Tunesien: Reiseführer

Tunesien Reisen

Der Tunesien-Reiseführer: die wichtigsten Informationen auf einen Blick (Sicherheit, Impfungen, Zeitunterschied, Flugdauer und vieles mehr).

Tunesien: Länderdaten

Tunesien Reisen

Region: Afrika
Sprachen: Arabisch
Hauptstadt: Tunis
Zeitunterschied: MEZ (UTC +1 Std.)
Währung: 1 Dinar = 1000 Millimes zum Währungsrechner
Vorwahl: +216
Flugzeit: 2-3 Std.

Tunesien: Aktuelles

  • siehe Fachinformationen aktuell

Tunesien: Allgemeine Informationen

Feiertage
  • Nationalfeiertag: 20. März: Nationalfeiertag/Unabhängigkeitstag (1956).
  • Weitere Feiertage 2010: 1. Januar: Neujahrstag, 26. Februar: Geburtstag des Propheten Muhammad (Mouloud/Mevlid), 18. März: 1956 - Revolutionstag, 21. März: Fest der Jugend, 9. April: Maertyrertag, 1. Mai: Tag der Arbeit, 25. Juli: Tag der Republik, 13. August: Frauentag, 10. September: Islamischer Fastmonat - Ende, 15. Oktober: Tag der Evakuierung, 7. November: Jahrestag der Präsidentschaft Ben Alis, 17. November: Islamisches Opferfest/Berg Arafat Tag.
  • Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.
 Geographische Einordnung
  • Tunesien liegt am Südufer des Mittelmeers zwischen Algerien im Westen und Libyen im Osten.
 Netzspannung
  • 220 V, 50 Hz
 Regierungsform
  • Präsidialrepublik seit 1959.
 Religion
  • Die offizielle Religion ist der Islam (98 % Sunniten), wenige Juden und Christen.
 Sprachen
  • Arabisch ist Amtssprache, daneben Französisch Verkehrssprache. In den Tourismusregionen wird auch Deutsch oder Englisch gesprochen.
 Infrastruktur
  • Es gibt mehrere internationale Flughäfen: Tunis (TUN) (Carthage International), Djerba (DJE) (Melita), Monastir (MIR) (Skanes), Sfax (SFA), Tozeur (TOE) (Nefta), Gafsa-Ksar (GAF) und Tabarka (TBJ) (7 Novembre). Inlandsflüge werden angeboten.
  • Fähren verbinden die größten Häfen miteinander, das Schienennetz sowie das Straßennetz sind gut ausgebaut. Taxis, Busse und Mietwagen sind in allen größeren Städten vorhanden.
 Währung
  • 1 Dinar (TD) = 1000 Millimes.1 € = 1,90 TD (Stand Januar 2010). 
 Wichtige Verhaltensregeln
  • Der Islam bestimmt den öffentlichen Alltag und verdient Respekt. Deshalb sollte Ihre sommerliche Kleidung nicht zu eng oder freizügig sein. "Oben - ohne" ist offiziell verboten, wird an privaten Hotelstränden aber toleriert. Falls Sie ein türkisches Bad (Hammam) besuchen, lassen Sie Ihre Unterwäsche an. In Zeiten des Ramadan (Fastenmonat) ist das öffentliche Leben stark beeinflusst. In der Öffentlichkeit sollten auch Sie nicht essen oder rauchen und keine Zärtlichkeiten austauschen.
  • Kellner erwarten von Gästen aus Europa 10 % Trinkgeld vom Rechnungsbetrag.
 Statistische Daten

Tunesien: Sicherheit

Sicherheitshinweise

Update: Aktuelle Sicherheitshinweise finden Sie in der Länderdatenbank fortan unter der Rubrik "Fachinformationen aktuell".

  • Landminen stellen in vielen Gebieten (insb. Grenze zu Libyen) eine große Gefahr dar.

Tunesien: Kontaktadressen

Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:

Aktuelle Einfuhr- und Einreisebestimmungen finden Sie auf den Seiten der Außenministerien:

Tunesien: Links

Tunesien: Hygiene

Wasser:

  • Sicheres Trinkwasser ist abgekocht (Beispiel: Tee) oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
  • Wasser aus Leitungen oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet.
  • Süßwasser ist häufig belastet durch Keime oder Schadstoffe.

Nahrung:

  • Sichere Nahrung wurde erhitzt (Beispiel: Pfannengericht) oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
  • Feuchtheißes Klima begünstigt das Wachstum von Krankheitserregern.
  • Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein: Vorsicht!

Luft:

  • Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
  • Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Gesundheitswesen:

  • Qualitativ gute Gesundheitsversorgung ist erreichbar: Reiseversicherung dennoch sinnvoll!
  • Anteil der Einwohner, die örtliche medizinische Einrichtungen in weniger als einer Stunde mit herkömmlichen Verkehrsmitteln erreichen können: 100 %.
  • Vom Gesundheitswesen können auch Gefahren ausgehen: Infektionsübertragungen oder Fehlbehandlungen.
  • Viele angebotene Medikamente (auch pflanzlicher Herkunft) sind risikobehaftet.

