Südafrika: Reiseführer

Südafrika Reisen

Der Südafrika-Reiseführer: die wichtigsten Informationen auf einen Blick (Sicherheit, Impfungen, Zeitunterschied, Flugdauer und vieles mehr).

Südafrika: Länderdaten

Südafrika Reisen

Region: Afrika
Sprachen: Alle 11 Landessprachen sind offizielle Sprachen
Hauptstadt: Pretoria
Zeitunterschied: +1 Std. (UTC +2 Std.)
Währung: 1 Rand = 100 Cents zum Währungsrechner
Vorwahl: +27
Flugzeit: 11 Std.

Südafrika: Aktuelles

  • siehe Fachinformationen aktuell

Südafrika: Allgemeine Informationen

Feiertage
  • Nationaltag: 27. April: Tag der Verfassung/Freiheitstag (1994).
  • Weitere Feiertage 2010: 1. Januar: Neujahrstag, 21. März: Tag der Menschenrechte, 2. April: Karfreitag, 5. April: Ostermontag, 1. Mai: Tag der Arbeit, 31. Mai: 1919 - Tag der Republik, 16. Juni: 1976 - Jahrestag des Aufstandes von Soweto, 9. August: Tag der Frau, 24. September: Heritage Tag, 17. Dezember: Tag der Versöhnung, 25./26. Dezember: Weihnachtsfeiertag.
 Geographische Einordnung
  • Südafrika liegt an der Südspitze Afrikas und grenzt an Namibia, Botswana, Simbabwe, Mozambique, Swasiland, Lesotho, den Indischen und den Atlantischen Ozean.
 Netzspannung
  • 250 V (Pretoria), 220/230 V (übrige Landesteile), 50 Hz. Adapter für dreipolige Stecker empfohlen.
 Regierungsform
  • Parlamentarische Republik (im Commonwealth) seit 1961.
 Religion
  • 70- 80 % Christen, 2 % Moslems, Hindus, Juden und andere; 15 % ohne Religionszugehörigkeit.
 Sprachen
  • Alle 11 Landessprachen sind offizielle Sprachen: isi Zulu (24 %), isi Xhosa (18 %), Afrikaans (13 %), sePedi (9 %), English (8 %), seTswana (8 %), seSotho (8 %), xiTsonga (4 %), siSwati (3 %), tshiVenda (2 %), isiNdebele (2 %), andere Sprachen (1 %). Deutsch gehört zu den von der Verfassung geförderten 14 anderen Sprachen.
 Infrastruktur
  • Es existieren die internationalen Flughäfen Cape Town (CPT) (Cape Town International), Bloemfontein (BFN) (Bloemfontein International), Durban (DUR) (Durban International), Johannesburg (JNB) (O.R. Tambo Internationaler Flughafen) sowie Port Elizabeth (PLZ) (Port Elizabeth International). Inlandsflüge werden angeboten.
  • Die größten Häfen sind Kapstadt, Durban, Port Elizabeth und East London.
  • Eisenbahnen verbinden die größere Städte miteinander.
  • Das Straßennetz ist gut ausgebaut; in den Städten besser als in ländlichen Regionen. Es existieren Busse, Mietwagen und Taxis in allen größeren Städten.
 Währung
  • 1 Rand (R ) = 100 Cents. 1 € = 10,55 R (Stand Januar 2010).
 Wichtige Verhaltensregeln
  • "Oben - ohne" an öffentlichen Stränden ist nicht üblich. Nacktbaden ist strafbar, für Anhänger des FKK gibt es extra ausgewiesene Strandzonen. 
  • Das Pflücken geschützter Pflanzen (z.B. Orchideen) und das Fangen von Tieren geschützter Arten ist ebenfalls verboten.
  • In Restaurants sind Servicegebühren in der Regel nicht in den Rechnungen enthalten, 10 % des Betrags sind üblich. Taxifahrer erwarten ebenfalls 10 %. Bei Scheibenwäsche und freundlicher Bedienung ist ein "Tip" auch beim Tanken durchaus angebracht.
 Statistische Daten

 

Südafrika: Sicherheit

Sicherheitshinweise

Update: Aktuelle Sicherheitshinweise finden Sie in der Länderdatenbank fortan unter der Rubrik "Fachinformationen aktuell".

Südafrika: Kontaktadressen

Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:

Aktuelle Einfuhr- und Einreisebestimmungen finden Sie auf den Seiten der Außenministerien:

Südafrika: Links

Südafrika: Hygiene

Wasser:

  • Sicheres Trinkwasser ist abgekocht (Beispiel: Tee) oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
  • Wasser aus Leitungen oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet.
  • Süßwasser ist häufig belastet durch Keime oder Schadstoffe.

