Russland: Reiseführer

Russland Reisen

Der Russland-Reiseführer: die wichtigsten Informationen auf einen Blick (Sicherheit, Impfungen, Zeitunterschied, Flugdauer und vieles mehr).

Russland: Länderdaten

Russland Reisen

Region: Europa
Sprachen: Russisch
Hauptstadt: Moskau
Zeitunterschied: +1 bis +11 Std. (UTC +2 bis +12 Std).
Währung: 1 Rubel = 100 Kopeken zum Währungsrechner
Vorwahl: +7
Flugzeit: 3 Std.

Russland: Aktuelles

  • siehe Fachinformationen aktuell

Russland: Allgemeine Informationen

Feiertage
  • Nationalfeiertag: 12. Juni : Tag der Unabhängigkeit (Souveränitätserklärung 1990).
  • Weitere Feiertage 2010: 1. bis 5. Januar: Neujahrstage, 7. Januar: Weihnachten (orthodox), 8. März: Internationaler Frauentag, 4. April: Ostersonntag (orthodox), 1. Mai: Tag der Arbeit, 9. Mai: Tag des Friedens, 27. Mai: 1703 - Geburtstag der Stadt St. Petersburg, 4. November: Tag der Einheit des Volkes.
 Geographische Einordnung
  • Die Russische Föderation liegt im östlichen Teil Europas und im nördlichen Teil Asiens, mit Grenzen zu Norwegen, Finnland, Polen, der Mongolei, der Volksrepublik China, der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea), Estland, Lettland, Litauen, Belarus (Weißrussland), Ukraine, Georgien, Aserbaidschan und Kasachstan.
 Netzspannung
  • 220 V, 50 Hz. Adapter erforderlich.
 Regierungsform
  • Präsidialrepublik seit 1991.
 Religion
  • 66 % russisch-orthodox, außerdem gibt es muslimische, buddhistische und jüdische Minderheiten.
 Sprachen
  • Russisch ist Amtssprache; Sprachen der ethnischen Minderheiten sind ebenfalls verbreitet.
 Infrastruktur
  • Die wichtigsten internationalen Flughäfen sind: Moskau (SVO) (Scheremetyewo), Moskau-Domodedowo (DME), Kaliningrad Chrabrowon (KGD), Vnukowo Airport (VKO), Irkutsk (IKT), St. Petersburg (LED) (Pulkovo), Novosibirsk Tomachevo (OVB) sowie Krasnojarsk-Yemelyanovo (KJA); Inlandsflüge werden angeboten.
  • Das Bahnnetz ist an Deutschland angebunden, innerhalb des Landes ist das Bahnnetz nicht sehr gut ausgebaut und darf von Besuchern oft nicht genutzt werden; die Transsibirische Eisenbahn ist jedoch die beste Möglichkeit, das Landesinnere kennen zu lernen. Fernbusse dürfen ebenfalls häufig nicht von Touristen genutzt werden.
 Währung
  • 1 Rubel (Rbl) = 100 Kopeken. 1 EURO = 43,52 Rbl (Stand Januar 2010).
 Wichtige Verhaltensregeln
  • Es besteht eine Registrierungspflicht nach der Einreise. Der Grenzübergang nach Aserbaidschan (Samur) ist für Ausländer ohne Sondergenehmigung nicht passierbar. Ebenfalls sollten sich Deutsche Staatsangehörige bei Reisen in entlegene Gebiete vor Reisebeginn bei ihren Einladern (z.B. Reisebüros) erkundigen, ob Sonderregelungen im Reisegebiet bestehen.
  • Militärische Einrichtungen sollten grundsätzlich nicht fotografiert werden.
 Statistische Daten

 

Russland: Sicherheit

Sicherheitshinweise

Update: Aktuelle Sicherheitshinweise finden Sie in der Länderdatenbank fortan unter der Rubrik "Fachinformationen aktuell".

  • Örtlich muss mit erhöhten Sicherheitsrisiken gerechnet werden.

Außenministerien

Nachrichtendienste

Russland: Kontaktadressen

Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:


Aktuelle Einfuhr- und Einreisebestimmungen finden Sie auf den Seiten der Außenministerien:

Russland: Links

Russland: Hygiene

Wasser:

  • Sicheres Trinkwasser ist abgekocht (Beispiel: Tee) oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
  • Wasser aus Leitungen oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet.
  • Süßwasser ist häufig belastet durch Keime oder Schadstoffe.

Nahrung:

  • Sichere Nahrung wurde erhitzt (Beispiel: Pfannengericht) oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
  • Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein: Vorsicht!

Luft:

  • Smog in Ballungsräumen.
  • Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.

Gesundheitswesen:

  • Qualitativ gute Gesundheitsversorgung ist erreichbar: Reiseversicherung!
  • Vom Gesundheitswesen können Gefahren ausgehen: Infektionsübertragungen oder Fehlbehandlungen.
  • Viele angebotene Medikamente (auch pflanzlicher Herkunft) sind gefälscht, schadstoffbelastet, unbrauchbar.