Tunesien: Klima

Tunesien hat ein mediterranes Klima mit warmen Sommern (30 °C) und milden Wintern (15 °C) und gelegentlichen starken, aber kurzen Regenschauern in der Küstenregion im Norden des Landes. Im Wüstengebiet und in der Übergangszone zur Wüste ist es das ganze Jahr über heiß und trocken. Die durchschnittlichen Temperaturen in Tunis liegen zwischen 6 und 14 °C im Januar und 21 bis 33 °C im August.
Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:
Klimastation TUNIS-CARTHAGE
Höhe über NN in m: 3
Geographische Position:
10° 14’ E, 36° 50’ N

  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temp. ø Max. (°C) 15,3 16,5 18,3 20,5 24,6 28,6 31,9 32,3 29,4 24,6 20,1 16,0
Temp. ø Min. (°C) 7,2 7,3 9,0 10,8 14,2 17,9 20,3 21,1 19,5 15,6 11,6 8,6
Regentage 9 8 8 6 3 2 < 1 1 4 6 6 8
Niederschlag (mm) 63 51 50 44 25 13 4 8 38 72 63 63
Sonnenstunden ø 5,2 6,0 6,9 7,9 9,9 10,7 12,0 11,1 8,8 7,1 6,2 5,0
Wasser-Temp. ø (°C) 15 14 14 15 17 20 24 25 24 22 19 16
Klimabelastung* -- -- -- -- -- zs s s zs -- -- --

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken


Frühwarnungen bezüglich Wettergefahren können Sie den folgenden Seiten entnehmen:

World Meteorological Organization
HEWS - Humanitarian Early Warning Service
Institut für Meteorologie und Klimaforschung

Zuletzt aktualisiert: 01.05.2014

Informationen des Reisemedizinisches Zentrums am Bernhard-Nocht-Institut
Telefonische Hotline für Gesundheitsfragen zum Thema Reisen: 0900-1234 999 (€ 1,86/Min.) Hier können Sie den Newsletter des Reisemedizinischen Zentrums abonnieren: http://www.gesundes-reisen.de/newsletter Haben Sie Hinweise oder Verbesserungsvorschläge zu den Informationen auf diesen Seiten? Wir würden uns über einen Hinweis an rmz@md-medicus.net

Tunesien-Informationen aus dem GEO-Themenlexikon

Tunesien, der kleinste der nordafrikanischen Staaten, erstreckt sich 800km von Nord nach Süd. Dabei ergibt sich ein reizvoller Gegensatz: Im mediterranen Norden Badestrände, Römerstädte und mittelalterliche Medinas mit malerischen Souks, im tro­ckenen Süden Wüstensand, Salzseen und Oasen.

Im mediterran-humiden Norden bilden die östlichen Ausläufer des algerischen Tellatlas im Küstenbereich die Berg­länder Kroumir (800–1200m ü.M.) und Mogod (400 bis 600m ü.M.).

Nach Süden schließt sich die weit gespannte Hügellandschaft im Einzugsbereich des Medjerda an; sie reicht von den Plateauausläufern des Hohen Tell im Südwesten (800–1000m ü.M.) über die stark zerschnittene Medjerdaebene (400–600m ü.M.) bis zu den Küstenebenen von Tunis und Biserta im Norden und steigt in den Bergrücken der Halbinsel Cap Bon wieder auf 400–600m ü.M. an. Diese Landschafts­zone ist die bedeutendste Agrarregion des Landes.

Der Gebirgsrücken der Dorsale, die im Djebel Chambi mit 1544m die höchste Erhebung des Landes aufweist, bildet das mitteltunesische Bergland; hier befindet sich die Südgrenze des mediterranen Tunesien.

Trockener Süden Die zentraltunesischen Steppenlandschaften umfassen ein Hochland im Wes­ten (700–800m ü.M.), ein Tiefland im Zentrum (um 200 m ü. M.) und den tunesischen Sahel im Osten mit Tafelflächen, Schichtstufen und Küstenebenen, die verbreitet Ölbäume tragen.

Der wüstenhafte Süden beginnt zwischen Gafsa und La Skhirra mit der Wüs­tensteppe und der Zone der Schotts, die sich westwärts nach Algerien fortsetzt. Die Schotts, wahrscheinlich Reste eines größeren Sees der geologischen Vergangenheit, sind heute großflächige Salzpfannen, die sich zur Regenzeit in Salzsümpfe verwandeln.

Mit 7700 km² ist das Schott el-Djeriddie die größte der nordafrikanischen Salzpfannen. Nach der sommerlichen Trockenzeit überzieht eine weiße Salzdecke das flache, mit tonigen Feinsedimenten gefüllte Becken. Die Kruste bricht dann in polygone Formen auf, und nur kleine Salzlachen bleiben zurück.

Die Durchquerung der Salzpfanne war früher, selbst auf abgesteckten Pisten, lebensgefährlich, wie Kamelskelette und Fahrzeugwracks bezeugen. Seit Beginn der 1980er-Jahre ermöglicht ein Damm, diese faszinierende Landschaft ohne größeres Risiko zu durchqueren.

Die eigentliche Wüste umfasst den östlichsten Teil des Östlichen Großen Erg, eines der größten Sandwüstengebiete der Sahara. Nach Osten schließt sich das Dahar-Plateau an, das mit einem mächtigen Steilrand nach Osten in die Wüstensteppe Djeffara an der Syrtenküs­te abbricht.

Die etwa 1300km lange Küste Tunesiens ist durch die Golfe von Tunis, Hammamet und Gabès gegliedert, hat lang gestreckte Sandstrände auf der Ostseite des Landes sowie vorgelagerte flache Inseln wie Djerba und die Kerkennainseln. Der einzige größere Dauerfluss ist der Medjerda. Er entspringt in Nordost­algerien und mündet nach 450km zwischen Tunis und Biserta ins Mittelmeer.

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