Laguna Colorada, Bolivien

Sie sorgt für eine Farbexplosion auf über 4000 Höhenmetern, wo das Land sonst karg und steinig ist – die Laguna Colorada in Bolivien. Der flache See erstreckt sich über eine Fläche von über 60 Quadratkilometern und leuchtet täglich in drei Rottönen – von Lachsfarben am Morgen über Blutrot am Mittag bis hin zu rostigen Facetten am Abend. Zwei Komponenten sorgen für die auffällige Färbung des Sees. Zum einen gibt es eine hohe Konzentration von roten Algen, die sich durch den niedrigen Wasserstand besonders gut verteilen können, zum anderen verfügt die Laguna Colorada über einen hohen Gehalt an kupferhaltigen Mineralien. Dieses Zusammenspiel gibt es so nur ein einziges Mal auf der Welt

Bazaruto-Archipel, Mosambik

Die fünf Inseln des Archipels liegen vor der Küste Mosambiks im Indischen Ozean. Seit 1971 sind sie Teil des Bazaruto-Nationalparks, einem der größten Meeresschutzgebiete in Afrika. Die Insel erheben sich in Form von Dünen aus dem türkisfarbenen Meer, verfügen aber auch über eine üppige Vegetation. Das wahre Spektakel beginnt allerdings unter

Wasser. In perfekten Konditionen leben hier Wale, seltene Schildkrötenarten, Delfine, sowie mindestens 150 Exemplare der vom Aussterben bedrohten Dugongs. Unbeschädigte Korallenriffe bilden Rückzugsorte für diverse Fischarten wie Dories, Falterfische oder Makrelen und sorgen für ein intaktes Ökosystem

Sokotra, Jemen

Die Inselgruppe Sokotra mit der gleichnamigen Hauptinsel liegt zwischen dem Horn von Afrika und der arabischen Halbinsel. Sie zählt zum Jemen. Besonders die Hauptinsel ist bekannt für den markanten Drachenbaum, der hier zu Abertausenden die karstige Landschaft prägt. Vor mehr als 20 Millionen Jahren soll die Inselgruppe entstanden sein, als sich die Arabische und die Afrikanische Platte voneinander trennten. Aufgrund der isolierten Lage ist die Flora und Fauna einzigartig. Deswegen wird Sokotra auch als "Galapagos des Indischen Ozeans" bezeichnet. Einige Schlangen, Vögel und Pflanzenarten sind endemisch. Seit 2008 zählen die Inseln zum Weltnaturerbe

Klevan, Ukraine

Zugegeben, verwilderte Bahntrassen sind nicht wirklich besonders, doch in der Ukraine hat die Natur wohl die schönste Märchenkulisse aus einem alten Bahndamm geschaffen. Unweit der Stadt Klewan im Westen des Landes baute man einst, für den Holztransport zu einem Fabrikgelände, eine Bahnstrecke mitten durch den Wald. Drei Mal täglich fährt der Zug durch das Dickicht. Die Bäume und Sträucher passten sich mit der Zeit der Form des Zuges an und erschufen einen grünen Tunnel. Die Einheimischen nennen ihn "Tunnel der Liebe". Der Legende nach soll jedes Paar, das die gesamte Strecke von drei Kilometern gemeinsam durchwandert, einen Wunsch erfüllt bekommen

Cerro de los Siete Colores, Argentinien

"Der Berg der sieben Farben" liegt im Nordwesten Argentiniens auf rund 2500 Höhenmetern. Im Vergleich zu der umgebenden vegetationslosen Andenlandschaft schillert der Berg in diversen rötlichen Tönen. Die verschiedenen Farbschattierungen sind das Ergebnis der komplexen geologischen Geschichte dieses Landstreifens. Geologen gehen davon aus, dass jede der sieben Schattierungen für eine andere Zeitperiode steht. Des Weiteren haben sich höchstwahrscheinlich Flüsse und Erdbeben farbenfroh in dem Berg verewigt

Hamilton Pool Preserve, USA

Rund 40 Kilometer außerhalb von Austin liegt dieses spezielle Schwimmbecken. Bei einem Erdrutsch vor mehreren Tausend Jahren brach die Decke über einem unterirdisch verlaufenden Fluss ein und schuf das Hamilton Pool Preserve. Die umgebenden Kalksteinfelsen und die meterhohen Zypressen stehen unter Naturschutz, ebenso wie das jadeschimmernde Wasser des Schwimmbeckens. Besonders in den Sommermonaten ist der Hamilton Pool ein beliebter Ausflugsort für die Städter aus Austin, dann kann es hier voll werden. Schwimmen ist erlaubt, aber nur unter Aufsicht der Parkbehörde, die die Wasserqualität prüft und nur eine begrenzte Anzahl an Menschen gleichzeitig in den Pool lässt, um die Umwelt zu schützen