Nahrung:

  • Sichere Nahrung wurde erhitzt (Beispiel: Pfannengericht) oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
  • Feuchtheißes Klima begünstigt das Wachstum von Krankheitserregern.
  • Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein: Vorsicht!

Luft:

  • Smog in Ballungsräumen.
  • Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
  • Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Gesundheitswesen:

  • Qualitativ sehr gute Gesundheitsversorgung ist in Städten erreichbar. Dennoch: Reiseversicherung!
  • Vom Gesundheitswesen können Gefahren ausgehen: Infektionsübertragungen oder Fehlbehandlungen. Die Quailtät schwankt sehr stark je nach Region und sozialem Kontext der Versorgung.
  • Viele angebotene Medikamente (auch pflanzlicher Herkunft) sind gefälscht, schadstoffbelastet, unbrauchbar.

Südafrika: Klima

Angenehmes subtropisches bis mediterranes angenehmes Klima. Die Regenfälle sind über das ganze Jahr verteilt. Der Niederschlag liegt zwischen 400 mm im Osten und nur 50 mm in den nordwestlichen Küstenregionen. In Kapstadt liegt die Durchschnittstemperatur im Juli zwischen 9 und 17 °C und im Februar zwischen 16 und 27 °C. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 652 mm / Jahr. Die beste Reisezeit ist von September bis Mai für die Kapregion, für den Nordosten die Wintermonate Juni bis August.
Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:

Klimastation KAPSTADT (Flughafen), Kap-Provinz
Höhe über NN in m: 46
Geographische Position:
18° 36’ E, 33° 58’ S

  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
 Temp. ø Max. (°C) 26,1 26,4
25,4
23,0 20,2 18,1 17,4 17,8 19,2 21,3 23,5 24,9
Temp. ø Min. (°C) 15,7 15,5 14,2 11,9 9,4 7,8 7,0 7,5 8,7 10,6 13,1 14,9
Regentage 3 3 3 6 8 10 9 9 7 5 3 4
Niederschlag (mm) 14 16 21 41 68 93 83 77 41 33 16 17
Sonnenstunden ø 10,9 10,5 9,4 7,8 6,6 5,8 6,2 6,8 7,5 9,0 10,3 10,8
Wasser-Temp. ø (°C) 18 19 19 18 17 16 15 14 15 16 17 18
Klimabelastung* zs zs zs -- -- -- -- -- -- -- -- zs


Klimastation PRETORIA (Wetteramt), Transvaal

Höhe über NN in m: 1310
geographische Position: 28° 11’ E, 25° 44’ S

  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temp. ø Max. (°C) 28,5 28,0 26,9 24,1 21,8 18,9 19,5 22,1 25,5 26,6 27,0 28,0
Temp. ø Min. (°C) 17,8 17,3 16,1 12,6 8,2 4,8 4,8 7,6 11,9 14,4 15,8 16,8
Regentage 11 8 8 5 2 1 1 1 2 6 9 11
Niederschlag (mm) 135 76 79 54 13 7 3 5 20 73 100 108
Sonnenstunden ø 8,4 8,4 8,2 8,2 9,1 9,0 9,3 9,5 9,5 8,9 8,5 8,8
Wasser-Temp. ø (°C)                        
Klimabelastung* zs zs zs -- -- -- -- -- -- -- -- zs

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken


Frühwarnungen bezüglich Wettergefahren können Sie den folgenden Seiten entnehmen:

World Meteorological Organization
HEWS - Humanitarian Early Warning Service
Institut für Meteorologie und Klimaforschung

Zuletzt aktualisiert: 01.05.2014

Informationen des Reisemedizinisches Zentrums am Bernhard-Nocht-Institut
Telefonische Hotline für Gesundheitsfragen zum Thema Reisen: 0900-1234 999 (€ 1,86/Min.) Hier können Sie den Newsletter des Reisemedizinischen Zentrums abonnieren: http://www.gesundes-reisen.de/newsletter Haben Sie Hinweise oder Verbesserungsvorschläge zu den Informationen auf diesen Seiten? Wir würden uns über einen Hinweis an rmz@md-medicus.net

Südafrika-Informationen aus dem GEO-Themenlexikon

Südafrika nimmt die gesamte Spitze des afrikanischen Kontinents ein. Eine Besonderheit ist der kleine Staat Lesotho, der komplett vom südafrikanischen Territorium umschlossen wird. Im Norden wird Südafrika von fünf Staaten begrenzt. Dabei bilden die Flüsse Oranje und Limpopo die Grenzen gegen Namibia bzw. Simbabwe und einen Teil von Botswana. Die beiden anderen Grenzstaaten sind Moçambique und Swasiland. Im Süden liegt das Meer: Der Atlantische Ozean grenzt an den Westteil, der Indische Ozean an den Süd- und Ostteil der südafrikanischen Küste. Die gedachte Trennlinie zwischen den beiden Ozeanen beginnt bei der Südspitze des afrikanischen Kontinents – sie wird nicht etwa durch das bekannte Kap der Guten Hoffnung markiert, sondern durch das über 50km weiter südlich liegende Kap Agulhas – und verläuft bis zur Antarktis.

