Flower Hmong, Black Hmong, Red Dao, Minoritäten Völker in Nord-Vietnam

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Flower Hmong, Black Hmong, Red Dao, Minoritäten Völker in Nord-Vietnam

Flower Hmong, Black Hmong, Red Dao, Minoritäten Völker in Nord-Vietnam: 4 Sterne bei 2 Bewertungen

Das erlebten unsere Mitglieder

  • Bunte, Farbenfrohe Frauen auf den Samstagsmarkt in Can Cau

    Im Grenzgebiet in den Bergen von Nord-Vietnam, 20 km von Bac Ha entfernt befindet sich Can Cau, Nur Samstags geöffnet, bietet der kleiner aber sehr bunter Markt viele farbenfrohe Bilder von ethnischen Kostümen der Flower Hmong, Black Zao und Phu La. Auch Chinesen kommen zum Handeln vorbei.
    Unser Tipp:
    Von Hanoi aus erreicht man Can Cau mit Zug und Bus. Die Zugfahrt von Hanoi nach Lao Cai ist im Softsleeper (verkehrt nur nachts). Von Lao Cai geht es dann weiter, in vor dem Bahnhof wartenden Busse nach Bac Ha (unbedingt Preis verhandeln und nicht gleich das erstbeste Angebot nehmen). Von Bac Ha geht es dan in Minibusse weiter nach Can Cau (in Can Cau keine übernachtung möglich).
    Obwohl die Reise im Softsleeper sehr bequem und daher empfehlenswert ist, sollte man dennoch in Erwägung ziehen, eine der beiden Fahrten von und nach Hanoi tagsüber zu machen. Leider verkehren tagsüber nur die unbequemen Hardseat-Züge, die Fahrt entlang des Roten Flüsses entschädigt jedoch für die erlittenen Qualen.
    In Hanoi werden in viele Hotels auch 3 Tage Reise nach SaPa und Bac Ha angeboten.

    http://www.asiatica-travel.de/modules.php?name=Content&op=summary&mid=2357

    Bilder von freeneck-farmer zu Flower Hmong, Black Hmong, Red Dao, Minoritäten Völker in Nord-Vietnam

  • Flower Hmong, Black Hmong, Red Dao, Minoritäten Völker in Nord-Vietnam: Bewertet mit 4 Sternen
    lena_kaulitz 17.04.14

    LIEBESMARKT

    Im Hochland liegen Dörfchen und Dörfer vieler ethnischen Minderheiten normalerweise hoch auf den Gipfeln der Berge oder verstecken sich entlang den Waldesrändern, davon einige nur ein paar Häuser umfassen. Die Routine der Einwohner hier ereignet sich in einer „geschlossenen“ Umwelt. Deswegen erwarten alle Menschen den Markttag, vor allem Jungen und Mädchen, die erwartungsvoll auf den Liebesmarkt gehen wollen, wo Güter bzw. Waren ausgetauscht werden und viele Treffen der Liebe stattfinden.
    Mehrere Dörfchen sind so weit weg, dass die Einwohner im früheren Nachmittag oder in der Dämmerung abfahren und sich beeilen müssen, das Haus zu verlassen. Mädchen haben selbst neue Kostüme mit bunten Mustern an, die noch voll von Indigo Aroma sind. Dadurch erscheinen Berge und Wälder noch schöner und attraktiver. Junge Menschen nehmen ihre Flöten und Moi Musikinstrument, um einige bekannte Volkslieder zu spielen. Bei Einbruch der Dunkelheit hat man die Möglichkeit, am gemütlichen Feuer oder unter Baumreihen in der Nähe von dem Liebesmarkt harmonische Melodien vom Liebesaustausch zu hören. Zunächst singen sie im Chor, dann paarweise, bringen ihr Vertrauen zueinander zum Ausdurck. Später, wenn kein Lied ihre Gefühle ausdrücken kann, ist es Zeit für süße Worte, leidenschaftliche Blicke und festgehaltene Hände.
    In Bac Ha stehen die Restaurantbesitzer am Morgen sehr früh auf, Ziegen und Pferde zur Zubereitung von Thang Co, einem Gericht aus der geschmorten Mischung von Fleisch, Knochen und Darm der getöteten Tiere, zu schlachten. Vor dem Sonnenaufgang strömen Gruppen der Jugendlichen auf den Markt; Mädchen mit Ware-Taschen auf ihren Schultern spinnen schnell mit ihren Händen Leinenfäden, werfen aber noch einen Blick und hören junge Kerle singend. Niemand geht zu Hause ohne Gütern. Auf dem Markt bringen Burschen Flöten und Panflöten mit oder nehmen ein Huhn oder eine Flasche Honig, die anschließend zum Verkauf ausgestellt werden, damit sie etwas Geld bekommen und ihre Freunde zu einem Thang Co Restaurant einladen.
    Alle Leute wünschen, dass sie einen vertrauten Freund finden können. Bei dieser Gelegenheit haben Jungenlichen Sehnsuch nach dem Treffen mit ihrem zukünftigen langlebigen Partner. Auf dem Markt versammeln sie sich, nur um Spaß zu machen sowie Freundschaft zu schließen, aber interessieren sich nicht so viel für Verhandlungen oder Warenhandel.
    An einer Ecke, von der der Klang von Pan-pie und Flöten widerhallt, versuchen kräftige und geistesgegenwärtige Burschen einige Musikinstrumente zum Kaufen zu wählen. An der anderen Ecke, wo man Brokat und Stickerei verkauft, zeigen Mädchen ihre Geschicklichkeit bei Kleidungfärben, Sticken und Gestaltung von Mustern.
    Für einen Kerl sollt das gesammelte Geld für die Party mit seinem neuen Mädchen ausgegeben werden, auf der man Schalen von Thang Co mit nach oben spiralförmigem Dampf genießt und mit dem starken Wein anstößt. Bei Sonnenuntergang beeindet die Party, wenn der Junge leicht betrunken und die Wange des Mädchens rot ist. Und dann existiert das einzige Geräusch murmelnde Melodien des Moi Musikinstrumentes.
    Auf beiden Seiten sind Paare unwillig getrennt. Der Nebel ist niedergefallen, der Markt geht zu Ende. Jedoch warten alle begierig und sehnsüchtig auf den nächsten Markttag.

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