Refugee Cities in der Westsahara: eines der am meisten mit Minen verseuchten Gebiete der Erde

Gregor Sailer notiert über seinen Aufenthalt in Chuquicamata in Chile: "Die ganze Stadt ist hermetisch abgeriegelt. Sicherheitsleute drehen mit ihren Jeeps Runden durch die Stadt und beobachten uns. Wir können uns nicht frei bewegen und sind unter ständiger Aufsicht. Es ist sehr still."

Die russisch-orthodoxe Kirche in der Diamantenhaupstadt Mirny am Polarkreis in Sibirien

Spielplatz in Chuquicamata, Chile. Die Stadt verschwindet langsam unter Abraumhalden. 2008 wurden die 35.000 Einwohner zwangsumgesiedelt - wegen der Kupfervorkommen unter der Stadt

Kleine Holzkirche, in einem von Wohnbaracken gesäumten Stadtteil am Rande von Mirny. Dem Betreiber der Diamantenmine nahe des Polarkreises gehört die ganze Stadt

Die Kupfermine bei Chuquicamata in Chile ist der größte Kupfer-Tagebau der Welt. Er misst 4,3 mal drei Kilometer und reicht 1,2 Kilometer in die Tiefe

Fabrikgebäude in Mirny. Fotograf Gregor Sailer notiert in sein Tagebuch: "Ich stand permanent unter Beobachtung: Geheimdienst, Militär, Sicherheitskräfte kontrollierten jeden meiner Schritte."

Eine Flüchtlingsstadt in Südwest-Algerien. Die Temperaturen erreichen hier im Sommer bis zu 55 Grad Celsius

Die Stadt Mirny am Rande der zweitgrößten Diamantenmine der Welt. Position: nahe am Polarkreis. Zum Zeitpunkt dieser Aufnahme herrschten minus 40 Grad Celsius

Chuquicamata in Chile. Fotograf Gregor Sailer notiert: "Im Hintergrund schieben sich die Abraumhalden der Mine langsam über die Stadt. Wir bekommen nur fünf Stunden - statt der vereinbarten zwei Tage. Jeder meiner Schritte wird beobachtet."

Was haben Mirny in Russland, Chuquicamata in Chile und das Nordelta in Argentinien gemeinsam? Sie zählen zu den verschwiegenen und verleugneten Städten, die der Fotograf Gregor Sailer besuchte - mit Sondergenehmigungen in der Tasche.

Auf der weißen Landkarte im Einband des Bildbandes sind diese Orte mit schwarzen Punkten angegeben. Ihre Breiten- und Längengrad sind am Rand der Karte aufgeführt. Auf einem Globus sind alle diese Ort nicht zu finden.

Stationen wie die chilenische Geisterstadt Chuquicamata, in der einst Kupfer-Tagebau betrieben wurde, die Arbeiterbaracken in der Industrieanlage von Ras Laffan in Katar oder eine abgeschirmte, wohlhabende Wohnsiedlung in Argentinien wurden so zum Motiv von Gregor Sailer.

Über seinen Aufenthalt in Chuquicamata notiert er: "Die ganze Stadt ist hermetisch abgeriegelt. Mehrere Gates. Schwer bewacht und bewaffnet. Sicherheitsleute drehen mit ihren Jeeps Runden durch die Stadt und beobachten uns. Wir können uns nicht frei bewegen. Sind unter ständiger Aufsicht. Es ist sehr still."

Hinter einer sachlich-dokumentarischen Fassade zeigen Gregor Sailers Fotos das Prekäre und Unmenschliche der "Closed Cities".

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CLOSED CITIES, Gregor Sailer, mit Essays von Margit Zuckriegl, Walter Moser, Wencke Hertzsch, Kehrer Verlag 2012, 48 Euro, 300 Seiten, 151 Farbabbildungen

Interview mit Gregor Sailer

Interview: Verbotene Städte
Interview: Fotograf Gregor Sailer über sein Projekt Closed Cities
Diese Orte sind schwarze Punkte auf einer weißen Landkarte. Fotograf Gregor Sailer zeigt in seinem neuen Bildband "Closed Cities" geheime Städte. GEO.de sprach mit dem gebürtigen Tiroler über sein außergewöhnliches Projekt

Weblinks

Die Homepage des Verlages

Die Homepage des Fotografen
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