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Uruguay Reisen

Uruguay: Reiseführer

Der Uruguay-Reiseführer: die wichtigsten Informationen auf einen Blick (Sicherheit, Impfungen, Zeitunterschied, Flugdauer und vieles mehr).

Uruguay Informationen vom Bernhard-Nocht-Institut

Uruguay: Länderdaten

Uruguay Reisen

Region: Amerika
Sprachen: Spanisch
Hauptstadt: Montevideo
Zeitunterschied: -4 Std. (UTC -3 Std.)
Währung: 1 Uruguayischer Peso = 100 Centésimos zum Währungsrechner
Vorwahl: +598
Flugzeit: 16 Std.

Uruguay: Aktuelles

  • siehe Fachinformationen aktuell

Uruguay: Allgemeine Informationen

Feiertage
  • Nationalfeiertag: 25. August: Unabhängigkeitstag (1825).
  • Weitere Feiertage 2010: 1. Januar: Neujahrstag, 6. Januar: Dreikönigstag, 8./9. Februar: Karneval, 1. April: Gründonnerstag, 2. April: Karfreitag, 19. April: Landung der Orientales, 1. Mai: Tag der Arbeit, 17. Mai: Schlacht von Las Piedras, 19. Juni: Geburtstag von General Artigas, 18. Juli: Tag der Verfassung, 11. Oktober: Ibero-Amerika-Tag/Columbus Tag, 1. November: Allerseelen, 25. Dezember: Weihnachtsfeiertag.
 Geographische Einordnung
  • Uruguay ist einer der kleinsten südamerikanischen Staaten und hat Grenzen zu Argentinien und Brasilien.
 Netzspannung
  • 220 V, 50 Hz.
 Regierungsform
  • Präsidialrepublik seit 1967.
 Religion
  • Vor allem Christen (74 % Katholiken und 2 % Protestanten), wenige Juden.
 Sprachen
  • Amtssprache ist Spanisch.
 Infrastruktur
  • Uruguay hat 2 internationale Flughäfen, den Montevideo (MVD) (Carrasco) und den Punta del Este; ebenfalls werden Inlandsfülge angeboten.
  • Schiffsverkehr ist vorhanden, jedoch gibt es keine regelmäßigen Fahrpläne.
  • Ein Eisenbahnnetz ist vorhanden, jedoch ebenfalls ohne reguläre Fahrpläne.
  • Das Straßennetz ist recht gut ausgebaut, 80 % der Straßen sind asphaltiert. Das Bussnetz ist gut ausgebaut, Mietwagen sind in der Hauptstadt erhältlich.
 Währung
  • 1 Uruguayischer Peso (NU$) = 100 Centésimos. 1 € = 28,01 NU$ (Stand Januar 2010).
 Wichtige Verhaltensregeln
  • Wie überall in Südamerika, legt man auch in Uruguay großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres. In Kirchen und feineren Restaurants sind deshalb kurze Hosen und allzu freizügige Kleidung unangebracht.
  • Kellner bekommen etwa 10 % des Rechnungsbetrags als Trinkgeld. Schuhputzer, Kofferträger, Portiers, Zimmermädchen und sonstige Servicekräfte erwarten ein paar Scheine oder Münzen, weil sie vom Trinkgeld leben.
 Statistische Daten

 

Uruguay: Sicherheit

Sicherheitshinweise

  • keine Besondeheiten

Uruguay: Kontaktadressen

Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:

Aktuelle Einfuhr- und Einreisebestimmungen finden Sie auf den Seiten der Außenministerien:

Uruguay: Hygiene

Wasser:

  • Sicheres Trinkwasser ist abgekocht (Beispiel: Tee) oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
  • Wasser aus Leitungen oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet.
  • Süßwasser ist häufig belastet durch Keime oder Schadstoffe.

Nahrung:

  • Sichere Nahrung wurde erhitzt (Beispiel: Pfannengericht) oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
  • Feuchtheißes Klima begünstigt das Wachstum von Krankheitserregern.
  • Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein: Vorsicht!

Luft:

  • Smog in Ballungsräumen.
  • Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
  • Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Gesundheitswesen:

  • Qualitativ sehr gute Gesundheitsversorgung ist erreichbar: Reiseversicherung dennoch sinnvoll!
  • Vom Gesundheitswesen können auch Gefahren ausgehen.
  • Angebotene Medikamente (auch pflanzlicher Herkunft) können risikobehaftet sein.

Uruguay: Klima

Uruguay hat ein gemäßigtes Klima, das durch warme Sommer und milde Winter gekennzeichnet ist; der kälteste Monat ist der Juni, der wärmste der Januar. Im Sommer weht der heiße Zonda, im Winter der kalte Pampero; die durchschnittlichen Temperaturen liegen in Montevideo zwischen 6 und 14 °C im Juli und 17 bis 28 °C im Januar.
Es treten Dürreperioden und Überschwemmungen auf. Da das Land keine Berge hat, die als Wetterbarriere dienen könnten, sind alle Regionen von Wetteränderungen betroffen.
Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:

Klimastation MONTEVIDEO (Observatorium)
Höhe über NN in m: 16
Geographische Position:
56° 12’ W, 34° 51’ S

