Den Überblick behalten: Zwei Personen finden Platz in dieser spektakulären Unterkunft: Mit zwei Aufzügen geht es 17 Meter in die Höhe, bevor der Fahrstuhl das Schlafzimmer erreicht. Im ehemaligen Führerhäuschen des Hafenkrans in Harlingen (Niederlande) erwartet die Besucher ein Panoramablick über die Watteninseln, die Schiffe am Horizont und den Hafen. Wenn eine andere Perspektive erwünscht ist, betätigt der mutige Urlauber einfach einen Hebel – und der Kran dreht sich. An einem normalen Tag kostet eine Nacht für zwei Personen 319 Euro, an Feiertagen wird es teurer.

So schick schlafen Übernachtungsgäste im Hafenkran in Harlingen.

Träume der Kindheit: Hoch oben, in den Wipfeln der Bäume schlafen abenteuerlustige und schwindelfreie Urlauber im Baumhaushotel Kulturinsel. Der Geschichte nach wurde jedes Haus von dem dort lebenden Inselgeist individuell eingerichtet. In jedem Haus gibt es ein Geheimversteck mit einer wichtigen Botschaft – das müssen die Besucher aber erst einmal finden. Platz haben 4 bis 6 Personen, ein Baumhaus kostet pro Nacht zwischen 203,50 und 305,50 Euro.

Unter einem Baldachin sind die Baumbesucher nachts auch vor den Mücken geschützt.

Urlaub gerettet: Was erfahrene Seefahrer möglichst nie erleben möchten, können kuschelfreudige Abenteurer im Moment in Laakhafen in Den Haag erleben – sofern sie nicht unter Platzangst leiden: Übernachten in einer echten Rettungskapsel aus dem Jahre 1972. Klein aber fein ist dieses etwas andere Hotelzimmer: Die Kapseln haben einen Durchmesser von gerade mal 4,25 Metern. Die Rettungskapseln haben einen Vorteil: Sie sind nicht fest verankert und wechseln immer mal wieder ihren Standort. Die Nacht kostet je nach Zusatzleistungen 70 bis 150 Euro.

In der Rettungskapsel schlafen maximal drei Besucher in Hängematten auf Schaffellen.

Ferien im Knast: Zumindest einbruchsicher sind diese doch etwas gewöhnungsbedürftigen Schlafgelegenheiten: In Einzelhaft oder im Stockbett verbringen unbescholtene Bürger ihre Nacht in Zellen eines ehemaligen Gefängnisses. Das Gefängnishotel

in Großenhain wurde möglichst ursprünglich gehalten – aber einen Unterschied gibt es auf jeden Fall: Die Gast-Knackis können die Zelle jederzeit wieder verlassen. Eine Nacht kostet je nach Anbieter zwischen 25 und 40 Euro.

Hinter Gittern befinden sich die Zellen, in denen die Gäste schlafen.

Ein Bett im Kornfeld: Bei dieser Unterkunft schlafen Romantiker direkt unter dem Sternenhimmel, werden von Sonnenstrahlen und Vogelgezwitscher geweckt und vom Stroh gepiekst. Das erste deutsche Open-Air-Hotel befindet sich tatsächlich mitten im Kornfeld, in der Nähe von Bad Kissingen. Auch das Frühstücksbüffet wird zwischen den Ähren unter freiem Himmel serviert. Zwar fehlt das Dach, dafür kann sich diese Unterkunft auch jeder leisten: Die Übernachtung ohne Frühstück kostet sieben Euro, für Kinder sogar nur drei.

Auf die Spitze: Hoch oben im Leuchtturm wohnen, zum Rauschen der Wellen einschlafen und vom Kreischen der Möwen geweckt werden – so romantisch kann eine Nacht am Meer sein. Die Idee ist nicht ganz neu, zieht aber noch immer viele Leute in ihren Bann. Ab 70 Euro ist zum Beispiel die Ferienwohnung im Leuchtturmwärterhaus am Kap Arkona zu haben. Im Corsewall Lighthouse Hotel in Schottland, das auf dem Foto zu sehen ist, zahlen Gäste zwischen 110 und 140 englische Pfund

(121,50 -154,70 Euro).

Wie die Neandertaler: Gerade in heißen Urlaubsländern bietet diese Unterkunft eine willkommene Abkühlung: das Höhlenhotel. Die Zimmer sind in den Berg gehauen und die Wände auch innen nicht verputzt. Trotzdem bieten die Ferienwohnungen im Berg allen Komfort. Im 4 Oda Cave House in Ürgüp in der Türkei kosten die Zimmer pro Nacht zwischen 155 US-Dollar und 185 US-Dollar (107 - 128 Euro).

Mit Leuchten in Felsvorsprüngen und einem großen Bett sind die Höhlenzimmer urig eingerichtet.

Gut behütet: Die meisten Touristen besichtigen Kirchen im Urlaub nur. In Malt-Whisky-County in Schottland können Besucher sogar darin übernachten und vielleicht Gott ein wenig näher kommen - in der alten Kirche von Urquhart aus dem Jahre 1843. Eine Nacht im Gotteshaus kostet pro Person 33 Pfund. (36,50 Euro).

Die Zimmer in der Kirche sehen fast aus wie ganz normale Hotelzimmer. Nur die Bogenfenster lassen die Art der Unterkunft erkennen.

Über den Wolken: Fast wie im Flug vergeht eine Nacht im Jumbo-Hotel und Hostel. In Stockholm wurde ein ausgedienter Jumbo Jet umgebaut und mit insgesamt 76 Betten ausgestattet.

In der Cockpit Suite mit Panorama-Fenster fühlen sich Flugzeugfanatiker fast wie Piloten. Dieser Luxus hat allerdings auch seinen Preis: Die Suite kostet 3300 Schwedische Kronen (361 Euro). Ansonsten gibt es Einzel-, Doppel- und Familienzimmer, alle natürlich mit abgerundeten Zimmerwänden.

In sich ruhen: Hartgesottene Reisende können in Kemzeke in Belgien in einem nachgebauten Dickdarm nächtigen. CasAnus ist Teil einer Kunstausstellung und auch im Innern den Darmwindungen nachempfunden. Nichts für leicht reizbare Mägen und allzu kleine Geldbörsen: Eine Übernachtung für zwei Personen kostet 120 Euro.

Eisenbahnromantik: Normalerweise buchen Zugreisende einen Schlafwagen, um Zeit zu sparen. Doch im Hotel Dückinghaus stehen historische Züge an Bahnhöfen, die eigentlich keine sind. Eisenbahnbegeisterte reisen extra an, um im Schlafwagen zu übernachten. Sogar die Getränke fahren im Restaurant auf einer Modelleisenbahn vorbei. Die Preise für das Zug-Erlebnis liegen zwischen 51 und 110 Euro.

Etwas bequemer als in einem richtigen Schlafwagen sind die Betten im Zughotel.

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