Peru: Reiseführer

Peru Reisen

Der Peru-Reiseführer: die wichtigsten Informationen auf einen Blick (Sicherheit, Impfungen, Zeitunterschied, Flugdauer und vieles mehr).

Peru: Länderdaten

Peru Reisen

Region: Amerika
Sprachen: Spanisch, Quechua; Aymara
Hauptstadt: Lima
Zeitunterschied: -6 Std. (UTC -5 Std.)
Währung: 1 Nuevo Sol = 100 Céntimos zum Währungsrechner
Vorwahl: +51
Flugzeit: 12 Std.

Peru: Aktuelles

  • siehe Fachinformationen aktuell

Peru: Allgemeine Informationen

Feiertage
  • Nationalfeiertag : 28. Juli: Unabhängigkeitstag (1821).
  • Weitere Feiertage 2010: 1. Januar: Neujahrstag, 1. April: Gründonnerstag, 2. April: Karfreitag, 1. Mai: Tag der Arbeit, 24. Juni: Sonnenfest der Inkas in Cuzco, 29. Juni: Peter und Paul, 29. Juli: 1821 - Unabhängigkeitstage, 30. Juli: Fest der heiligen Rosa, 8. Oktober: Schlacht von Angamos, 1. November: Allerheiligen, 8. Dezember: Mariae Empfängnis, 25. Dezember: Weihnachtsfeiertag.
 Geographische Einordnung
  • Peru grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien und Bolivien und im Süden an Chile und gliedert sich in vier Regionen: Costa, Sierra, Montaña und Selva.
 Netzspannung
  • 220 V, 60 Hz; in Arequipa 220 V, 50 Hz und Iquitos 110 V, 50 Hz.
 Regierungsform
  • Präsidialrepubik seit 1980.
 Religion
  • Die offizielle Religion ist der Katholizismus, dem etwa 95 % der Bevölkerung angehören.
 Sprachen
  • Spanisch wird vor allem von der Regierung und in den Medien genutzt, Quechua mit seinen 28 Dialekten wird von den Mestizen und den Amerindianern gesprochen, teilweise wird Englisch gesprochen.
 Infrastruktur
  • Peru hat den internationalen Flughafen Lima (LIM) (Jorge Chávez International) sowie Cuzco (CUZ). Inlandsflüge werden angeboten.
  • Schiffs- und Zugverbindungen sind vorhanden.
  • In Peru sind nur wenige Straßen asphaltiert, das Straßennetz ist schlecht und es kommt häufig zu schweren Unfällen. Busse verbinden die größten Städte, Taxis und Mietwagen sind in den größeren Städten vorhanden.
 Währung
  • 1 Nuevo Sol (S/.) = 100 Céntimos. 1 € = 4,16 S/. (Stand Januar 2010).
 Wichtige Verhaltensregeln
  • Peru liegt, was die Kriminalität betrifft, im lateinamerikanischen Mittelfeld, jedoch sollten sie Aufmerksamkeit sein und möglichst nicht allein und vor allem nicht nachts reisen. 
 Statistische Daten

 

Peru: Sicherheit

Sicherheitshinweise

  • Örtlich muss mit erhöhten Sicherheitsrisiken gerechnet werden.

Peru: Kontaktadressen

Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:

Aktuelle Einfuhr- und Einreisebestimmungen finden Sie auf den Seiten der Außenministerien:

Peru: Links

Peru: Hygiene

Wasser:

  • Sicheres Trinkwasser ist abgekocht (Beispiel: Tee) oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
  • Wasser aus Leitungen oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet.
  • Süßwasser ist häufig belastet durch Keime oder Schadstoffe.

Nahrung:

  • Sichere Nahrung wurde erhitzt (Beispiel: Pfannengericht) oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
  • Feuchtheißes Klima begünstigt das Wachstum von Krankheitserregern.
  • Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein: Vorsicht!

Luft:

  • Smog in Ballungsräumen.
  • Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
  • Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Gesundheitswesen:

  • Qualitativ sehr gute Gesundheitsversorgung ist erreichbar: Reiseversicherung dennoch sinnvoll!
  • Vom Gesundheitswesen können auch Gefahren ausgehen.
  • Angebotene Medikamente (auch pflanzlicher Herkunft) können risikobehaftet sein.

Peru: Klima

Das Klima in Peru ist östlich der Anden tropisch, Wüstenklima im Westen und ein gemäßigtes Klima entlang der Küste, das durch einen kalten Ozean (Humboldt -Strom) beeinflusst wird. Regenzeit ist von Juni bis Oktober, in den Anden von Oktober bis April, während in der Selva ein tropisches heißes und feuchtes Klima von Oktober bis März vorherrscht. Die Temperaturen in Lima schwanken zwischen 13 und 19 °C im August und 19 und 28 °C im Februar.

Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:


Klimastation CUZCO
Höhe über NN in m: 3.248
Geographische Position:
71° 59’ W, 13° 33’ S

  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temp. ø Max. (°C) 18,8 18,8 19,1 19,7 19,7 19,4 19,2 19,9 20,1 20,9 20,6 20,8
Temp. ø Min. (°C) 6,6 6,6 6,3 5,1 2,7 0,5 0,2 1,7 4,0 5,5 6,0 6,5
Regentage 19 15 13 9 2 1 1 2 5 9 13 16
Niederschlag (mm) 160 133 108 44 9 2 4 8 22 47 79 120
Sonnenstunden ø 4,6 4,3 5,5 7,0 7,7 7,6 8,3 7,6 6,5 6,4 6,5 5,1
Wasser-Temp. ø (°C)                        
Klimabelastung* -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- --


Klimastation LIMA-CALLAO (Flughafen)

Höhe über NN in m: 13
Geographische Position: 77° 7’ W, 12° 0’ S

  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temp. ø Max. (°C) 26,1 26,8 26,3 24,5 22,0 20,1 19,1 18,8 19,1 20,3 22,1 24,4
Temp. ø Min. (°C) 19,4 19,8 19,5 17,9 16,4 15,6 15,2 14,9 14,9 15,5 16,6 18,2
Regentage 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Niederschlag (mm) 1 0 0 0 0 1 1 2 1 0 0 0
Sonnenstunden ø 6,0 5,9 6,1 6,1 3,6 1,5 1,2 0,9 1,2 1,9 3,4 4,2
Wasser-Temp. ø (°C) 19 20 21 19 18 17 16 16 17 17 17 18
Klimabelastung* zs s zs zs zs -- -- -- -- -- -- zs

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken


Frühwarnungen bezüglich Wettergefahren können Sie den folgenden Seiten entnehmen:

World Meteorological Organization
HEWS - Humanitarian Early Warning Service
Institut für Meteorologie und Klimaforschung

Zuletzt aktualisiert: 03.05.2014

Informationen des Reisemedizinisches Zentrums am Bernhard-Nocht-Institut
Telefonische Hotline für Gesundheitsfragen zum Thema Reisen: 0900-1234 999 (€ 1,86/Min.) Hier können Sie den Newsletter des Reisemedizinischen Zentrums abonnieren: http://www.gesundes-reisen.de/newsletter Haben Sie Hinweise oder Verbesserungsvorschläge zu den Informationen auf diesen Seiten? Wir würden uns über einen Hinweis an rmz@md-medicus.net

Peru-Informationen aus dem GEO-Themenlexikon

Mit knapp 1,3Mio.km² ist Peru, das nach Brasilien und Argentinien drittgrößte Land Südamerikas und etwa dreieinhalb mal so groß wie Deutschland. Im Westen begrenzt die 2400km lange Pazifikküste das Land, im Norden, an der Grenze zu Ecuador und Kolumbien, reicht es bis fast an den Äquator. Nachbarn im Osten sind Brasilien und Bolivien, im Süden grenzt es an Chile. Der Name Peru entstammt der Ketschuasprache und kann mit »Üppigkeit« übersetzt werden.

Zwischen Pazifik und Amazonas Landschaftlich gliedert sich das Land in drei naturräum­liche Großeinheiten: die schmale Küstenebene (Costa) im Wes­ten, das Gebirgsland der Anden (Sierra) und das Amazonasbecken im Osten, das an den Gebirgsflanken Montaña und in der Ebene Selva genannt wird.

Das 2300km lange und im Norden bis 140km breite Küstentiefland zieht sich an der gesamten Pazifikküste entlang und nimmt etwa 12% der Landesfläche ein. Trotz dichten Nebels im Winter ist es eines der trockens­ten Wüstengebiete der Erde. Dennoch lebt in diesem Landesteil mehr als die Hälfte der peruanischen Bevölkerung.

Das Gebirgsland der Anden, die Sierra, umfasst rund 30% der Fläche Perus. Im Norden gliedern sich die Anden in drei Hauptketten, die West-, die Zentral- und die Ostkordillere; dazwischen liegen Hochtäler und -ebenen. In Zentralperu laufen die drei Gebirgsketten zusammen, um sich nach Süden hin erneut in eine West- und eine Ostkordillere zu verzweigen. Zwischen diesen beiden Gebirgszügen liegt die 3000–4500m hohe innerandine Hochfläche des Altiplano. Der Altiplano geht im Süden in ein abflussloses Becken über, das größtenteils zu Bolivien gehört. In der nördlichen Westkordillere, der Wasserscheide zwischen Atlantischem und Pazifischem Ozean, liegen mit dem 6768m hohen Huascarán und dem 6632m hohen Yerupaja die höchsten Berge Perus; zehn Berggipfel sind hier über 6000m hoch. In ihrem Südteil finden sich zahlreiche noch nicht erloschene Vulkane, etwa der Coro­puna (6425mü.M.) und der Ampato (6300mü.M.). Die Ostkordillere ist niedriger und besteht aus mehreren Bergzügen, die von vielen wasserreichen Flüssen in schluchtartigen Tälern nach Osten zum Amazonas durchbrochen werden.

