mag hinter dem galanten Armknoten stecken?

Eine Gruppe Vollprofis am Kuala Lumpur International Airport. Die Expertentricks der Flughafenschläfer in Kürze: ein Schläfer pro Bank, Schuhe aus, Kuscheldecke bis über den Kopf ziehen. Punktabzug für den Gepäcktrolley, die Koffer sind während des Nickerchens nicht sicher.

Geübte Synchronschläfer am Suvarnabhumi Airport in Thailand: Die zwei Flughafenarbeiter sehen aus, als wenn es nicht das erste Wartehallen-Nickerchen wäre.

Das wohl größte Übel auf Fernreisen kennt so mancher: Nachdem man sich erfolgreich durch Zeitzonen gekämpft, die Flugstunden mit miesem Schlaf und schmerzendem Rücken überstanden hat, folgt ein Anschlussflug. Der – wie soll es anders sein - nicht sofort auf die schlappen Gäste wartet, sondern einige Stunden später. Und dann steht man da, mit steifen Beinen in einer grellen Flughafenhalle und will eigentlich nur noch eines: schlafen. Doch wo?

Diese Frage stellte sich auch die Kanadierin Donna McSherry. Sie reiste Anfang der 1990er Jahre durch Europa, hatte kaum Geld und quartierte sich gelegentlich im Flughafen statt im teuren Hotel ein. Und schien auf den Geschmack gekommen zu sein. Sie bastelte eine kleine Website für andere Reisende mit schmaler Brieftasche: den Budget Traveller’s Guide to Sleeping in Airports, einen Reiseführer für Nächte im Flughafen. Was klein startete, ist mittlerweile eine umfassende Datenbank mit allerhand Tipps für die Nacht vorm Check-In geworden. Rund 6300 Einträge für Flughäfen, Bus- und Zugstationen sind auf der Seite zu finden, eingereicht von Reisenden aus der ganzen Welt.

Jedes Jahr vergibt das Portal das "Goldene Kissen", verliehen für den best ausgestatteten Flughafen für Schlafsuchende. 2008 heimste der Flughafen in Singapur (Changi) die Auszeichnung ein. Die Argumente, die ihn zum Sieger werden ließen: freier Internetzugang, ruhig, kostenlose Duschen, gemütliche Sitze, saubere Waschräume und Restaurants, die 24 Stunden lang geöffnet haben. Der absolute Verlierer beim Ranking ist Charles de Gaulles in Paris. Er verschreckte seine Interimsübernachtungsgäste mit kalten Metallbänken, stinkenden Toiletten, schlechter Luft und nervtötenden Durchsagen.

Im regen Forum reichen die Flughafenschläfer nicht nur ihre Meinung über die jeweilige Ausstattung der Raststätten ein. Man hilft sich auch mit Tipps und Tricks weiter. So rät ein User etwa gegen Diebstahl beim Gate-Nickerchen: "Wertsachen wie Laptop und Kamera in einen Pullover einwickeln und unter den Kopf packen." Und unter den allgemeinen Hinweisen findet man Einträge, die beispielsweise zu bequemer Kleidung und ausreichend Snacks raten. Nicht rasend originell, aber falls Sie womöglich demnächst in einer grellen Flughafenhalle stranden sollten: Einen Klick sind sie wert – und die Fotos von Ihren Vorschläfern allemal.

Link zum Blog: www.sleepinginairports.net

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