Åland

Offiziell gehören die Åland-Inseln zu Finnland, die Amtssprache ist allerdings Schwedisch und die politischen Parteien sind völlig unabhängig. Mit 6.700 Inseln (und nur 28.000 Einwohner) ist die autonome Region ein Paradies für Kajakfahrer. Die Paddelboote gibt es auf den meisten Campingplätzen zu leihen. Wer nicht so gerne auf dem Wasser unterwegs ist, sollte die Inseln mit dem Fahrrad erkunden – die Straßen sind leer und über Feld- und Waldwege führen zu traumhaften Küstenabschnitten

Färöer

Die Färöer gehören zwar zur Dänischen Krone, genießen aber bereits seit 1948 weitgehende Autonomie und bilden eine „gleichberechtigte Nation“ innerhalb des Königreichs – ähnlich wie Grönland. Stark in der Kritik steht die Insel-Gruppe wegen der Grindadráp. So heißt die Grindwaljagd, die die Färinger noch heute betreiben - und gegen die Tierschützer regelmäßig protestieren. Auch erste Kreuzfahrtreedereien steuern die Färöer seit kurzem nicht mehr an. Ob man den Archipel im Nordatlantik als Reisender wegen der umstrittenen Tradition komplett meiden möchte, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Zu bieten haben die Färöer mit ihrer einzigartigen Natur und der inseltypischen Architektur auf jeden Fall mehr als Walschlächter

Isle of Man

Wie die Kanalinseln gehört auch die Isle of Man zwar der britischen Krone, nicht aber zum Vereinigten Königreich und auch nicht zur EU. Die idyllische Insel zwischen Großbritannien und Irland eignet sich mit ihren von Heidekraut bewachsenen Hügeln bestens für entspannte Wanderungen. Für zwei Wochen (Ende Mai bis Anfang Juni) ist das verschlafene Eiland jedoch fest in der Hand der internationalen Motorradszene. Dann nämlich findet die seit 1907 ausgerichtete Tourist Trophy statt – das älteste und auch umstrittenste Motorradrennen der Welt, bei dem bereits weit mehr als 200 Fahrer starben

Andorra

In Andorra können Pyrenäenreisende nicht nur gut einkaufen. Der Zwergstaat ist vor allem für Wintersport-Begeisterte interessant. Immerhin bringt es das Land mit etwa der Größe Usedoms auf 65 Gipfel, die die 2000-Meter-Grenze überschreiten. Von Anfang Dezember bis Mitte April herrschen beste Ski- und Snowboard-Bedingungen

Athos

Wer in die autonome Mönchsrepublik Berg Athos auf der griechischen Halbinsel Chalkidikí reisen will, sollte, nein muss männlich sein. Im Ernst: In der von Äbten verwalteten Klosterrepublik herrschen Regeln wie aus einer anderen Zeit. Frauen müssen draußen bleiben. Selbst weibliche Haustiere - außer Katzen - sind verboten. Reisende finden auf der nur 335 Quadratkilometer großen Fläche 20 Klöster – und vor allem Ruhe

Malta

Die Republik Malta hat nicht nur tolle Tauchreviere und alte Tempel zu bieten. Der maltesische Archipel ist auch ein ausgezeichnetes Ziel für Cineasten. Das winzige Land ist eine der populärsten Film- und Fernsehkulissen der Welt und hat mit seiner rauen Küste und prachtvollen Architektur schon unzählige Orte gedoubelt. Fans der Serie „Game of Thrones“ dürfte etwa das Azure Window (Foto) auf der Insel Gozo sehr bekannt vorkommen

Kanalinseln

Die Kanalinseln sind politisch eigenständig, unterstehen aber der britischen Krone. Rund 164.000 Einwohner nennen den Archipel im Ärmelkanal ihre Heimat, wobei weit über 90 Prozent der Bewohner auf die beiden größten Inseln Guernsey und Jersey entfallen. Letztere gilt als die sonnigste der Kanalinseln, weil sie die südlichste der Inselgruppe ist. Neben den angenehmen Temperaturen machen feine Sandstrände, schroffe Felsen und wilde Wanderpfade Jersey zu einem wahren Urlaubsparadies. Sogar Kultur-Freunden wird auf dem 118 Quadratkilometer großen Eiland etwas geboten: Zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Hauptstadt Saint Helier zählt die imposante Festung Elizabeth Castle in der St. Aubin's Bay

Liechtenstein

Das Fürstentum Liechtenstein, in dem Deutsch gesprochen und mit Schweizer Franken gezahlt wird, besteht im Wesentlichen aus der Hauptstadt Vaduz. Von den Alpen gesäumt, hat der Zwergstaat aber natürlich mehr zu bieten als nur Stadt – 400 Kilometer Wanderwege zum Beispiel. Zu den schönsten und beliebtesten zählt der 48 Kilometer lange Liechtensteier Panoramaweg. Der eher wilde Pfad führt von dem kleinen Dorf Malbun über den Augstenberg zur Bergkette Drei Schwestern

San Marino

Wer seinen nächsten Urlaub an der italienischen Adriaküste plant, sollte einen Abstecher in die älteste Republik der Welt unbedingt in Erwägung ziehen. Vor allem die auf dem Monte Titano gelegene Stadt San Marino (2008 als Weltkulturerbe ausgezeichnet) mit ihrer wuchtigen Festung La Guaita (Foto) ist einen Besuch wert

Gibraltar

Briefkästen mit der Aufschrift „Royal Mail“, Bobbys auf Streife, rote Telefonzellen und „fish and chips“ am Imbiss-Stand – besonders in der Unterstadt rund um die Main Street bemüht sich die britische Kronkolonie am Südzipfel der Iberischen Halbinsel, dass alles so wie im „Mutterland“ scheint. Nur das Wetter mag nicht so ganz mitspielen. Wer nach Gibraltar reist, kommt aber nicht wegen der Sonne, sondern zum Shoppen – und das lässt sich hier zur Genüge. Aber hat britisches Überseegebiet noch mehr zu bieten? Nicht viel! Außer natürlich die einzigen freilebenden Affen Europas. Hoch oben auf dem 425 Meter hohen Kalkfelsen genießen die frechen Berberaffen den Blick auf die Straße von Gibraltar und die Küste Marokkos – und das ist wirklich eine Attraktion für sich

Monaco

Mit mehr als 18.500 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Monaco der dicht besiedelste Staat der Erde. Unberührte Natur und endlose Strände sollten Sie in dem Zwergstaat also eher nicht erwarten. Viele Kurzzeitbesucher schätzen Monaco dennoch, denn solch’ kulturelle Vielfalt hat an der Côte d'Azur kaum eine andere Stadt zu bieten. Automobil-Liebhabern sei etwa die private Oldtimer-Sammlung von Prinz Rainier III ans Herz gelegt

Vatikanstadt

Gerademal 1000 Menschen und 0,44 Quadratkilometer zählt die Vatikanstadt in Rom. Damit ist der Stadtstaat der kleinste unabhängige Staat der Welt - sowohl von der Einwohnerzahl als auch von der Fläche her. Zu entdecken gibt es, natürlich, vor allem den Petersdom. Im Vatikanstaat können sich Kunstinteressierte jedoch eine halbe Ewigkeit aufhalten – und das nicht nur wegen der Sixtinischen Kapelle

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