Radwege zur Kunst - Emscherkunst 2013 wurde eröffnet

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Radwege zur Kunst - Emscherkunst 2013 wurde eröffnet

Radwege zur Kunst - Emscherkunst 2013 wurde eröffnet: 5 Sterne bei 1 Bewertung

Am 22. Juni 2013 wurde die Ausstellung „Emscherkunst 2013“ eröffnet. Zum zweiten Mal findet entlang der Emscher zwischen Gelsenkirchen und der Mündung in den Rhein bei Dinslaken eine Kunstausstellung statt. „Umsonst und draußen“ soll der Besucher Kunst erfahren und das geht am besten mit dem Fahrrad.

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  • Radwege zur Kunst - Emscherkunst 2013 wurde eröffnet: Bewertet mit 5 Sternen
    astrid 24.06.13

    Kunst an der Kloake, wie abgedreht ist das denn? Keine Angst, die Emscher ist schon lange keine Kloake mehr. Der kanalisierte Fluss nahm von der Quelle in Holzwickede bis zur Mündung in den Rhein bei Dinslaken jegliches Abwasser auf, was in den Industriebetrieben des Ruhrgebiets anfiel. Doch der Bergbau ist abgewandert, das Ruhrgebiet hat sich in den letzten 20 Jahren stark verändert – so auch die Emscher.
    Am 22. Juni 2013 wurde die Ausstellung „Emscherkunst 2013“ eröffnet. Zum zweiten Mal findet entlang der Emscher zwischen Gelsenkirchen und der Mündung eine Kunstausstellung statt. „Umsonst und draußen“ soll der Besucher Kunst erfahren und das geht am besten mit dem Fahrrad. Drei Routen mit 26 bis 36 Kilometern Länge werden in einer Kunst- und Radkarte (5,- Euro) beschrieben. Das Geld ist gut investiert, denn das Spiralheft enthält nicht nur Karten sondern auch kurze Beschreibungen zu den Kunstwerken und Installationen. (Ich wäre durchaus an einigen achtlos vorbei gefahren). Einen spannenderen Ausstellungsraum gibt es kaum in Deutschland: Die Touren führen zu Industriebrachen, ehemaligen Schwerindustrieanlagen aber auch durch Natur pur entlang des Rheins und natürlich entlang der Emscher. Dazwischen trifft der Radler immer wieder auf große und kleine Kunstobjekte mal sind sie nur zum Anschauen wie „Der Zauberlehrling“ (Inges Idee) und mal sind sie begehbar wie „Gesellschaft der Amateur-Ornithologen“ (Mark Dion). Mal kann sich der Besucher einen anderen Blick verschaffen indem er durch gelbe Fernrohre schaut (Connecting Views, Jeppe Hein), manches kommt erst am Abend besonders zur Geltung wie die Lichtinstallation der Klärbecken & Catch as catch can von Mischa Kuball und Lawrence Weiner im Bottroper BernePark. Dies ist nur ein winziger Auszug. Man kann einfach nur eine Radtour machen und die Kunst am Rande „mitnehmen“, oder an einer der Führungen teilnehmen; vom Gespräch mit dem jeweiligen Künstler über Fahrrad-/E-Bike-, Segway- und sogar Eselführungen wird alles angeboten.

    Wer nicht mit dem Fahrrad anreist, hat die Möglichkeit sich für 9,-Euro/Tag ein Rad an einem Ort zu leihen und – wenn er das möchte - am anderen wieder abzugeben. Dank der guten Infrastruktur und des bestens ausgebauten ÖPNV-Systems des Ruhrgebiets sind alle Orte schnell und problemlos erreichbar.

    Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in der Emscherregion satt und reichlich, aber wie wäre es mit einem Schlafplatz im Kanalrohr mit Blick auf das „Theater der Pflanzen“ (Piet Oudolf und Gross.Max) in der ehemaligen Kläranlage Bottrop Berne? Oder im Kunstwerk „Warten auf den Fluss“ (Observatorium) – bis zu 8 Personen haben in dem wunderschönen Holzbau aus ehemaligen Ziegeleipaletten Platz. Direkt an der Emschermündung steht „Fluss wird Wolke“ (Reiner Maria Matysik) mit einer Übernachtungsmöglichkeit im Hochbett. Oder in einem der 1000 Zelte des chinesischen Künstlers Ai Weiwei. Wer’s nicht ganz so rustikal mag wählt die „Alte Lohnhalle“ der Zeche Bonifacius in Essen.
    (vgl. mein Tipp: http://www.geo.de/reisen/community/tipp/260450/Essen-Deutschland-Hotel-Alte-Lohnhalle )

    Die Ausstellung geht bis zum 6. Oktober 2013 - die Radwege bleiben natürlich und einige der Kunstwerke ebenfalls. So ist "Slinky springs to Fame" (Tobias Rehberger) ein "Überbleibsel" der Emscherkunst 2010.

    Ausführliche Informationen sowie die Möglichkeit Fahrräder, Führungen und Übernachtungen zu buchen gibt’s über die Webseite: www.emscherkunst.de

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