Muschelinsel

Reisetipp

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Muschelinsel

Muschelinsel: 4 Sterne bei 2 Bewertungen

Vor ca. 1500 Jahren begann man, Muschelschalen auf einen Haufen ins Meer zu werfen, aus dem sich im Laufe der Zeit drei Inselchen entwickelten. Als die Muschelberge hoch genug waren, begann man, darauf Häuser zu errichten, ebenfalls aus Muschelschalen. Eine Insel wurde bewohnt (und wird es auch heute noch), eine wurde als Speicherinsel benutzt und die dritte ist die Friedhofsinsel. Man erreicht die Inseln über Brücken bezw. mit einer Piroge.

Das erlebten unsere Mitglieder

  • Muschelinsel: Bewertet mit 3 Sternen
    llaOrne 13.03.13

    Besuch der Muschelinsel "Ile de Coquillage"

    Um dem stickigen Dakar zu entkommen, empfliehlt sich ein mehrtägiger Ausflug Richtung Süden - in das Flussdelta des Sine Saloums. Wohlgemerkt mit dem Geländewagen, da man sonst auf den Pisten seine herbe Überraschung erleben kann.
    Die Strassen die aus Dakar führen sind nur teilweise gut ausgebaut und mit grossen Schlaglöchern versehen. Um zuvor dem Verkehr und Stau der Hauptverkehrsknoten bei Rufisque zu entgehen, fährt man am besten frühmorgens los und packt ein Picknick ein, da sich ein Stopp bis zur Ankunft nicht auszahlt.
    Die Vororte Dakars bieten einen unvorteilhaften Anblick und eher negativen Eindruck:
    Hier holt einem die Realität des harten senegalesischen Alltags ein- Handwerksbuden, Metall und Schrottplätze, Müllablagerungsplätze dazwischen spielende Kinder, überladene mit Ware angepferchte Pferdekutschen und zahlreiche Verkäufer, die ihre Ware am Strassenrand anbieten. Das örtliche Chaos ist saisonabhängig- zu Tabaski ( das moslem. Erntedankfest- ) werden riesige Schaf und Ziegenherden hierher transportiert, die danach in Dakar zum Verkauf stehen.
    Zu diesen Zeiten muss man mit noch längeren Wartezeiten und Staus rechnen.
    Hygiene und Umweltschutz scheinen hier keine Priorität zu haben, bzw. keinen grossen Platz im Denken der Bevölkerung einzunehmen. Wem wundert es ? Kämpft doch jeder nur ums eigene Überleben und um’s tägliche Einkommen, um über die Runden zu kommen. Ein Stopp empfiehlt sich im Frühjahr, wo dann am Strassenrand die herrlich grossen und geschmacklich hervorragenden Mangos angeboten werden, die aus dem Süden kommen.
    Weiter Richtung M’ bour verändert sich allmählich die Landschaft: es wird leicht hügelig und teilweise grün und durch die Steppenlandschaft erhascht man einen Blick auf den entfernten Ozean.
    Nur hin und wieder kreuzen Rinderherden die stark befahrene Strasse. Der LKW Verkehr nimmt hier rassant zu und auf der engen Fahrbahn muss man gute Nerven vor den schwindelerregenden Überholungsmanöver bewahren - . Nicht selten sieht man LKW’s die durch ihre Last nicht vorankommen bzw. im Strassengraben landen oder auf Hilfe warten. Generell ist jedoch mit Vorsicht eine gute Fahrt gegeben, vor allem wenn man untertags und langsam unterwegs ist.
    Die weitentfernten Baobawälder mit dazwischen vereinzelten Palmenkronen bieten einen bizarren Anblick und die weitläufige Landschaft wird langsam fruchtbarer.
    Joal Fatjoud bietet sich an für einen kurzen Abstecher bevor man mit der Piroge zur Insel Malodj übersetzt- von hier aus kann man die Il de Coquillage besuchen- welche durch ihre einizigartige Athmosphäre und pittoreske Landschaft besticht.
    Eine lange hölzerne Brücke verbindet das Festland mit dieser Inselgruppe – hier ist autofreie Zone und auch Motorräder sind nicht erlaubt. Die Dorfkirche, das Ausstellen des örtlichen Kunsthandwerks als auch einige nette Plätze ( Platz des heiligen Baobab) sind hier Attraktionen. Mehrer Guide’s bieten ihre Dienste an und die Bevölkerung empfängt einem mit offenen Armen- wie es scheint.
    So schnell wie man ins Gespräch kommt, so schnell leert sich die Geldtasche- hier vermischen sich neugierige Gespräche der Touristen mit den Verkaufstaktiken der lokalen Leute die das Dorfleben animieren und einem sozialem Zweck dienen.
    Die Leute sind nett und für Spenden dankbar um die Dorfgemeinschaft und die damit verbundenen Ausgaben zu unterstützen. Mit Witz und viel Geduld lassen sich auch hier schöne Stücke zu günstigen Preisen finden.
    Geht man weiter Richtung Muschelinsel- erheben sich kleine Getreidespeicher aus dem Wasser und die wunderschöne Flusslandschaft der Mangrove und die Ruhe dieses Ortes hinterlassen einen freundlichen und ruhevollen Eindruck.
    Der weisse Untergrund- unzählige kleine Muscheln- steht im Kontrast mit dem blauen Himmel und der grünen Flusslandschaft. Dazwischen die hügeligen Gräber und Kreuze die sich erheben – ein ungewöhnlicher und gleichzeitig schöner Ort.
    Hier werden sowohl Moslemes als auch Christen bestattet und eine Weile glaubt man sich an einem Ort ausserhalb von Zeit und Raum; Die Ruhe und der unglaubliche Reichtum der Flora und Fauna bringen somanchen ins Staunen.
    Vor Abfahrt und zur Erfrischung kehrt man ins Restaurant ein, welches vor der Insel liegt, hier bekommt man Fleisch und Fisch vom Grill und das Panorama auf Insel und Flusslanschaft kann man ein letztes Mal auf sich wirken lassen.

    Bilder von llaOrne zu Muschelinsel

  • lucy (RP) 30.12.07

    Die Muschelinseln sind auf jeden Fall einen Besuch wert! Auf der Friedhofsinsel sollte man auf den Hügel steigen. Man kann dort eine kleine Rast einlegen mit einem wunderschönen Rundblick.

    Bilder von lucy zu Muschelinsel

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