Das Amazonasbecken im Oriente, dem Osten, macht mit rund 58% den größten Teil der Staatsfläche aus. Es gliedert sich in die Osthänge der Ostkordillere, die Montaña, und in das vielfach noch unerschlossene Waldland des Amazonas­tieflands, die Selva.

Erdbeben und Vulkane Wie alle südamerikanischen Länder entlang der »Cadena del Fuego«, der Feuerkette der Anden, ist auch Peru ständig von Erdbeben und Vulkanausbrüchen bedroht. Ausgelöst werden diese durch die ozeanische Nazcaplatte, die sich am Peru-Atacama-Tiefseegraben unter den südamerikanischen Kontinent schiebt. Durch diesen plattentektonischen Prozess wurde – und wird noch immer – die Erdkruste am pazifischen Rand Südamerikas zusammengeschoben, gefaltet und gehoben. Dieser Vorgang geht einher mit dem Aufbau von Spannungen in der Erdkruste, die sich hin und wieder durch Erdbeben entladen, und der Bildung von Gesteinsschmelzen in der Tiefe, die als Vulkane bis an die Erdoberfläche empordringen können. Die Folge sind häufige, oft verheerende Naturkatastrophen wie das Erd­beben am 31.Mai1970 im Norden Perus, bei dem 70000 Menschen ums Leben kamen.

Viele Flüsse, wenig Wasser Der größte Fluss Perus ist der Amazonas. Dieser entsteht im Nordosten des Landes durch die Vereinigung seiner Quellflüsse Marañón, Huallaga und Uca­yali, die alle drei in den peruanischen Anden entspringen. Die meisten der aus den westlichen Anden kommenden, zum Pazifik hin fließenden Flüsse versiegen nach den sommerlichen Niederschlägen, nur zehn von ihnen führen ganzjährig Wasser. Die Flüsse des Alti­­plano münden größtenteils in den 3812m über dem Meeresspiegel gelegenen Titicacasee, den sich Peru und Bolivien teilen. Der 8300km² große, bis 281m tiefe Titicacasee ist der größte See Südamerikas und gleichzeitig auch der größte Hochlandsee der Erde.

Perus vielfältige Fauna Die Vegetationszonen des Landes und die dort jeweils heimische Tierwelt sind zwar das Ab­bild der drei deutlich voneinander abgegrenzten Naturräume, doch hat die landschaftliche Vielfalt insgesamt eine Flora und Fauna von einem unvergleichlichen Artenreichtum hervorgebracht.

Die Wüstengebiete der Costa weisen indes nur eine äußerst spärliche Vegetation – Kakteen, Dornensträucher und einige Tillandsienarten – auf. Nur im Bereich zwischen etwa 600 und 1000m ü.M., wo die winterliche Nebel­decke, die Garúa, auf die Randhöhen der Sierra trifft, gedeiht die Lomavegetation aus Kräutern und niedrigwüchsigen Sträuchern. Die Tierwelt beschränkt sich hier auf Reptilien, Skorpione und andere Spinnentiere. Im direkten Küstenbereich finden sich Seevögel wie Pelikane, Kormorane und sogar Pinguine, in den Fluss­oasen sind häufig Kolibris anzutreffen.

In der weitgehend baumlosen Sierra – nur im Norden finden sich tropische Bergwälder – herrscht eine trockene Büschelgras- und Hartpolstervergetation vor. In dieser kargen Landschaft Kondor, Puma, Pampas- und Andenkatze, Taruka und Pudu, zwei Hirsch­arten, sowie zahlreiche Nagetiere wie Meerschweinchen und Chinchillas. Am auffäl- ligsten sind wohl die zwei Arten der Neuwelt­kamele, das Guanako in den trockeneren Berg- und Flachländern und das Vikunja in den höheren Lagen.

Kaum überschaubar ist die Vielfalt von Tieren und Pflanzen in den tropischen Regenwäldern des Amazonasbeckens. Dut­zende von Affenarten, Jaguar und Ozelot, Faul- und Gürteltiere, Tapire und Pekaris, Brillen- und Ameisenbären, Papageien und Kolibris, Kaimane und Riesenschlangen, Pi­ranhas und Vogelspinnen gehören zu den auffälligsten. Insgesamt wird die Artenzahl von Tieren und Pflanzen des tropischen Regenwalds auf ein Vielfaches der bekannten Zahl von rund 2Mio. Arten geschätzt.

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