Tuschetien, Georgien

Die Region im Osten Georgiens gehört zu den unberührtesten und ursprünglichsten im Großen Kaukasus. Die Landschaft ist durchzogen von schroffen Tälern, wilden Flüssen, tiefgrünen Wäldern und mittelalterlichen Bergdörfern. Hier geraten Outdoor-Fans ins Schwärmen. Die Georgier sind bekannt als gastfreundliches Volk, die Besuchern gern ihre Kultur zeigen. Ein Großteil der Bevölkerung in Tuschetien gehört zu der Volksgruppe der Tuschen, einem Hirtenvolk, das hauptsächlich von der Schafzucht lebt. Viele der ursprünglichen Dörfer sind deswegen nur zwischen Mai und Oktober bewohnt, wenn die Schafhirten ihre Herden auf die Almwiesen treiben

Kamtschatka, Russland

Die Halbinsel Kamtschatka befindet sich im ostasiatischen Teil Russlands und ist mit einer Fläche von 370.000 Quadratkilometern größer als Deutschland. Die Landschaft ist geprägt von Vulkanen -

rund 160 Kegel verteilen sich über die gesamte Halbinsel, 29 Vulkane sind aktiv. Hinzu kommen über 270 Mineralquellen, davon 160 heiße, Seen, reißende Ströme und Wasserfälle. Kamtschatka zählt zum Pazifischen Feuerring. Hier ist die pazifische Kontinentalplatte ständig in Bewegung, Erdbeben und Vulkaneruptionen erschüttern die Region nahezu täglich. Und dennoch ist die Halbinsel ein Traumziel für Naturfans – bis heute dominiert hier die Wildnis in all ihrer Pracht

Bjelasica-Gebirge, Montenegro

Seit Jahren steht Montenegro auf den Listen der Trend-Reiseziele – und doch verzeichnet das kleine Land an der Adria noch immer wenig Besucher. Das wiederum kommt der Natur und der Ursprünglichkeit des Landes entgegen. Reisende, die nach Montenegro kommen, dürfen sich auf einsame Täler, kristallklare Seen eine malerische Küste sowie eine atemberaubende Bergkulisse freuen. Letztere ist besonders rund um den Mount Bjelasica zu Hause. Zu seinen Füßen liegt mit Biogradska Gora der kleinste, aber zugleich einer der artenreichsten Nationalparks des Landes. In dem 16 Quadratkilometer großen Urwald sind 86 Baum- und Straucharten zu finden, Bären und Rothirsche zu Hause, in den Seen fühlen sich drei Forellenarten sowie zahlreiche Reptilien und Amphibien wohl

Zhangjiajie National Forest Park, China

Bizarre Pfeiler aus Quarzsandstein durchziehen den Zhangjiajie National Forest Park in der chinesischen Region Hunan. Vor rund 380 Millionen Jahren wogte hier noch ein Meer, doch bis in die Kreidezeit hinein hob sich das Gelände. Erosionen und spezielle Witterungsverhältnisse haben dann für die einmalige Landschaft gesorgt. Über 200 Meter ragen die Quarzsandstein-Formationen senkrecht in den Himmel. Seit 1992 gehört das Gebiet zum Weltnaturerbe der UNESCO. Für die Filmkulisse des Kinospektakels Avatar holten sich die Macher hier ihre Inspiration

Namaqualand, Südafrika

Die unwirtliche Wüstenlandschaft Namaqualand im Westen Südafrikas gehört zu den trockensten Regionen des Landes. Doch für zwei Monate im Jahr verwandelt sich der karge Landstrich in ein Blumenmeer. Mittagsblumen blühen in allen Schattierungen zwischen Gelb, Weiß, Rot, Blau und Orange. Abermillionen Schwertlilienblüten folgen dem Lauf der Sonne. Rund 1500 Pflanzenarten sind hier zu finden, die in der kurzen Blütezeit zwischen August und September Dünen, Senken, Berghänge und Küstenabschnitte in sämtlichen Farben erstrahlen lassen. Mit den Pflanzen erwacht auch das restliche Namaqualand zum Leben: Unzählige Insekten locken Erdmännchen an, Strauße und Antilopen machen sich über die Blumenbouquets her und Nektarvögel sorgen dafür, dass es auch im nächsten Jahr wieder blüht

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