Russland: Klima

In Russland herrscht ein von West nach Ost zunehmend ausgeprägtes Kontinentalklima (trockene, sehr kalte Winter, warme bis heiße Sommer). Die südlichen, fernöstlichen Teile Russlands stehen unter dem Einfluss des pazifischen Monsunklimas, während nördliche Teile arktisches Klima und nördlich-fernöstliche Gegenden sogar Permafrostboden (Bodenfrost das gesamte Jahr hindurch) aufweisen. Am 21.Juli 1983 wurde in der russischen Wostock - Station, 1.400 km landeinwärts, die tiefste Temperatur der Erde festgestellt : -89,2̊C. Die jährliche Niederschlagsmenge ist in den westlichen Gebirgsregionen mit bis zu 2.000 mm im Jahresdurchschnitt am größten, während sie in den südlichen Gebieten des fernen Ostens durchschnittlich 1.000 mm und in der osteuropäischen Ebene nur 600 bis 700 mm beträgt. Die Durchschnittstemperatur reicht in Moskau von -16 bis -9 °C im Januar und
13 - 23 °C im Juli.

Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:

Klimastation MOSKAU (MOSKVA)
Höhe über NN in m: 156
Geographische Position: 37° 34’ E, 55° 45’ N

  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temp. ø Max. (°C) -6,2 -3,9 2,4 10,6 18,6 22,4 23,8 22,0 15,8 8,4 1,3 -3,4
Temp. ø Min. (°C) < 12,7< 11,6 -5,9 1,8 7,6 11,4 13,1 11,7 7,0 2,1 -3,4 -8,9
Regentage 11 8 8 9 8 11 12 10 11 10 12 12
Niederschlag (mm) 42 36 34 44 51 75 94 77 65 59 58 56
Sonnenstunden ø 1,0 2,5 4,1 5,7 8,5 9,2 8,8 7,6 4,8 2,5 1,1 0,6
Wasser-Temp. ø (°C)                        
Klimabelastung* -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- --

Klimabelastung:
-- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken


Frühwarnungen bezüglich Wettergefahren können Sie den folgenden Seiten entnehmen:

World Meteorological Organization
HEWS - Humanitarian Early Warning Service
Institut für Meteorologie und Klimaforschung

Zuletzt aktualisiert: 08.05.2014

Informationen des Reisemedizinisches Zentrums am Bernhard-Nocht-Institut
Telefonische Hotline für Gesundheitsfragen zum Thema Reisen: 0900-1234 999 (€ 1,86/Min.) Hier können Sie den Newsletter des Reisemedizinischen Zentrums abonnieren: http://www.gesundes-reisen.de/newsletter Haben Sie Hinweise oder Verbesserungsvorschläge zu den Informationen auf diesen Seiten? Wir würden uns über einen Hinweis an rmz@md-medicus.net

Russland-Informationen aus dem GEO-Themenlexikon

Russland ist das mit Abstand größte Land der Erde. Seine endlosen Ebenen mit den eingestreuten Gebirgen erstrecken sich über weite Teile Osteuropas und Nord­asiens. Mehr als 9000km liegen zwischen Danziger Bucht im Westen und Kap Deschnjow an der Beringstraße im Osten. Wenn hier ein neuer Tag beginnt, dämmert in Mos­kau erst der Abend des Vortages. Die Grenzpunkte in Nord-Süd-Richtung werden von der Rudolfinsel des Franz-Josef-Landes im Nordpolarmeer bzw. Kap Tscheljuskin auf dem Festland und dem Großen Kaukasus sowie den Bergländern Südsibiriens im Süden markiert. Dazwischen liegen 40 Breitengrade bzw. 4000 Kilometer.

Das europäische Russland Kernland des europäischen Russland ist die von der Wolga durchflossene Ost­euro­päische Ebene. Ihre ausgedehnten Niederungen werden von flachwelligen Höhenrücken unterbrochen, die nur an wenigen Stellen über 200m aufsteigen. Der nördliche Teil ist stark von den letzten Eiszeiten geprägt. Nahe der Grenze zu Finnland liegt der Ladogasee, dessen Wanne durch Gletscher ausgeschürft worden ist. Mit einer Gesamtfläche von 17700km² ist er Europas größter Süßwassersee. Nach Nordwesten schließt sich der Baltische Schild mit den seenreichen Ebenen und Bergländern Kareliens und der Halbinsel Kola an. Im Süden geht das Tiefland in die Kaspische Senke über, die bei Astrachan mit 28m unter dem Mee­resspiegel ihren tiefs­­ten Punkt erreicht. Zwischen dem Kaspischen und dem Schwarzen Meer verlaufen die Gebirgszüge des Großen Kaukasus mit dem vergletscherten 5642m hohen Elbrus, der höchsten Erhebung Russlands. Nach Osten wird die Osteuropäische Ebene vom 2000km langen Uralgebirge begrenzt. Die parallelen Gebirgsketten verlaufen entlang des 60. Längengrads und bilden die geografische Grenze zwischen Europa und Asien.