Südafrika lässt sich in die drei Landschaftsformen Küstenregion, Randstufenbereich und Hochland gliedern. Auf die Küste folgt eine deutlich ausgeprägte Randstufe, mit der das Land Höhen von bis über 3000m erreicht. Diese Gipfel gehören zu den Drakensbergen, die sich als Gebirgskette parallel zur Ostküste am Indischen Ozean ziehen. Im Süden liegen die niedrigeren Gebirge Swartberge und Langeberg. Zum Landesinneren geht die Randstufe in ein flacheres Hochland über. Dessen höchs­ter Teil, das Hochveld, liegt auf 1200 bis 1800m Höhe. Der Norden flacht zum Kalaharibecken ab, das nur auf 800 bis 1200m liegt und dessen größter Teil zu Botswana gehört.

Schutz für Tiere und Pflanzen Südafrikas Natur und Landschaften ziehen viele ausländische Touristen an. Zu den bekanntesten Strecken gehört die »Gartenroute«, die parallel zur Südküste verläuft. Ihr Kern beginnt bei Mossel Bay im Westen und endet am Tsitsikamma-Nationalpark im Osten. Die gut ausgebaute Panoramastraße erinnert an Südafrikas Geschichte – in der Nähe von Mossel Bay landete 1488 der Portugiese Bartolomeu Diaz als ers­ter Europäer – und präsentiert einen Teil der vielfältigen Natur des Landes. Sie durchquert die malerischen Städtchen George und Knysna, die den Besucher aus Übersee mit ihrer an kleine europäische Orte erinnernden Architektur vergessen lassen, in Schwarzafrika zu sein.

Der Tsitsikamma-Nationalpark erstreckt sich rund 80km entlang der Küste und umfasst auf 5km Breite auch das dazuge­hörige Meer; dort können mit etwas Glück Wale und Delfine beobachtet werden. Auf dem Land zieht sich der rund 40km lange Wanderweg »Ottertrail«, der nach dem dort lebenden Kap­otter benannt wurde.

Seltene Tierarten leben auch in Südafrikas anderen Nationalparks. Zwei von ihnen liegen nördlich von Port Elizabeth und verraten ihre Hauptsehenswürdigkeiten in ihren Namen: Der Mountain-Zebra-Nationalpark wurde 1937 eingerichtet, um das Bergzebra, von dem damals weltweit nur noch weniger als 100 Tiere lebten, vor dem Aussterben zu bewahren. Der Bestand des ersten kleinen Schutzgebiets umfass­te damals sechs Tiere, heute leben rund 350 Bergzebras auf dem 200km² großen Gelände des Nationalparks. Bis 1999 waren 1100 Berg­zebras vom Mountain-Zebra-Nationalpark in andere Schutzgebiete umgesiedelt worden.

Ähnlich erfolgreich verlief die Rettung der Elefanten im heutigen Addo-Elephant-Nationalpark. Da die auf dem ursprünglichen Gelände lebenden Wildtiere den Farmern des 19.Jh. im Weg waren, wurden sie von ihnen ausgerottet: Ab 1849 gab es dort keine Löwen mehr, 1853 starb das letzte Nashorn. Die Elefanten konnten sich am längsten behaupten, aber bis 1931 – dem Jahr der Einrichtung des Nationalparks – war auch ihre Zahl auf elf zurückgegangen. Inzwischen konnte sich der Bestand auf heute wieder rund 300 Tiere erholen. Auch anderen Tieren wird ein geschützter Rückzugsraum geboten: Aus den in den 1960er-Jahren aus Kenia importierten Spitzmaulnashörnern hat sich eine Population von über 30 Tieren gebildet.

Südafrikas Wildtiere mögen spektakulär sein, einmalig aber ist die Vegetation an der südwestlichen Spitze des Landes. In dem so genannten Kapländischen Florenreich kommen etwa 7000 Pflanzenarten vor, die sich deutlich von den Arten in den angrenzenden Regionen unterscheiden. Blumenfreunden sind die dort in vielen Arten wachsenden Amaryllis und Fresien vertraut. Deutschland, das viermal so groß ist wie das Florenreich am Kap, hat nur ein Drittel von dessen Pflanzenvielfalt.

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