Romantisches „Halla inferiore”

Reisetipp

Sehenswürdigkeiten, Kunst & Kultur

Romantisches „Halla inferiore”

Romantisches „Halla inferiore”: 5 Sterne bei 1 Bewertung

Niedernhall,
eine Bilderbuchstadt im Hohenlohischen ......

Das erlebten unsere Mitglieder

  • Romantisches „Halla inferiore”: Bewertet mit 5 Sternen
    Blula 02.10.16

    „Halla inferiore”

    Was bitte? Ja, so hieß das malerische Städtchen, das ich hier vorstellen möchte, zu keltischer Zeit.
    Halla inferiore ( = niederes Hall) ist der damalige Name für Niedernhall im Hohenloher Land. Nicht weit entfernt von hier liegt übrigens das wohl bekanntere Schwäbisch Hall (Halla superiore). „Hall“ steht für Salz, das damals, und zwar von der Jungsteinzeit an bis zum Beginn des 19. Jh. in dieser Gegend gewonnen wurde. Die Salzvorkommen waren auch Anlass für Streitigkeiten unter den damaligen Herrschern. Heute speisen lediglich noch einige Salzquellen das Solebad von Niedernhall, in dem die Besucher die wohltuende Wirkung des Wassers zu schätzen wissen.

    Niedernhall am Kocher ist für mich so etwas wie Rothenburg en miniature, ein kunsthistorisches Kleinod. Die gesamte Altstadt steht wegen ihrer Einmaligkeit selbstverständlich unter Denkmalschutz. Im Jahre 1037 , in der Zeit der Grafen von Hohenlohe und Kur-Mainz wurde die Stadt zum ersten Mal urkundlich erwähnt und unter Kaiser Karl IV. , man schrieb das Jahr 1356, erhielt sie bereits die Stadtrechte.
    Ich habe mich beim Gang durch die malerischen Gassen und Winkel ins Mittelalter entrückt gefühlt. Die fast vollständig erhaltene, gut 700 Meter lange und 1,20 Meter breite Stadtmauer mit einem Wehrgang, vier Türmen und zwei Toren wurde zu Mitte des 14. Jh. erbaut.
    Man sollte sich genügend Zeit nehmen für dieses Städtchen, denn es ist nicht nur malerisch, es hat neben der Befestigung auch noch weitere Sehenswürdigkeiten aufzuweisen.
    Gleich am Stadteingang befindet sich das Götzenhaus, ein imposantes Fachwerkgebäude mit reichhaltiger Bemalung. Hier drückte Götz von Berlichingen ein Jahr lang die Schulbank.
    Das Rathaus der Stadt (1477), ebenfalls ein Fachwerkbau, gehört sicher zu den schönsten und besterhaltendsten im gesamten fränkischen Raum. Im 1. Stock gibt es eine Halle mit handbemalter Eichendecke, getragen von mächtigen Pfeilern.
    Gleich neben dem Rathaus befindet sich der Eingang zu einer alten Kelter. Wir befinden uns hier ja in einer Weingegend. Die mineralhaltigen Muschelkalkböden lassen hervorragende Weine reifen und so hatte sich ein gewisser Abt Benedikt vom nicht weit entfernten Kloster Schöntal bereits im Jahre 1713 hier die Kelter reserviert. Die sog. Schöntal’sche Kelter besitzt einen 45 Meter langen und 16 Meter breiten Kelterraum ohne Pfeiler mit einem freitragenden Dach.
    Sehenswert ist auch die Laurentius-Kirche, deren älteste Teile auf die Romanik (das Tympanon) zurückgehen. Es heißt, dass die Kirche nach dem Vorbild des Doms zu Chur errichtet worden sei.


    Und wie kommt man nach „Halla inferiore” ??

    Von Norden aus über die A81.
    >> Kurz vor Weinsberg (Heilbronn) ist entweder die Abfahrt Möckmühl oder Neuenstadt zu nehmen.
    >> Von Süden kommt man über die A6 und nimmt am besten die Abfahrt Öhringen oder Neuenstein. Na ja, das Navi wird es schon genau wissen.


    Übrigens... wenn man schon mal hier ist, lohnt sich auch noch das nur ein paar Kilometer von hier entfernte Forchtenberg zu besuchen, einen schönen Ort mit einem ebenfalls mittelalterlich anmutenden Stadtbild.


    Bilder von Blula zu Romantisches „Halla inferiore”

    Reiseveranstalter: Privatreise

Teilen auf

Mein Interessenprofil

Bitte melden Sie sich an, um Reiseziele zu Ihrem Interessenprofil hinzuzufügen.

Romantisches „Halla inferiore” 5.00 1

Beliebte Community-Inhalte: AustralienNorwegenThailandVietnamItalienBarcelonaIndien ReiseführerIndien Tipps