Jenseits des Ural Östlich des Ural liegen Sibirien und Russ­lands Ferner Osten, Regionen schier unermesslicher Weite, unberührter Natur und unwirtlicher Lebensbedingungen. Das Westsibirische Tiefland, das sich von dem steilen Ostabfall des Ural bis zum Fluss Jenissej erstreckt, gehört mit seinen weiten, von Ob und Irtysch durchströmten Sumpflandschaften zu den ausgedehntesten Tiefländern der Erde. Im Süden wird das Tiefland vom ganzjährig schneebedeckten Altai begrenzt, im Norden bildet das Nordpolarmeer die natürliche Grenze. Zwischen Jenissej und Lena liegt das Mittelsibirische Bergland mit weiten Hochflächen zwischen 500 und 700m, die von vielen Tälern und Schluchten zerfurcht werden. Die südliche Begrenzung bilden der Ostsajan und die Gebirgslandschaft Transbaikaliens mit dem 31500km² großen Baikalsee, dem tiefs­ten und wasserreichsten Binnensee der Erde.

Nach Norden geht das Bergland in das Nordsibirische Tiefland über. Östlich von Lena und Aldan schließt sich das Ostsibirische Gebirgsland mit seinen verzweigten Gebirgsketten an, das im Tscherskij­gebirge mit 3147m seine höchsten Höhen erreicht. In Südostsibirien erstrecken sich die hohen Gebirge des Fernen Ostens. Zum Pazifischen Ozean wird der Gebirgsgürtel durch das Korjakengebirge und die Halbinsel Kamtschatka mit ihren zahlreichen akti­­ven Vulkanen ab­ge­schlossen. Der stark zergliederten fern­östlichen Küste sind zahlreiche Inseln vor­gelagert, u.a. die ebenfalls vulkanreichen, unwirtlichen Kurilen und das waldreiche Sachalin, mit 76400km² die größte russische Insel.

Zahlreiche Vegetationszonen Die arktischen Inselgruppen liegen zum größten Teil im Gürtel der polaren Kältewüsten, ebenso der Norden der Halbinsel Taimyr und Teile des Anadyrberglands. Hier können nur Tiere überleben, die sich den extremen Bedingungen ange­passt haben wie Wal­rosse, Robben, Eisbären und verschiedene Seevögel. Entlang der gesamten Nordmeerküste erstreckt sich die Tundra, der Bereich der ewigen Frostböden, wo die Vegetationsperiode nur wenige Monate dauert. Hier wachsen Flechten, Moose, Zwergsträucher, sommergrüne Halbsträucher und zähe Gräser – Nahrung für Polarfüchse, Schneehasen, Murmeltiere, Lemminge und Schnee­hühner. In den Sommermonaten ziehen auch Ren­tiere, Wölfe und Vögel von Süden her in dieses Gebiet.

Die Waldtundra mit Birken, Lärchen und Kiefern bildet den Übergang zur Taiga, die sich vom Weißen Meer an der Nordostküste Skandinaviens bis zum Ochotskischen Meer, einem Nebenmeer des Pazifiks, erstreckt. Die Taiga, die auch als borealer Nadelwald bezeichnet wird, ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der Erde. Zwei Drittel von ihr liegen im Bereich des Dauerfrostbodens und bestehen in erster Linie aus Fichten, Lärchen, Tannen und Kiefern. Sie bietet u.a. Bär, Elch, Hase, Biber und Eule Lebensraum. Im westlichen Teil Sibiriens grenzt der Nadelwald an Steppen, im europäischen Teil und im Amurgebiet an sommergrüne Laubwälder.

Südlich der Taiga schließt sich ein breiter Steppengürtel an: zuerst die Baumsteppe, dann waldfreie Wiesen- oder Gras­step­pen. Wegen der fruchtbaren Schwarzerde­böden wurden die Grassteppen mit ihrer ursprünglichen Pflanzenwelt wie Schwingelgras, Kammschmiele oder Steppendistel vielfach in Ackerland umgewandelt. Damit wurde den meisten Steppen­tieren der Lebensraum entzogen. Die Saiga-Antilope ist teilweise in die sich nach Süden anschließenden Halbwüsten ausgewichen; der Bestand gilt aber dennoch als stark gefährdet.

Belastete Umwelt Russland ist einer der größten Umweltzerstörer der Welt. Drei Viertel der Bewohner leben in Gebieten mit sehr hoher Luftverschmutzung, hervorgerufen in ers­ter Linie durch die Schadstoffemissionen der großen Industriebetriebe. Der Eintrag ungeklärter Abwässer gefährdet die Gewässer und führt zu einer hohen Schadstoffbelastung des Trinkwassers. Ebenso bilden die zum Teil maroden Erdölleitungen durch ihre Ölverseuchung eine Gefahr für das Grundwasser, die besonders in den nördlichen Regionen wegen der geringen Regenerationsfähigkeit gravierende Schäden nach sich ziehen. Als Folge der ausgedehnten Monokulturen und einer Ausweitung der Anbauflächen ist eine Degeneration der Böden in den südlichen Landesteilen festzustellen. Eine große Gefahr für die Umwelt besteht zudem in der radioaktiven Verseuchung durch die überalterten Kernkraftwerke, die zahlreichen Atommülldeponien und die auf Nowaja Semlja durchgeführten Kernwaffenversuche.

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