  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temp. ø Max. (°C) 28,1 28,0 25,8 22,0 18,8 15,4 15,2 16,2 18,1 19,6 24,2 27,0
Temp. ø Min. (°C) 16,7 16,1 15,0 11,7 8,9 6,1 6,1 6,1 7,8 9,4 12,2 15,0
Regentage 6 5 5 6 6 5 6 7 6 6 6 7
Niederschlag (mm) 89 83 98 96 98 95 71 88 88 85 81 79
Sonnenstunden ø 10,6 10,1 9,1 7,5 6,3 5,4 5,1 6,2 7,1 7,8 10,0 10,4
Wasser-Temp. ø (°C) 21 22 21 19 15 13 12 11 12 15 18 19
Klimabelastung* zs zs -- -- -- -- -- -- -- -- -- zs

Klimabelastung:
-- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken


Frühwarnungen bezüglich Wettergefahren können Sie den folgenden Seiten entnehmen:

World Meteorological Organization
HEWS - Humanitarian Early Warning Service
Institut für Meteorologie und Klimaforschung

Zuletzt aktualisiert: 22.05.2012

Informationen des Reisemedizinisches Zentrums am Bernhard-Nocht-Institut
Telefonische Hotline für Gesundheitsfragen zum Thema Reisen: 0900-1234 999 (€ 1,86/Min.) Hier können Sie den Newsletter des Reisemedizinischen Zentrums abonnieren: http://www.gesundes-reisen.de/newsletter Haben Sie Hinweise oder Verbesserungsvorschläge zu den Informationen auf diesen Seiten? Wir würden uns über einen Hinweis an rmz@md-medicus.net

Uruguay-Informationen aus dem GEO-Themenlexikon

Uruguay, an der Südostküste des Kontinents gelegen, ist der kleinste spanischsprachige Staat in Südamerika. Mit einer Fläche von rund 175000km2 ist er knapp halb so groß wie Deutschland. Nördlicher Nachbar ist Brasilien, die Grenze zu Argentinien im Westen bildet der Río Uruguay, von dem das Land seinen Namen hat und auch seine amtliche Bezeichnung »Republik Östlich des Uruguay« herleitet. Häufig wird das Land von seinen Einwohnern und den südameri­kanischen Nachbarn lapidar Banda Oriental – »Ostseite« – genannt. Im Osten und Süden grenzt Uruguay mit einer 660km langen Küste an den Atlantischen Ozean bzw. an den Río de la Plata.

nFlachwelliges Hügelland Uruguay nimmt den äußersten Süden des Brasilianischen Schildes ein, der im Süden als 200km breiter Saum zutage tritt und an der Nordküste des Río de la Plata sein sichtbares Ende findet. Den größten Teil des Landes nimmt die Schichtstufenlandschaft der Paraná­mul­de ein, wo paläozoische und mesozoische Gesteine den präkambrischen Sockel des Brasilianischen Schildes aus kristallinen Schiefern und Graniten bedecken. Die markanteste Schichtstufe ist der Abbruch der ­Paraná-Basaltdecken in der Cuchilla de Haedo (spanisch »Hackmesser«) im Nordwesten des Landes.

Der im Küstengebirge von Südbrasilien entspringende, 1650km lange Río Uruguay folgt dem westlichen, geologisch-tektonisch bedingten Abbruch des Brasilianischen Schildes. Die ihm zuströmenden ­Flüsse, so der etwa 800km lange Río Negro, gliedern Uruguay in Ost-West-verlaufende Hügelreihen, die Cuchillas. Insgesamt hat das Land den Charakter ­eines flachwelligen Hügellandes, das nur hier und dort von Schichtstufen und Härtlingen überragt wird. Nur 10% des Landes liegen höher als 200m ü.M., die höchste Erhebung im Land ist mit 514m ü.M. der Cerro Catedral in der Sierra de Carapé.

Der östliche Küstenstreifen am offenen Atlantik wird von Schwemmland mit Lagunen und Landzungen gebildet; die Laguna Merín an der Grenze zu Brasilien ist der größte See des Landes. Den Küstenbereich am Río de la Plata bildet ein bis 120km breites, lössbedecktes Tiefland, das nur durch gelegentliche Kristallinaufbrüche unterbrochen wird.

nGrasreich und baumarm Die vorherrschende Vegetations- und Landschaftsform Uruguays sind die weiten, heute baumarmen oder baumlosen Grasflächen der Campos, des uruguayischen Pendants der argentinischen Pampas. Nur an trockenen Standorten sind die Campos gelegentlich von natürlichen Gehölzen und Einzelbäumen durchsetzt. Auf den trockenen Schotterflächen der Cuchillas wachsen Xerophyten, unter anderem Kakteen.

Die ursprünglich weiter nach Süden reichenden Wälder des brasilianischen Berglands, die durch Beweidung und Holzeinschlag weitgehend zerstört ­wur­den, sind heute auf die Flussauen und feuchten Niederungen beschränkt. Im Tal des Uruguay dringt der subtropische Feuchtwald in einem bis zu 10km breiten Streifen nach Süden vor und säumt die Unterläufe der Nebenflüsse mit maximal 100m breiten ­Galeriewäldern. Heute sind nur noch knapp 5% der Landesfläche bewaldet; Uruguay ist damit das wald­ärmste Land Südamerikas.

Die Fauna ist artenreich und entspricht weitgehend jener der argentinischen Pampas mit Gürteltieren, Pampashirschen und Nandus als den auffälligsten Tieren. Vereinzelt ist auch noch der Jaguar anzutreffen. An den Flüssen ist das Wasserschwein, mit einer Körperlänge von bis zu 1m das größte Nagetier der Erde, weit verbreitet.